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Drogen: Heroin ist oft stark gestreckt
DPA

Die Analyse von Drogenrückständen in Konsumräumen offenbart: Heroin ist oft stark mit Streckmittel versetzt.

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mick richards 19.03.2018, 19:05
1.

Wenn das nicht gemacht würde, gäbe es bei weitem mehr herointote als bei ungestrecktem.
Desto reiner das heroin, desto gefährlicher.
Sie schlafen dann nur noch ein und werden mit schaum vorm mund tot aufgefunden.

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Havenpirat 19.03.2018, 19:07
2. Und das

soll Überraschend sein ?
Nur die Wohlhabenden bekommen reines Zeug,
die haben das Geld,
der Dreck geht an die Junkies auf der Strasse.

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AZ1 19.03.2018, 19:16
3. tötliches Verbot

Ich finde es zynisch und menschenverachtend, wie der Staat den Nutzern / Missbrauchern (je nach Sicht) von Drogen jegliche Qualitätsstandards verweigert. Wenn der Heroinanteil unkontrolliert schwankt, ist die Gefahr einer tötlichen Überdosis groß. Ist das vom Staat so beabsichtigt -- zur Abschreckung?

Dazu kommen noch Verunreinigungen, auch bei den weit gebräuchlicheren Drogen wie Amphetaminderivaten. Man stelle sich einmal vor, der Staat würde Alkohol verbieten, und wenn reihenweise Leute blind werden vom illegal hergestellten Fusel, "selber schuld" sagen.

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mick richards 19.03.2018, 19:33
4.

Da hat Keith Richards stets drauf geachtet.
Er bekam durch jemanden von einem pharmahersteller immer reines heroin.
Ungestreckt. Chemisch sauber.
So konnte er sich immer sicher sein gleichbleibende qualität zu erhalten und zu dosieren.

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sparrenburger 19.03.2018, 19:53
5. Als Betroffener

Als von dieser Sucht Betroffener muss ich sagen, die Schätzungen und Informationen der Drogenberatung lagen weit unter diesem Wert. Zu den Komentaren hier:
Es stimmt zwar das mit zunehmender Reinheit die Gefahr von Überdisierung steigt, allerdings ist die Gefahr dieser Streckstoffe nicht zu unterschätzen. Gerade Levamissol (Wurmmittel der Vet.med.) ist brandgefährlich . Helfen würde bzw. Behandlungskosten sparend wär nur die kontrollierte Vergabe der Droge, statt auf Ersatzmittel wie Methadon zu setzen und den Menschen eine Teilhabe an der Gesellschaft nicht zu verweigern.
Den Lesern die wg. einer legalen Vergabe um die Jugend besorgt sind möchte ich fragen, wem vertrauen sie ehr? Den heute den Stoff verteilenden Syndikaten oder einer staatlichen Kontrollinstutition.
Allerdings muss dann auch sicher gestellt sein, das Vergabezeiten und Arbeitszeiten nicht kollidieren. So wie es heute gehandhabt wird, ist ein Arbeitsleben, zumindest in einigen Regionen, für einen Süchtigen zeitl. nicht realisierbar. Da ist das stranden vor den Bahnhöfen der einzige Zeitverteib.
Die derzeitige Drogenpolitik ist dchon lange gescheitert.

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Lord Menial 19.03.2018, 20:13
6.

Zitat von mick richards
Da hat Keith Richards stets drauf geachtet. Er bekam durch jemanden von einem pharmahersteller immer reines heroin. Ungestreckt. Chemisch sauber. So konnte er sich immer sicher sein gleichbleibende qualität zu erhalten und zu dosieren.
Ah ja. Ach so. Und welcher "Pharmahersteller" soll "reines Heroin" bereitgestellt haben? Herstellung und Vertrieb der Substanz sind in allen Ländern illegal! Auf ein WWW-Märchen hereingefallen? Da es keinen legalen Markt für Heroin gibt, stellt es auch kein pharmazeutisches Unternehmen her.

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le.toubib 19.03.2018, 20:16
7. Wissen Sie:

Zitat von AZ1
Ich finde es zynisch und menschenverachtend, wie der Staat den Nutzern / Missbrauchern (je nach Sicht) von Drogen jegliche Qualitätsstandards verweigert. Wenn der Heroinanteil unkontrolliert schwankt, ist die Gefahr einer tötlichen Überdosis groß [...]
Wenn Junkies so geil auf das Zeugs sind und gebrauchtes, mit hoher Wahrscheinlichkeit HIV und/oder Hepatitis -B/C- verseuchtes Injektionsbesteck benutzen, statt sich in der Apotheke Neues zu kaufen - eine Nadel kostet je nach Grösse, 1 bis 3 Eurocent, die Spritze geht mit 5 - 8 Eurocent richtig ins Geld -, hält sich mein Mitleid doch sehr in Grenzen. Die haben andere Fachleute in meinem Beruf und diese bekommen wenigstens ordentlich Geld dafür!

Können Sie sich auch nur vorstellen, wie prickelnd das Gefühl ist, sich während der Arbeit mit einem einzigen Stich mit einer Hohlnadel HIV oder Hep. C einzufangen? Denn leider, ja, leider werden Patienten weder bei der Einlieferung - oder bei Elektiveingriffen noch viel früher - auf diese beiden Krankheiten getestet! Von mir aus könnte man dabei ja gleich noch nach MRSAs untersuchen, vor denen Max Musterpatient unverständlicherweise mehr Angst hat.

Und wovor wir Klinikpersonal Angst, zumindest höchsten Respekt haben, interessiert ja eh keinen! Glauben Sie etwa, wir tragen im Knochen-OP den Mundschutz mit Visier und zwei Paar Handschuhe übereinander nur wegen des Patienten?! Der ist wesentlich robuster, als man es glauben mag: Wenn ich mir vorstelle, wie oft mein Schweiss von meiner Stirn in offene Bäuche oder offene Brustkörbe tropfte, ohne dass es zu einer einzigen postoperativen Infektion kam ...

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friederike_j 19.03.2018, 20:39
8.

Zitat von Lord Menial
Ah ja. Ach so. Und welcher "Pharmahersteller" soll "reines Heroin" bereitgestellt haben? Herstellung und Vertrieb der Substanz sind in allen Ländern illegal!
Mit Verlaub: Sie haben keine Ahnung wovon Sie reden. Heroin wird unter der Bezeichnung Diamorphin nach wie vor hergestellt und ist in Deutschland seit 2009 sogar wieder verschreibungsfähig. Und in zahlreichen anderen Ländern war es immer verschreibungsfähig und wurde zur Schmerztherapie auch eingesetzt.

Diese Informationen hätten Sie problemlos mittels Google und/oder Wikipedia herausfinden können statt hier andere anzugehen.

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le.toubib 19.03.2018, 20:41
9.

Zitat von Lord Menial
[...] Da es keinen legalen Markt für Heroin gibt, stellt es auch kein pharmazeutisches Unternehmen her.
Sagen wir mal, nicht mehr her. Früher konnten Sie das einfach so, anfangs sogar ohne Rezept, bis 1931 in der Apotheke kaufen als Hustentropfen, nicht süchtig machendes, alternatives Schmerzmedikament zu Morphium sowie zur Ersatztherapeuticum bei Morphinisten [SIC] wie heute Methadon (wäre übrigens ein Klasse-Opioid-Schmerzmittel, würde man es nicht "missbrauchen") ...

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