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Debatte um Geoengineering: Finger weg vom Thermostat!
REUTERS

In dieser Woche startet in Berlin eine große Konferenz zum Geoengineering. Aber darf die Menschheit überhaupt über aktive Eingriffe ins Klima nachzudenken? Sie muss - aber sie sollte sie nicht durchführen.

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lachina 09.10.2017, 11:03
1. Vorschläge

Man könnte auch ein paar Vulkane zum Ausbruch bringen. Das hätte zumindest ein paar kalte Jahre und Missernten zur Folge. Nuklearerr Winter ginge auch. Von allen dummen Ideen ist Geoengineering. die Dümmste.

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Markus Landgraf 09.10.2017, 11:13
2. Schwierig aber nicht unmöglich - wenn man den Mut dazu hat

In der Tat ist Mangel an Fortschritt bei den Klimaanstrengungen zu beklagen. Die althergebrachte Lösung von Wind und Sonne plus Energiesparen hat versagt. Wir brauchen neue Lösungen, die auch global funktionieren. Klar kann Deutschland mit hohem finanziellen Aufwand seine Klimaemissionen im Rahmen halten - wenn auch scheinbar nicht weiter senken. Ob das aber China, Brasilien oder Indien leisten können sei dahin gestellt. In diesen Wirtschaftsregionen wächst zur Zeit der Anteil an Kohleenergie schneller - viel schneller - als man es durch Wind und Sonne könnte. Global gesehen kommen wir um Atomkraft nicht herum. Ein gutes Beispiel ist Frankreich: Mit 70% bis 80% Atomkraftanteil schafft Frankreich es, pro Kilowattstunde 70% bis 80% weniger CO2 zu produzieren wie Deutschland (siehe http:electricitymap.org, heute, 9 Okt. sind es 117 g/kWH (F), 461 g/kWh (D), d.h. 75% weniger). Also: Wind, Sonne und Atom zusammen können den Klimawandel global gesehen aufhalten. Finger weg vom Kima!

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KaWeGoe 09.10.2017, 11:15
3. Klein Hänschen hat Probleme mit binomischen Formeln, ....

.... und denkt jetzt darüber nach, zuerst mal komplexe Differenzialgleichungen lösen zu wollen, bevor er sich dem Problem mit den binomischen Formeln noch mal zuwendet.

Was ich sagen will:
Denkt nicht darüber nach, an Symptomen rumzudoktoren, sondern bekämpft die Ursache der Misere und beseitigt die angefallenen Altlasten !
Man sollte seine Tätigkeiten daher klar priorisieren - und das bedeutet in Bezug auf Klimaschutz:

1. CO2-Emissionen reduzieren durch
- Reduktion des Energieverbrauchs
- Belastung von fossilen CO2-Emissionen mit den realen Kosten der Folgen
- Nutzung regenerativer Energien (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, ...)
- intelligente Energie-Nutzung (smart-grid, variable Tarife, Speicherung)

2. Reduktion der CO2-Konzentration in der Atmosphäre durch
- Schutz vorhandener Regenwälder
- gezielte Aufforstungen
- künstliche CO2-Absorber

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equigen 09.10.2017, 11:18
4. Bloss nicht!

Wo immer der Mensch durch Eingriffe ins Ökosystem Probleme beheben wollte ging das schief! Die Folgen im nichtlinearen System der Umwelt sind Unkalkulierbar. Wie reagiert die Atmosphäre, andere Lebewesen in der Luft, im Wasser, auf den Boden auf Tonnen einer künstlich eingebrachten Chemikalie?! Solange noch nicht mal das Wetter 3 Tage im Voraus verlässlich berechnet werden kann sind Klimaaussagen auf 100 Jahre mit Vorsicht zu genießen. Und auf dieser Basis anzufangen ein vermeintliches Übel mit Massen von Chemie in der Luft lösen zu wollen ist gefährliche Selbstüberschätzung und Geschäftemacherei - der Wissenschaftler, Ingrnieure und Industrie dahinter. Wer würde für irreparabele weltweite Schäden denn geradestehen?

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joG 09.10.2017, 11:29
5. Seit Jahrzehnten wissen wir...

.....dass die effizienteste Methode Klimagas zu reduzieren wäre den Ausstoß mit einem Steuer/Cap/Trade System zu belasten. Es wurde sogar eine Börse und Zertifikatssystem eingeführt. Leider haben alle Politiker/Parteien entschieden, dass sie dies nicht wirksam schalten konnten, wenn sie an der Macht bleiben wollten. Jeder wusste, dass Deutschland nur daher gut aussah, weil man nach der Wende die Industrie im Osten zugemacht hatte und das Abfallprodukt die Weltmeisterschaft im CO2 reduzieren war. Daher ja auch das "feel good" Vergleichsjahr 1990, das die deutschen Regierungen durchsetzten.
Nun kann man natürlich bspw CO2 aus der Atmosphäre abschöpfen. Aber solche Dinge zu entscheiden brauchen mehr Information als eine Beschreibung wie "weltweites Milliardenprogramm". Ist die CO2 Reduzierung so zu erreichen und wie viel kostet es? Wie viel kosten die Alternativen?

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schlauchschelle 09.10.2017, 11:30
6. Wann fängt eigentlich jemand damit an,

die brennenden / schwelenden Kohleflöze, z.B. in China, Indien, Russland zu löschen? Evtl. sind meine Informationen veraltet, aber allein in diesen Ländern sollen durch unterirdische Feuer massig Tonnen an CO2 in die Atmosphäre gelangen. Weis hier jemand etwas genaueres? Zum Engineering: Auch ich sage, bevor man mit Abermilliarden und aberwitzigen Ideen versucht, das Klima zu beeinflussen, sollte man alles versuchen, die Ursache zu bekämpfen. Wenn ich einen Dorn im Finger habe muss ich ihn entfernen und nicht nur versuchen, mit Jod und Pflaster das Vereitern zu verhindern...

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Koana 09.10.2017, 11:34
7. Es gibt viel Potential!

Die Masse macht´s ! Solange die Masse dem Vorbild der "Kaufkraftgötter" nachfolgt und wie diese, dem immer mehr, immer größer, schneller, bequemer folgt, liegt das Potential auf der destruktiven Seite.
Würden die Menschen ernsthaft ihre persönlichen Verhaltensweisen im Sinne von ökologisch verantwortungsvoll adjustieren, die Hype um den Statuskonsum ächten, Konsumorgien als Schwachsinn und nicht als freudvolles Erlebnis des Seins empfinden, würde sehr rasch eine grundlegende ökonomische und ökologische Transition einsetzen.
Die Produzenten von Dummheit und Ressourcenfraß würden schlicht entweder rasch reagieren, oder durch neue Anbieter ersetzt.
Die heutige Technik würde es erlauben, binnen weniger Jahre eine Reduzierung von 50% des heutigen CO2 Ausstoßes, bei gleichzeitig steigendem Lebensstandrad in den Schwellen- und Entwicklungsländern - vor allem für die ärmere Hälfte der Bevölkerung, zu schaffen.
Jeder hier sollte sich mal seine Heizkosten- seine Wasser- und Energieverbrauchswerte zu Gemüte führen.
Jeder könnte - da wette ich - minimal 10% davon vermeiden, nur indem er etwas weniger gedankenlos agiert - manche wären wohl in der Lage mehr als die Hälfe zu vermeiden, ohne wesentliche Einschnitte ihres Lebensstandards erdulden zu müssen.

ABER warum, die Eliten leben anderes vor, warum soll ausgerechnet ich mich um die Zukunft kümmern, mir Sorgen machen und intellektuelles Potential dafür "verschwenden".
Tja, die wenigen die es tun, tun es, da sie Hoffnung haben, die anderen scheinen schlicht keine Empfindungen gegenüber künftigen Generationen zu entwickeln, außer eben Gleichgültigkeit.

Wir wählen leider nur Politiker, die diesem Denkmodell zu wohl 100% entsprechen - Hauptsache ICH!

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deKok 09.10.2017, 11:35
8. Torfabbau im Wattenmeer and der Friesenkueste

In Friesland gibt es historisch einen Abbau des Torfs in Salzwasser. Dieser Prozedure ist umkehrbahr. Mann kann unter die Tonschichten des Wattenmeer erneut Biomassa anhaufen im sehr sehr grossen Stihl.
Suchbegriffe oa: large wood debris in river systems and Great Raft along the Red River just north of
present-day Shreveport, snag boats.

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micromiller 09.10.2017, 11:37
9. Wenn Herr Präsident Trump

mit seiner zündenden Idee eingreift um Nordkorea platt zu machen, wird es sicherlich einige Luftumwälzungen geben, die zum neu nachdenken anregen könnten. Der Prozess des totalen kippen des Klimas so wie wir es kannten, ist leider nicht mehr aufzuhalten, wurde bereits im einzelnen 1972 vom Club of Rome im Standardwerk Limits of Groth abgehandelt. Ein Planet mit 4Milliarden Menschen hat mehr Chancen als mit 8 Milliarden, komisch dass das kein Thema ist...

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