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Cern: Teilchenbeschleuniger spielt Urknall nach
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Wie entstand Materie im Weltall? Physiker am weltweit größten Forschungszentrum für Teilchenphysik wollen genau diese Frage beantworten - und spulen dafür 14 Milliarden Jahre zurück.

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kain.klarname 07.11.2018, 19:33
1. Neuer Urknall

Wäre ja lustig, wenn dabei ein neues Universum entstehen würde...

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querulant_99 07.11.2018, 19:55
2.

Zitat von kain.klarname
Wäre ja lustig, wenn dabei ein neues Universum entstehen würde...
Sie sollten sich auf jeden Fall schon mal Ohropax besorgen.

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soisses1 07.11.2018, 22:03
3. @PeaceNow

Wie wäre es mit: Aus dem Simulationscomputer, der das ganze Universium, Sie und Ihren Beitrag simuliert hat ;-)

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dbeck90 08.11.2018, 06:37
4. Jetzt die Frage

Wie weit will man denn gehen?
Cern stellt seit jeher Situationen kurz nach dem Urknall nach. Der Artikel ist nichts neues. Aber wie weit will man gehen und was ist kostentechnisch vertretbar? Und was gedenkt man, mit mehr Leistung noch herauszufinden, wenn man nicht mehr weiter zurück als Plasma kann? Ich hätte das Geld ja lieber in andere Forschungen gesteckt. Wir haben immernoch kein Kraftwerk, das mit Kernfusion läuft, und ITER braucht jeden cent. Danach ist auch der Energiehunger der Welt nurnoch Nebensache.

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frantonis 08.11.2018, 08:37
5. Ob Schöpfungsgeschichte oder Urknall -

nichts lässt sich beweisen. Und die Frage, was war vor dem Urknall, lässt sich nicht beantworten. Sinnvoller wäre es Forschungsgelder in Dinge zu investieren, die der Menschheit nützen. Ob und wie der Urknall stattgefunden hat ist unerheblich.

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permissiveactionlink 08.11.2018, 09:21
6. #5, Frantonis

Viele Dinge, die der Menschheit nutzen, kommen aber nachweislich aus der militärischen Entwicklung, zum Beispiel Polytetrafluorethylen ("Teflon", PTFE), dass erstmalig bei der Urananreicherung mit UF6 im Manhattan-Projekt beim Bau von Kernwaffen eingesetzt wurde, oder etwa Polyethylen (PE), dass zunächst eingesetzt wurde, weil es vorzügliche dielektrische Eigenschaften besitzt und sich deshalb hervorragend für Koaxialkabel eignet, die für militärische Zentimeterwellen-RADAR-Anlagen notwendig waren. In PE verpackt man heute Ihr Steak, und in einer PTFE-beschichteten Pfanne werden Sie es dann braten. Um bei einer Erfindung oder wissenschaftlichen Entdeckung feststellen zu können, ob sie geeignet ist, der Menschheit auch im zivilen Leben zu helfen, müssen Sie diese Erfindung oder Entdeckung erst einmal machen ! Der Nutzwert dieser Entdeckung lässt sich vorab gar nicht ermessen. Andernfalls hätte es nicht so lange gedauert, den stählernen Pflug zu erfinden (in China !), und man würde noch heute mit Ochsen ein Holzstöckchen ineffizient durch die Scholle ziehen...

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varlex 08.11.2018, 10:52
7.

[QUOTE=frantonis;69890745]nichts lässt sich beweisen. Und die Frage, was war vor dem Urknall, lässt sich nicht beantworten. Sinnvoller wäre es Forschungsgelder in Dinge zu investieren, die der ..../QUOTE]

Jetzt mal davon ab, dass nicht du entscheidest, was der Menschheit nützt, kommen sehr viele Erfindungen und Entwicklungen, welche einen für dich praktischen Nutzen haben, aus eben jener Forschungseinrichtung.

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DrStrang3love 08.11.2018, 11:53
8.

Zitat von permissiveactionlink
Viele Dinge, die der Menschheit nutzen, kommen aber nachweislich aus der militärischen Entwicklung, zum Beispiel Polytetrafluorethylen ("Teflon", PTFE), dass erstmalig bei der Urananreicherung mit UF6 im Manhattan-Projekt beim Bau von Kernwaffen eingesetzt wurde, oder etwa Polyethylen (PE), dass zunächst eingesetzt wurde, weil es vorzügliche dielektrische Eigenschaften besitzt und sich deshalb hervorragend für Koaxialkabel eignet, die für militärische Zentimeterwellen-RADAR-Anlagen notwendig waren.
Stimmt beides so nicht.

PTFE wurde vollkommen unabhängig von militärischer Forschung eher zufällig bei Experimenten mit dem Kühlmittel Tetrafluorethylen entdeckt. Es wurde nur deshalb zuerst beim Manhattan-Projekt verwendet, weil die Herstellung für Haushaltsprodukte zunächst zu teuer war.

Und Polyethylen war schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg bekannt und auch schon vor der Verwendung als Isolationsmaterial für Kabel eingesetzt.

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worlorn 08.11.2018, 17:39
9.

Zitat von frantonis
nichts lässt sich beweisen. Und die Frage, was war vor dem Urknall, lässt sich nicht beantworten. Sinnvoller wäre es Forschungsgelder in Dinge zu investieren, die der Menschheit nützen. Ob und wie der Urknall stattgefunden hat ist unerheblich.
Beides hat nicht annähernd den gleichen Erklärungsgehalt. Das eine beruht auf exakter Naturwissenschaft, das andere ist nur ein Narrativ, ein Mythos.

Der Urknall ist ein wissenschaftlicher Befund und empirisch wie theoretisch bestens fundiert, durch die Expansion des Alls, Hintergrundstrahlung, Urknallnukleosynthese und weiteren Indizien sowie als beschreibenden Rahmen die ART, die bis heute ohne einen experimentellen Widerspruch ist. Dabei ist wichtig zu wissen, dass der Urknall selbst nicht Bestandteil der Theorie ist. Er ist im Rahmen des heute gültigen kosmologischen Standardmodells nicht beschreibbar. Man braucht dafür eine sog. Quantengravitation, nach der schon länger intensiv geforscht wird. Der im Moment vielleicht erfolgversprechendste Ansatz hierfür ist die LQG. In der gibt es den Urknall als punktförmigen Zustand nicht, sondern es kommt schon vorher zu einem Rückprall.

Die Schöpfungsgeschichte ist nur eine Erzählung, die vor ca. 2000 Jahren entstanden ist, in riesige Ausmaße aufgebläht wurde und ständig weiter ausgemalen wird, schließlich sollen die Leute es ja glauben. Es gibt keinen einzigen objektiven, nachprüfbaren Beleg dafür. Auf der anderen Seite ist sie rational, philosophisch gesehen, unfruchtbar (obwohl manche Philosophen sie vertreten, aber sie irren sich). Welchen Sinn soll es denn machen, etwas Unerklärliches an eine Instanz zu delegieren, die selbst nicht erklärbar ist? Das ist doch eindeutig zu billig und nahe an einer Tautologie. Außerdem, wenn es einen Schöpfer gab, wie ist er entstanden? Die Frage ist berechtigt! Wenn er ewig ist, kann bereits die Welt ewig sein. Für mich ist das sowieso die einzig plausible Annahme, nämlich dass das Universum räumlich wie zeitlich unbegrenzt ist. Alles andere führt zu nichts, ein Schöpfer schon gar nicht. Der ist nichts anderes wie eine Projektion von uns selbst, ein Anthropozentrismus.

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