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Entdecker der Gravitationswellen: Einsteins Erben
T. Dietrich/ MPI für Gravitationsphysik/ R. Haas/ NCSA

Der Physik-Nobelpreis 2017 ist ein später Triumph für Albert Einstein - und der Erfolg von mehr als tausend Forschern, denen gemeinsam der Nachweis von Gravitationswellen gelang.

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curiosus_ 03.10.2017, 17:18
1. Das prinzipielle Messprinzip...

...stammt nicht aus den Sechzigern des letzten Jahrhunderts. Das ist schon viel älter, das stammt von dem deutsch-amerikanischen Physiker Albert A. Michelson ([URL=https://de.wikipedia.org/wiki/Michelson-Interferometer]Michelson-Interferometer[/URL) und wurde 1881 erstmalig von ihm in Potsdam eingesetzt.

Und schon dieser wollte damit eine Asymmetrie nachweisen, nämlich die von der postulierten Anwesenheit des Äthers als Träger des Lichtes hervorgerufene (Michelson-Morley-Experiment). Hätte Michelson schon damals die Auflösung von Ligo gehabt hätte er schon damals (bei entsprechender Ausdauer) Gravitationswellen gefunden. Nur war in diesem Fall der Theoretiker (Einstein) schneller als der Experimentator. Manchmal ist es andersrum, wie z.B. bei der Entdeckung des Quanten-Hall-Effekts (Klaus von Klitzing, Physik-Nobelpreis 1985).

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ich-geb-auf 03.10.2017, 18:24
2. Was Einstein wohl heute alles könnte?

Was Einstein wohl heute alles entdecken könnte mit den techn. Mitteln die nun zur Verfügung stehen.
Ich finde es sehr sehr beachtenswert und bin fast ungläubig wie er so etwas vor mehr als 100 Jahren schon vermuten / entdecken konnte.

Respekt an A.E.

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guillermo_emmark 03.10.2017, 19:03
3. ¿?

Eins versteh ich nicht:

"Die Kolosse mit 36 beziehungsweise 29 Sonnenmassen fusionierten zu einem neuen, 62 Sonnenmassen schweren Schwarzen Loch."

Bedeutet das, dass sie bei ihrer Fusion 3 Sonnenmassen verloren haben? Und wo sind die geblieben?

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Zitrone! 03.10.2017, 19:27
4.

Zitat von guillermo_emmark
Eins versteh ich nicht: "Die Kolosse mit 36 beziehungsweise 29 Sonnenmassen fusionierten zu einem neuen, 62 Sonnenmassen schweren Schwarzen Loch." Bedeutet das, dass sie bei ihrer Fusion 3 Sonnenmassen verloren haben? Und wo sind die geblieben?
Genau diese drei Sonnenmassen wurden als Energie in Form von Gravitationswellen abgestrahlt. (E = mc^2)

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dondon 03.10.2017, 20:16
5. Einstein

Einstein, seit eh und je ein Wahnsinnswissenschaftler. So einen gibt es nur einmal pro Jahrhundert. Schade, dass die genannten Physiker, welche eine musterhafte Arbeit abgeliefert haben in der Bestätigung der Einsteintheorie, dennoch weitgehend dem großen Publikum unbekannt bleiben werden, während der englische Physiker Hawkins, trotz fehlenden Erfolgen und zahllosen nachgewiesen falschen Theorien, im Mainstream als wichtigste Persönlichkeit in dem Bereich wahrgenommen wird. Sein Buch " Eine kleine Geschichte der Zeit" hat natürlich einen schönen Namen, inhaltlich empfand ich es immer als Zumutung. Einsteins Theorien hingegen werden sogar heute noch belegt. Schade, dass er nicht auf heutige Methoden Zugriff hatte.

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sikasuu 03.10.2017, 20:18
6. Für die bahnbrechenden Ideen SRT/ART hat Einstein keinen Nobelpreis...

... bekommen können. Er bekam den für die "Grundlagenforschung über Digitalkamera & des TV" :-) genauer gesagt für seine Arbeit über den "photoelektrischen Effekt".
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein
.
Für den "Bau einer genauen Schieblehre" um das, was Albert E. vor gedacht & theoretisch vorhergesagt hat, zu messen, gibt es einen? So ändern sich die Zeiten.
.
Gönne ich den Forschern ja, sie haben wohl ein ganz neues "Messgerät gebaut" das wohl noch weiter spannende Daten leifern wird, doch irgendwo sind die Entscheidungen des Nobelkomitees manchmal schwer zu begreifen.

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Newspeak 03.10.2017, 20:24
7. ...

Zitat von ich-geb-auf
Was Einstein wohl heute alles entdecken könnte mit den techn. Mitteln die nun zur Verfügung stehen. Ich finde es sehr sehr beachtenswert und bin fast ungläubig wie er so etwas vor mehr als 100 Jahren schon vermuten / entdecken konnte. Respekt an A.E.
Da gibt es verschiedene Antwortmoeglichkeiten:

a) Einstein waere heute ein unbekannter Physiker, weil seine Theorie schon von jemand anderem entdeckt wurde.

b) Einstein waere Physiker, bekaeme aber keine dauerhafte Stelle, wegen zu wenig Publikationen oder zu wenig Zitaten oder keinem DFG Antrag, mangelnden Beziehungen usw. usw., all den Dingen mit denen sich heutige Nachwuchsforscher herumschlagen muessen. (Tatsaechlich koennte der historische Einstein mitreden...hat er doch selber zuerst keine Stelle an einer Uni gefunden und musste bis zum annus mirabilis am Patentamt herumlungern).

c) Weil Einstein Theoretiker war, waeren die Bedingungen soviel anders heute nicht. Natuerlich gab es auch theoretische Fortschritte, aber die nutzen einem nur was, wenn man gut in Mathematik ist. Einstein war aber schon gut darin (nicht perfekt, denn selbst er brauchte die Hilfe von professionellen Mathematikern, aber Einsteins gut ist eben fuer den Durchschnitt schon sehr viel).

So oder so, vermutlich wuerde man Einstein heute nicht kennen. Weil naemlich bei allem Genie auch der richtige Ort und die richtige Zeit dazugehoert und Zufall und Glueck und die meisten Entdeckungen fuer die man den passenden Hintergrund mitbringt nur einmal gemacht werden.

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willibaldus 03.10.2017, 20:38
8.

Der Einstein war ein Grosser, keine Frage. Er und seine Theorien kamen aber keineswegs aus dem Nichts. Andere waren auch nahe dran.
Ich empfehle als verständliche Zusammenfassung für Nichtphysiker "Das Geheimnis der Quantenwelt" wo die beteiligten Personen, die die moderne Physik entwickelt haben und ihr Beitrag dazu vorgestellt werden.
Es erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit oder Unfahlbarkeit um das vorweg zu nehmen.

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carinanavis 03.10.2017, 20:43
9. der heilige einstein

sobald jemand auch nur Einstein erwähnt, glaubt jeder Laie alles und ein Großteil der Wissenschaftler ebenso. In den Biowissenschaften genügt es, das Wort "Darwin" zu nennen und sofort ist jegliche Kritikfähigkeit ausgeschaltet.

Nun aber mal zu den Tatsachen: https://www.theguardian.com/science/across-the-universe/2016/jan/12/gravitational-wave-detection-could-be-a-false-alarm
Die Gravitationswellen wurden nicht im Sinne guter wissenschaftlicher Praxis reproduzierbar gemessen, oder gar durch eine unabhängige Methode bestätigt. Es kann gut sein, dass einfach nur wieder Noise/rauschen gemessen wurde, aber da fehlt den sensationsgeilen US-Wissenschaftlern und Medien wie dem SPON jedes Kritikvermögen. Die beteiligten Wissenschaftler hatten sich sogar durch ein absichtlich erzeugtes Testsignal täuschen lassen und dazu drei wissenschaftliche Publikationen geschrieben. Wenn es jetzt schon einen Nobelpreis dafür gibt, ist dies extrem verfrüht, abgesehen davon, dass die bahnbrechende Technologie für die Detektoren in Deutschland entwickelt wurde, was nicht im geringsten bei der Preisverleihung berücksichtigt wurde.

Der SPIEGEL fürchtet sich offenbar vor meinen kritischen Worten und wird wohl wie schon zuvor das Posting unterdrücken.

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