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Drohende Milliardenschäden: Afrikanische Schweinepest kommt näher
DPA

Es gibt weder Medikamente noch eine Impfung: Von Osteuropa breitet sich die Afrikanische Schweinepest aus. Bauern warnen vor einem "katastrophalen Szenario", für abgeschossene Wildschweine gibt es Jagdprämien.

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ichwillauchmal 08.01.2018, 12:37
1. Der Bauernverband weiß aber schon wer das Problem verursacht hat:

Die Bauern selbst, die seit einigen Jahren durch die Energiemais- und Futtermais-Monokulturen den Wildschweinen Nahrung und Deckung in nie dagewesenem Ausmaß bieten.

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treime 08.01.2018, 12:41
2. Erklär mir mal einer...

... wie die Preise "verfallen" sollen, wenn ganze Bestände notgeschlachtet werden müssen. Die dürfen dann doch hoffentlich auf dem freien Markt verkauft werden. Davon ausgehend, dürfte Schweinefleisch dann halt mal exorbitant teuer - bzw. "unverfügbar" werden.

Wird sowieso Zeit, dass diese perverse Massenzucht ausgerottet wird. Aber genau wie die Automobil- wird auch die Agrarlobby von der Politik umgarnt. Verbraucher interessieren nicht.

Naja, wenn der Besserverdiener für seine Kids plötzlich Kalb- statt Schweineschnitzel kaufen muss, gibt es vlt. ein umdenken...

Der Staat sollte BIO fördern und auf Massentierhaltung Steuern erheben, deren kompletter Ertrag in die Förderung von BIO Fleisch gehen sollte.

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oneworldnow 08.01.2018, 12:49
3. Haben nun die

Wildschweine den Virus,oder werden jetzt die Wildschweine zusätzlich gejagd,damit sie den Virus nicht bekommen ? Ein sinnvollerer Schritt, die Ausbreitung im Rahmen zu halten ist sicher die Abschaffung der Massentierhaltung.

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SPONU 08.01.2018, 12:50
4. Die Bauern?

Zitat von ichwillauchmal
Die Bauern selbst, die seit einigen Jahren durch die Energiemais- und Futtermais-Monokulturen den Wildschweinen Nahrung und Deckung in nie dagewesenem Ausmaß bieten.
...oder doch der Verbraucher der seine Agrarprodukte doch bitteschön möglichst billig erwerben möchte, insb. Fleisch und Milch. Der Verbraucher der sich damit herausredet, dass nachhaltig produzierte Lebensmittel ja so teuer sind und er es sich schlicht nicht leisten kann. Das eigene Konsumverhalten anpassen? Unerhört und unmöglich! Die anderen sind schuld :)

Nicht die Tiere sind das Problem, sondern wir selbst.

Industrielle Nahrungsproduktion, globale Handels- und Transportwege und menschliche Ignoranz. Nach der Seuche ist vor der Seuche.

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nibortessel 08.01.2018, 12:50
5. Wenn die Tiere auf der Strecke bleiben

Klar, das schlimmste ist der Milliardenschaden für die Wirtschaft - vom leidenden und getöteten Tier keine Rede. Da sieht man mal, wie weit es die Entartung der industriellen Landwirtschaft gekommen ist. Nur um Geld und Gewinn geht es, nicht um Natur und Tier.
Es ist längst Zeit, die Massentierverwertungindustrie, die millionenfach quält und die Umwelt zerstört, endlich gezielt abzuschaffen. Die ganzen Steuergelder, die hierfür verbraten werden, sollte man in Alternativen stecken (zB Laborfleisch und vor allem nachhaltige ökologisch Produktion ohne Ackergifte) um dieses Elend zukünftig zu vermeiden. O Herr, schmeiß Hirn vom Himmel, damit man aufwacht. Töten um Geld zu sparen und Profit zu machen - moralisch höchst fraglich! Aber, so ist es ja überall....

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1759 08.01.2018, 12:51
6. Der falsche Ansatz

Wie immer, wenn in der Tierwelt etwas aus dem Ruder läuft, wird eine Jagd gefordert. Anstatt mal darüber nachzudenken, warum es die Landwirte so hart trifft. Der natürliche Feind des Wildschweins, der Wolf, ist unerwünscht. Er jagt im Rudel und sorgt für ausgeglichene Bestände. Das gleiche gilt auch für Rehe, aber das ist ein anderes Thema.
Dann die Massentierhaltung. So können sich Krankheiten überproportional ausbreiten. Ein Umdenken auf Seiten der Landwirte ist nicht in Sicht.

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foerster.chriss 08.01.2018, 12:55
7. Jetzt sollen die Wildschweine herhalten...

...dabei ist die Haltung der Hausschweine (und ihre Ansteckungsgefahr untereinander) viel größer.

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geranie.rose 08.01.2018, 12:55
8.

Die Sau gehört abgeknallt! Immer wieder gut:

https://www.youtube.com/watch?v=-D2mjbrcN3A

Wildschweinplage im Schrebergarten. Wenn es um Schweine geht, haben die Menschen es nicht einfach.

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Hirschkuh 48 08.01.2018, 12:56
9. Ich frage mich schon lange, warum immer wieder zu lesen ist,

dass zu viel Schwarzwild in unseren Wäldern und Neubaugebieten rumläuft und warum es nirgendwo Wildschwein zu essen gibt. Das dürfte sich dann bald erledigt haben. Ein Massensterben in Massenställen ist vielleicht wirklich notwendig, damit sich ein Lerneffekt einstellt. Wo Geldverluste sind, da zeichnet sich Einsicht ab. Ansonsten kann ich nur sagen: Ihr Menschen habt uns krank gemacht, jetzt müsst ihr unsere Krankheit essen. Verursacht wird das Problem nicht vom Ackerbau, sondern vom Verbraucher, der 1 Kilo totes Schwein für 3,33 EUR kaufen will. Denkt man mal darüber nach, was es bedeutet, wenn Schweinelende im Angebot ist? 2 Lenden = 1 Schwein.

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