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Deutscher Max-Planck-Forscher: Warum dieser Biologe nichts gegen genveränderte Pflanz
DPA

Genveränderte Pflanzen machen vielen Verbrauchern Angst. Eine ganz andere Position vertritt der Forscher Detlef Weigel. Er sagt: "Bio" kann die Welt nicht retten, und Europa wird bald in großem Stil Gentechnikpflanzen anbauen.

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Lord Menial 12.05.2018, 13:30
1.

Kein Biologe kann etwas gegen "genveränderte" Pflanzen haben, denn auf Veränderungen der genetischen Aussattung beruhen sämtliche (!) Züchtungs- und Evolutionsprozesse. Genetische Veränderung ist der Ursprung sämtlicher biologischer Vielfalt.
Die (geschürte) Angst vor Pflanzen bzw. Organismen allgemein, die durch gezielte Änderung des Erbgutes entstanden sind, beruhen in allen Fällen auf falsche Vorstellungen von den zugrundeliegenden biologischen Vorgängen und Zuständen.

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kochra8 12.05.2018, 13:34
2. Ja, ja gut - lobbyieren ist wichtig !

Bitte vergesst aber nicht, den Menschen biotechnisch erst mal anzupassen, damit er dem umherschwirrenden Blütenstaub stand hält. Bioethisch braucht man bloß das Gesetz den staatsquersubventionierenden Konzernen anzupassen.

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/egal/ 12.05.2018, 13:35
3. Er hat Recht,

leider, aber in zukunft werden gentechnisch veränderte pflanzen auch in deutschland wachsen. es gibt einfach zu viel zu verdienen an ihnen... was mit der umwelt passiert? wen juckts, die auswirkungen werden wir ja nicht erleben.

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Herr-B. 12.05.2018, 13:36
4. Soso...

Mir geht diese Polemisiererei so dermaßen auf den Keks, es ist unbeschreiblich...
Ich kann ja nachvollziehen, dass Fachleute angesichts Generalisierungen von Laien die Augen verdrehen, aber dehalb muss man sich noch lange nicht ins Reich der Halbwahrheiten flüchten.
Eine sachliche Diskussion wird so von vorn herein unterbunden.
Als hätten wir alle innerhalb kürzester Zeit unseren gesunden Menschenverstand verloren.

Da wird einerseits vorgeschlagen, man solle über vegetarische Ernährung in Kantinen nachdenken, prompt wird befürchtet, man wolle den Deutschen ihr Schnitzel verbieten.
Andere reden von Gentechnik, als bestünde die Gefahr, demnächst würden Teenage Mutant Ninja Beetles durch die teutonische Fauna krauchen.

Mal davon abgesehen, ist dieses Interview so oberflächlich, dass es kaum wert ist, gelesen zu werden.
Kein Verweis auf Auskreuzungen mit anderen Arten, Kontamination von umliegenden Flächen, Erbgutveränderungen bei Tieren, etc.
Ach, was reg ich mich auf...

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augu1941 12.05.2018, 13:37
5.

Es wurde Zeit, dass bei der Diskussion" Anwendung von Gentechnik ja oder nein" ein kompetenter Wissenschaftler zu Worte kommt und die Problematik kühl und sachlich bewertet. Die Grünen sind dazu offenbar nicht in der Lage, da es für sie um religiöse Grundsatzfragen geht. Warum soll es schlecht sein, wenn Gene in einer Pflanze gezielt verändert werden um ihre Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge zu erhöhen und gut sein, wenn man aus den zufällig entstandenen Mutationen, die Pflanzen mit gleicher Genveränderungen wie bei gezielter Genveränderung aussucht und durch Züchtung vermehrt. Das eine ist ein Eingriff in die Schöpfung, das andere nicht, obwohl dabei auch alte Sorten verloren gehen. Und es ist wohl keine wissenschaftliche Argumentation, wenn vom Menschen gezielt herbeigeführte Veränderungen in der Natur als schlecht gelten, obwohl er dabei auf verkürztem Weg nicht anderes macht, als die Natur ständig im Laufe der Erdgeschichte. Als die Müllverbrennung aufkam, warnten die Grünen auch vor unabsehbaren Risiken, weil keiner voraussagen könne, was alles an Schadstoffen im Rauchgas vorhanden sein könnte, die trotz Filter in die Atmosphäre gelangen würden und Mensch und Umwelt vergiften würden. Heute wird ähnlich argumentiert, dass mit Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen die Büchse der Pandora geöffnet würde.

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stat_ist 12.05.2018, 13:40
6. Mir fehlt die Diskussion der Diversität

Für mich stellt sich das Problem genveränderter Pflanzen nicht so dar, dass sie Menschen direkt schaden.
Die Saatgutproduktion und der Anbau durch wenige, weltweit agierende Hersteller führt zu riesigen Monokulturen und Abbau der Vielfalt (Diversität) in neuen Dimensionen. Letztlich ist das ein Schaden, der nicht direkt auf "die Gene" zurückzuführen ist, sondern sehr indirekt auf die zugrundeliegende Ökonomie.

Wie wir aus verschiedenen Zusammenhängen wissen, z. B. dem Immunsystem der Menschen, dem Ökosystem Wald, etc., ist Diversität ein Wert an sich und führt zu einem besseren Überleben der betreffenden Struktur.
Insofern müsste der Anbau genveränderter Pflanzen begleitet werden durch diversitätsfördende Maßnahmen, z. B. kleinteilige Felder, Ackerränder mit Hecken usw. usf. einerseits, und eine Vielfalt der Hersteller andererseits.

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felice2000 12.05.2018, 13:41
7. Kennzeichen für Lebensmittel, die Gene enthalten

Ich finde es unerträglich, dass ich im Supermarkt nicht erkennen kann, ob ein Artikel Gene enthält. Wenn B90/G sich für eine Pflicht zur Kennzeichnung einsetzen würde, wären sie für mich wieder wählbar!

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Biraso 12.05.2018, 13:42
8. Und genau daran sieht man wieder

dass die Grünen nicht das große und ganze sehen wie sie uns das beim Kkimawandel klar demonstrieren sondern ebenfalls nur ein verlängerter Arm irgendwelcher Interessensvertreter sind. Ixh bin ebenfalls davon überzeugt, dass uns Geneditierte Pflanzen positiv zu gute kommt und dem Endverbraucher in keinster weise schadet. Warum auch ?

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jominlo 12.05.2018, 13:44
9. Dieser Herr wundert sich ueber die Ablehnung

genomeditierter Pflanzen und denkt nicht daran was z. B. Monsanto alles fuer Schindluder und Betruegereien mit den Farmen in Ameika getrieben hat, alles nur zum Mehren des eigenen Profits. Da braucht es kein Greenpeace um die Leute misstrauisch gegenueber jeglicher Gentechnik zu machen, vor allem wenn das reine Profitstreben versucht unter dem Deckmantel der Menschlichkeit daherzukommen. Warum erlaubt eigentlich das Max-Planck-Institut diesem Herrn Wissenschaftler die unverhohlene Lobbyarbeit fuer Monsanto und Konsorten ?

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