Forum: Wissenschaft
Eiszeit-Studie behauptet: Mammuts starben an nassen Füßen
imago/StockTrek Images

War es der Mensch oder war es das Klima? Die Gründe für das Aussterben der eiszeitlichen Megafauna sind umstritten. Eine neue Studie sagt nun: Es war Schmelzwasser, das den Boden zum Schwamm machte.

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D. Brock 19.04.2017, 19:43
1. Das kommt mir ...

.. eher fragwürdig vor. Hier wird unterschlagen, dass es nicht nur die letzte Eiszeit, sondern eben mehrere Eiszeiten in den letzten Millionen Jahren gegeben hat. Es bleibt unklar, warum die Megafauna zuvor überlebt hat und gerade bei der letzten Eiszeit an "nassen Füßen" ausgestorben ist. Auch bleibt die Frage offen, warum die Tiere bei sich ungünstig verändernden Lebensbedingungen nicht in günstigere Gefilde auswandern.
Zudem sollte bei solchen Forschungen berücksichtigt werden, dass das Aussterben von Tierarten selten monokausal ist.
Dennoch interessante Ergebnisse: Es lässt sich z. B. gut vorstellen, dass die sich Tiere sehr wohl an neue Nahrung anpassen konnten. Aber solche Anpassungen benötigen entsprechend Zeit, welche zweifellos unter Dezimierung des Bestands einhergeht (z. B. durch Mangelernährung der Neugeborenen). Wenn dann gleichzeitig gejagt wird und z. B. durch sumpfiges Gebiet Flucht, aber auch Verteidigung für die Tiere schwieriger war, kann die genannte Begründung zumindest als Teilursache weiterdiskutiert werden. Dieser würde zumindest erklären, warum vorangegangen Eiszeiten von der Megafauna überlebt werden konnten.

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oelfinger 19.04.2017, 20:19
2. Daß das Ende der Eiszeit

und die damit zusammenhängenden veränderten Umweltbedingungen (statt Schnee nur noch Regen, keine wasserabweisende Behaarung, etc) für das Aussterben z. B. der Mammuts verantwortlich sein könnte stand Anfang der 80er schon in Peter Moosleitners Interessantem Magazin (PM)

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Das Pferd 19.04.2017, 20:32
3.

Zitat von oelfinger
und die damit zusammenhängenden veränderten Umweltbedingungen (statt Schnee nur noch Regen, keine wasserabweisende Behaarung, etc) für das Aussterben z. B. der Mammuts verantwortlich sein könnte stand Anfang der 80er schon in Peter Moosleitners Interessantem Magazin (PM)
was nu? Fehlende Gummistiefel oder fehlender Friesennerz? Ist immerhin ein Unterschied.

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Steini 19.04.2017, 21:31
4. Gegenposition

Seltsam, diese Versuche die Menschen davon frei zu sprechen, aber warum nicht.

Hier geht es ja nur um Vermutungen um das Verschwinden einer Art.
Wobei es ja in Wahrheit um viele Großtierarten geht.

Den der Haken ist ja das viele Eiszeiten kamen und gingen und erst nach der letzten verschwanden zufällig die Großtiere als der moderne Mensch zur Stelle war.

Was sich ebenso zufällig, überall wiederholte wo der Mensch auftauchte und das auch zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten.
Es war immer wieder das Gleiche bei hunderten von Großtierarten.

Gehört eigentlich zum Grundwissen, aber so lange die Mehrheit der Menschen an Götter, Schöpfung und hohe menschliche Vernunft glaubt, wird es sich kaum durchsetzen.
Wäre aber wichtig um aus dem Wissen zu lernen.

Ein Biologe schrieb einmal, das er seinen Studenten dann sagen würde, diese Arten wären von einem "schwarzen Loch" verschluckt worden.
Einem Loch zwischen Nase und Kinn.

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oelfinger 19.04.2017, 22:14
5. Steini,

es sollen schon Großtierarten ausgestorben sein, da waren die Vorläufer des Menschen noch garnicht existent.

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karl-felix 19.04.2017, 23:36
6. Na,ja

Zitat von D. Brock
.. Wenn dann gleichzeitig gejagt wird und z. B. durch sumpfiges Gebiet Flucht, aber auch Verteidigung für die Tiere schwieriger war,
kein Mensch war in der Lage physisch ein Mammut zu jagen .
Das ging nicht. Der Mensch konnte nur warten , bis er ein totes Mammut fand, wenn er Lust auf Mammut hatte. .
Die Wahrscheinlichkeit war aber äusserst gering. Es gab schätzungsweise auf 300 Quadratkilometer in Europa zum Ende der Eiszeit einen einzigen Menschen , der überhaupt physisch jagen konnte und der wäre jedem Mammut davongelaufen so schnell er konnte. Diese 300 Quadratkilometer wurden aber vermutlich in 100 Jahren nicht von einem einzigen Mammut betreten. Die Jagdfähigkeit des Menschen beschränkte sich aber auf maximal 20 Jahre. Ein Lottogewinn heute ist häufiger als die Begegnung eines Jägers mit einem Mammut . Und so wie es Lottogewinne gab, gab es auch mal einen Jäger der ein Mammut traf im Laufe seines Lebens und der ist schnell weggelaufen .

Selbst Sie in Ihrem Übermut würden heute nicht mit einem Stock auf einen Elefantenbullen losgehen . Wenn Ihr Gehirn soweit entwickelt ist wie das der damaligen Steinzeitmenschen würden Sie warten, bis der Bulle ein Nashorn totgetreten hat und sich dann mit Ihrem Faustkeil über das tote Nashorn hermachen .
Ihre Überlebenschance war Ihr Gehirn , nicht ein Tier zu jagen das das Vielfache an Kampfkraft eines Elefantenbulle besitzt.
Mit Ihrer Vorstellung hinter einem Mammut herzumachen , wäre die Menschheit vor 10.000 Jahren ausgestorben, das gabs nur in Comics .

Haben Sie einfach mal den Mut, sich Ihres eigenen Verstandes zu bedienen . Warum in drei Teufels Namen hätte ein Mammut vor einem Steinzeitmenschen fliehen sollen ? Vor Ihnen flieht z.B. noch nicht einmal ein Ziegenbock. Jedes Mammut wußte, das von dem Menschen keine Gefahr drohte. Auch Sie würden nicht vor einer Maus durch Sümpfe fliehen . Nicht wenn Ihr Gehirn soweit entwickelt ist wie das eines Neandertalers. .

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Miere 20.04.2017, 00:14
7. Das ist aber nicht neu.

Dieser Klimawandel ist schon lange bekannt. Es war auch nicht der erste dieser Art. Es gab ja mehrere Kalt- und Warmzeiten, und die Tierpopulationen sind immer wieder bei dem Wechsel eingebrochen. Aber - vielleicht abgesehen vom Höhlenbären - haben die Tiere sich aus kleinen Restpopulationen erholen können. Es ist doch ziemlich abwegig, dass es in ganz Nordamerika nirgendwo eine Weide für ein paar hundert Pferde gegeben haben soll, zum Beispiel, oder?
Es stimmt ja auch ganz eindeutlig nicht, dass der Klimawandel die Mammuts ausgerottet hätte. Denn auf der Wrangel-Insel haben sie den um einige Jahrtausende überlebt. Warum sonst nirgends? Sollte in der ganzen riesigen Landmasse Asiens nirgends ein Fleckchen gewesen sein, wo sie noch stehen konnten?

Die Großtiere sind auch nicht überall zugleich ausgestorben, sondern in Australien viel früher als in Amerika. "Zufälligerweise" nicht eher, als dort Menschen hin kamen.

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karl-felix 20.04.2017, 00:17
8. Nein

Zitat von Steini
Seltsam, diese Versuche die Menschen davon frei zu sprechen, aber warum nicht. Hier geht es ja nur um Vermutungen um das Verschwinden einer Art. Wobei es ja in Wahrheit um viele Großtierarten geht. Den der Haken ist ja das viele Eiszeiten kamen und gingen und erst nach der letzten verschwanden zufällig die Großtiere als der moderne Mensch zur Stelle war. Was sich ebenso zufällig, überall wiederholte wo der Mensch auftauchte und das auch zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten. Es war immer wieder das Gleiche bei hunderten von Großtierarten. Gehört eigentlich zum Grundwissen, aber so lange die Mehrheit der Menschen an Götter, Schöpfung und hohe menschliche Vernunft glaubt, wird es sich kaum durchsetzen. Wäre aber wichtig um aus dem Wissen zu lernen. Ein Biologe schrieb einmal, das er seinen Studenten dann sagen würde, diese Arten wären von einem "schwarzen Loch" verschluckt worden. Einem Loch zwischen Nase und Kinn.
der Mensch hat das Mammut nicht ausgerottet.
Man muss sich von dem puren Blödsinn verabschieden: Jäger wirft Speer, Mammut fällt tot um .
Ein Familienverband mit 2 Jägern schaffte kein Mammut . Weder zu töten noch zu essen .

Mit viel Glück fanden die ein totes/verletztes Mammut oder erwischten ein neu geborenes an einer Wasserstelle.
Dann mussten sie aber höllisch aufpassen , denn gegen die Mutter half kein Speer. Kein Jäger konnte durch die 4 cm dicke Haut stechen , das war für ein Mammut so wie heute für uns ein Mückenstich. Da gabs für den Stecher einen Tritt in den Hintern oder eins mit dem Stosszahn .

Todesmutiger , junger, speerschwingender Steinzeitjäger stürzt sich auf Mammut und sticht das tot , das ist also Hollywood, macht sich aber in einem Spon Forum gut..

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MtSchiara 20.04.2017, 00:55
9. vor dem Vorläufer des Menschen

Zitat von oelfinger
es sollen schon Großtierarten ausgestorben sein, da waren die Vorläufer des Menschen noch garnicht existent.
In der Tat gab es noch keine Menschenaffen, als vor 65 Millionen Jahren alle Dinosaurierarten mit Ausnahme der Vögel innerhalb von 30 Jahren durch eine einem Meteoriteneinschlag folgende Kaltperiode ausgelöscht wurden. Denn es sind eher die Kaltperioden, die zu Artensterben führen, als die Warmperioden.

Und der Versuch, die Schuld am Aussterben der Großsäuger vom Super-Predator Mensch weg dem Klima in die Schuhe zu schieben, wirkt schon sehr politisch motiviert. Es scheint hier vor allem darum zu gehen, den aktuellen Klimawandel zu dramatisieren, damit mehr Geld für "Klimaforschung" und "Klimarettung" frei gemacht wird, und damit die Politik "motiviert" wird, "Klimarettungsgesetze" zu verabschieden.

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