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Digitale Überwachung: Warum Polizisten keine Smartphones hacken sollten
DPA

Deutschlands Innenminister wollen der Polizei mehr Macht geben: Damit sie auch WhatsApp und Co. überwachen können, sollen Beamte Handys hacken dürfen. Das erhöht die Sicherheit aber nicht. Es gefährdet uns alle.

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odenkirchener 18.06.2017, 11:16
1. Och Mönsch. . .

Googele verrät mir entweder niGS (kein Kto. dort) oder weiß niGS.

Laut der allgemeinen Berichterstattung waren fast alle „deutschen" Attentäter, als „Gefährder" wohl bekannt. Wie sollte man das durch das geforderte Mehr an Überwachung erhöhen. Bekannt/Bekannter/am bekanntesten?!?

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informer_at 18.06.2017, 11:17
2.

Wenn damit ein Attentat verhindert oder geklärt werden kann, dann ist das ein kleiner Preis für die Sicherheit. Man soll Leute die Angehörige verloren haben befragen. Alle würden diesen Preis bezahlen um den Sohn, die Ehefrau oder die Verlobte zurück bringen zu können.

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grumpy53 18.06.2017, 11:24
3. Schnappatmung: ich habe doch nix zu verbergen

Genau das Argument kommt jetzt wieder auf. Es geht nicht darum, ob ich was zu verbergen hätte. Sondern darum, wer das a) nach welchen (sich gerne mal flexibel wechselnden) maßstäben beurteilt. Und b) wer dann mit welchen Absichten genau über diese Daten legal oder illegal verfügen kann. Der Artikel trifft es genau - ist aber wirklich nichts neues und ich bin immer wieder fassungslos, mit welcher Naivität Menschen nach der Abschaffung des Bargeldes rufen, in Länder reisen, die die Zugänge von sozialen (?!) Netzwerken unbescholtener Einreisender kontrollieren wollen, man private Bilder öffentlich macht, man Datenschutzrichtlinien (sic!) anderer Länder vertraut. Jeden Tag weiter in den Erkenntnissen über die Möglichkeiten wird mir klarer, dass nicht nur "big brother is watching you" längst in allen Haushalten sitzt, dank offener Netze, mangelnder Verschlüsselung, mit dem Internet verbundene TV-Geräte, von außen steuerbarer Heizungen, Elektronik in Fahrzeugen und last but not least der ungeheuerlichen Medieninkompetenz von grob geschätzt 75% der Weltbevölkerung. Nein, wer eine sms verschicken kann, hat damit noch null Medienkompetenz. Und wer 13jährigen einen Zugang zu den sozialen Netzwerken einrichtet, offensichtlich auch wenig Verantwortung, dass dort eingestellte Photos, Videos und Informationen dem Sprößling ein Leben lang schaden können. Zurück zum Artikel: nein, ich unterstelle den hoffentlich kontrollierten Behörden in demokratischen Ländern erst mal keine bösen Absichten (was darunter zu verstehen sein könnte, ein andermal) Aber diese Behörden sind auch nur so gut, wie ihre eigene Kompetenz, den eigenen Datenschutz und tatsächlich ohne irgendjemand, der dann doch mit den Daten nachlässig oder im Eigeninteresse umgeht. Und das weisen wir dann bitte, wenn das Kind im Brunnen ist, mal juristisch abgesichert nach.... selten so den Kopf geschüttelt...

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Mertrager 18.06.2017, 11:26
4. Fast alle Politiker finden das gut

Wenn man a) glaubt, damit Wählerstimmen zu gewinnen und b) sicherstellen kann, dasz eben diese Politiker und -innen nicht von der Masznahme betroffen sind. Genau da sollte man ansetzen. Mutet uns nur das zu, was Ihr Politiker selbst ertragen wollt. Zeig' mit Deine Kontoauszüge ! Vielleicht bekommen wir so ein vernüftiges Augenmass wieder hin.

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acitapple 18.06.2017, 11:32
5.

Zitat von odenkirchener
Googele verrät mir entweder niGS (kein Kto. dort) oder weiß niGS. Laut der allgemeinen Berichterstattung waren fast alle „deutschen" Attentäter, als „Gefährder" wohl bekannt. Wie sollte man das durch das geforderte Mehr an Überwachung erhöhen. Bekannt/Bekannter/am bekanntesten?!?
Vielleicht hätte man etwas tun können, wenn man handfeste Beweise wie z.B. dokumentierte Nachrichten vom Handy hätte vorlegen können. Selbst damit hat die Polizei nicht viele Möglichkeiten gegen solche Leute vorzugehen. Und auch wenn ein Anschlag verübt wurde, werden die Terroristen noch in Schutz genommen. Sie sind ja perspektivlos und verzweifelt und Schuld hat ja eh die Gesellschaft. Ok, wir können auf Überwachung verzichten. Denen passiert eh nix. Jedenfalls nicht solange sie ihre Rundfunkgebühr bezahlen.

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Lotus Driver 18.06.2017, 11:34
6. Lösungen

Sie zeigen berechtigt Gefahren auf, schön....

Das Problem ist jedoch dass inszischen über WhatsApp und Konsorten geschrieben und telefoniert wird, die Polizei kann jetzt schon de Fakto mit richterlichem Beschluss bei Verbrechern keine Gspräche und Textnachrichten mehr abhören.

Wie sieht denn nun bitte Ihr Lösungsvorschlag aus um die Polizei wenigstens wieder die kriminalistischen Werkzeuge von vor 10 Jahren zurückzugeben ????

Angesichts von Cypercrime und Terrror kann es nicht Ziel der Politik und der Bürger sein die Polizei im analogen Niemandsland völlig verhungern zulassen !!!!

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volucer 18.06.2017, 11:36
7. überwachungsstaat wir kommen.

seit jahren werden die überwachungsmöglichkeiten ausgeweitet mit vorratadatenspeicherung,... trotzdem werden niemals alle anschläge verhindert werden können. es gibt niemals absolute sicherheit. was aber passiert, ist dass der unschuldige bürger gegängelt wird. schärfere waffenverbote interessieren den terroristen nicht. der hat seine waffe illegal besorgt. es gibt eine massenhafte ausweitung der überwachung unter dem deckmantel terrorismus. das muss aufhören, sonst verlieren wir unsere freiheit. dieser unsägliche de maiziere gehört abgestraft - stichwort 'könnte sie verunsichern".

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steinbock8 18.06.2017, 11:37
8. wenn man das zu Ende denkt

soll alles und jeder überwacht werden es gibt keine individuellen Geheimnisse mehr alles unter dem Vorwand der Sicherheit der Staat hat ja schon Probleme die bestehenden Möglichkeiten zu nutzen ein Soldat wird als Flüchtling anerkannt in Hessen sind 20 Polizeianwärter in den Computern als Straftäter registriert was da vorgeschlagen wird ist reiner Aktionismus die Sammelwut soll keine Grenzen kennen und wer soll das auswerten das Personal reicht ja jetzt schon nicht aus es soll uns mögliche Sicherheit vorgegaukelt werden die es sowieso nicht gibt die Quintessenz Geschwätz Geschwätz Geschwätz

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Profdoc1 18.06.2017, 11:49
9. Nachvollziehbar, aber ....

Zitat von informer_at
Wenn damit ein Attentat verhindert oder geklärt werden kann, dann ist das ein kleiner Preis für die Sicherheit. Man soll Leute die Angehörige verloren haben befragen. Alle würden diesen Preis bezahlen um den Sohn, die Ehefrau oder die Verlobte zurück bringen zu können.
Emotional bin ich bei Ihnen, ohne Wenn und Aber, jedoch müssen wir, ob wir das wollen oder nicht, das Them staatsrechtlich betrachten und hier werden die politischen Aussagen sehr schwammig. Es ist Wahlzeit.
Anstatt sich mal wieder Gedanken über einen 'mobilen Bundestrojaner' zu machen, wäre es weitaus sinnvoller endlich. Die Behörden und Dienst mit a) genügend Personal auszustatten, b) bundeslandübergreifende Technologien und Datenbanken zu nutzen, c) europäisch zu operieren, d) neueste Erkenntnisse der Psychologie zu Ermiitlungstaktik z. B. an Flughäfen zu nutzen, e) Schleier- und Rasterfahnung bundesländerübergreifend zu nutzen, f) und von anderen Ländern lernen zu wollen. Erst, wenn diese Punkte erfolgreich etabliert sind, läßt sich über Abhören diskutieren. Keiner der aktuellen Anschläge wäre nachgewiesenermaßen durch Abhörtaktiken verhindert worden, leider. Sämtliche Terroristen, ob nun in Nizza, London, Paris oder Berlin waren den jeweiligen ermittelnden Behörden bekannt!
Das soll jetzt kein Behörden- oder Dienstbashing sein, aber die Prozess und Abläufe müssen mit langjähriger harter Arbeit und Serösität umgestellt werden. Das ist das Ziel!

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