Forum: Wissenschaft
Dünne Besiedelung: Wohnort irgendwo im Nirgendwo
Malaria Atlas Project/ University of Oxford

Wissenschaftler haben eine Weltkarte erstellt, die plastisch zeigt, in welcher Entfernung zu Ballungszentren - und damit auch Schulen oder medizinischer Versorgung - viele Menschen leben: Wo es rot ist, wird's einsam.

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Cyman 11.01.2018, 06:29
1. Brasiliens Westküste?

"In Brasilien ist die Westküste dicht bevölkert, besonders um São Paulo herum sind die Wege kurz."

Dass Brasilien eine Westküste hat, das war mir bisher unbekannt - es sei denn, man meint die Westküste des Atlantiks - dann sollte man dies aber auch so schreiben, ansonsten ist es nicht korrekt.

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beoHRO 11.01.2018, 06:57
2.

Kommt es mir nur so vor, oder wird Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin ebenfalls nicht als Stadt angesehen? Der rote Bereich südlich von der Insel Poel sollte nicht so groß sein, wie er dargestelt wird. Und Schwerin müsste eigentlich ein weißer bzw. grüner Punkt sein, doch dort ist einfach nichts verzeichnet.

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beoHRO 11.01.2018, 07:01
3.

Kommt es mir nur so vor, oder wird Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin ebenfalls nicht als Stadt angesehen? Der rote Bereich südlich von der Insel Poel sollte nicht so groß sein, wie er dargestelt wird. Und Schwerin müsste eigentlich ein weißer bzw. grüner Punkt sein, doch dort ist einfach nichts verzeichnet.

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Haywood Ublomey 11.01.2018, 07:26
4. Unglaublicher Murks

Die Karten liefern nur die Bevölkerungsdichte, mehr geben sie nicht her. Oder glaubt jemand, im völlig übervölkerten, aber bettelarmen Ganges-Delta hätten die Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung, nur weil dort die Siedlungen und Städte ineinander übergehen? Oder es sei irgendwie relevant, ob man inmitten der Sahara oder des grönländischen Inlandeises zur Schule gehen könnte, wenn dort Menschen lebten? Im dünn besiedelten Nordschweden hingegen kommt der Arzt mit dem Hubschrauber oft schneller als sich ein Krankenwagen durch den Stau einer Großstadt in einem Schwellenland kämpft.

Für solche Wissenschaft wurde der Ig-Nobelpreis gestiftet. Aber bestimmt gibt es dafür Fördermittel aus irgendwelchen UNO-Töpfen. :-(

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toeng15 11.01.2018, 07:33
5. Fragwürdige Messmethode?

...also wenn ich sehe, dass es nach diesem Atlas in Deutschland zwischen Berlin und Rostock keine größere Ansiedlung - mit z.B. Kinderarzt und Bibliothek geben soll, stelle ich die gesamte Herangehensweise in Frage. Die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern ist demnach keine Stadt im Sinne der Forscher, genauso fallen Greifswald als Universitätsstadt und Wismar und Neubrandenburg durchs Raster.
Wenn im Norden Afrikas genauso gemessen wurde, ergibt sich daraus genau garnichts.

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Alfons Emsig 11.01.2018, 07:53
6. Fehlt etwas?

Wird die Forschungsarbeit im Artikel vielleicht nur unzureichend beschrieben? Was genau wird mit diesen Bildern erklärt? Die Aussage: Je weiter weg man von einer Großstadt lebt, desto länger ist man dorthin unterwegs, kann es ja wohl nicht sein.

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timetostandup 11.01.2018, 07:57
7. interessanter Überblick

für Forschungszwecke. Aber für eben jenen betroffenen Teil der Bevölkerung oft fernab der Realität. Denn die Reisezeit zum nächsten Ballungszentrum hängt von den verfügbaren Mitteln ab. Wer kein Geld hat läuft und erfährt nicht den Luxus der 'schnellsten Verbindung' gemäß Google maps. Damit verschiebt sich die zeitliche Nähe zur nächsten Stadt nochmal erheblich, insbesondere in Afrika.

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dbeck90 11.01.2018, 08:09
8. Abm

Die gesamte Karte hätten ein paar Kids aus der Schule im Zusammenhang mit Google street view/ google maps besser erstellen können. Was ist daran die Forschungsarbeit? Oder bin ich einfach nur zu pessimistisch?

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freigeistiger 11.01.2018, 08:47
9. fossile Ideologie

Dass ist fossile Ideologie. Das Wohl von Menschen hängt nicht hauptsächlich ab von möglichtst viel Straßen und industriellen Gütern. Dass ist BWL-Wohlstand. Wirklich wichtig sind gesicherte Lebensverhältnisse. Dazu gehören das soziale Umfeld, die politischen Verhältnisse und gesicherte ökonomische Verhältnisse. Westliche Großstadtverhältnisse als dass allein selig Machende anzusehen hat schon für viel Leid und Verwerfungen bei Menschen und Gesellschaften gesorgt, wodurch es vielen Menschen anschließend schlechter ging. Viele Hilfsprojekte können als Negativbeispiele angeführt werden.

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