Forum: Wissenschaft
Erdähnliche Planeten bei Trappist-1: "Hubble" findet Hinweise auf Wasser
ESO / N. Bartmann / spaceengine.org.

Der Zwergstern Trappist-1 gilt als Top-Kandidat für die Suche nach einer zweiten Erde. Nun zeigen Untersuchungen des "Hubble"- Teleskops, dass es tatsächlich Wasser auf der Oberfläche von gleich drei Exoplaneten dort geben könnte.

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permissiveactionlink 01.09.2017, 14:11
1. Nur 40 Lj entfernt !

Toll ! Die Voyager-Sonden haben sich in 40 Jahren gerade mal eben so um einen halben Lichttag von der Erde entfernt. wären zu Trappist1 also nur lächerliche 1.680.000 Jahre unterwegs. Schön, dass man zu diesen weltbewegenden Hubble-Erkenntnissen auch noch einen Kommentar abgeben kann, wo die Elemente Wasserstoff und Sauerstoff doch in beinahe jeder galaktischen Gaswolke vorkommen und in Riesenmengen bei jeder Supernova gebildet werden.Es würde mich eher wundern, wenn die da kein Wasser fänden ! Könnte, sollte, müsste, würde, hätte, hätte Fahrradkette ! Der Bericht über das Aussterben der Schuppentiere und das Auffinden von Schuppen getöteter Schuppentiere im Tonnenmaßstab (!!!) war SPON aber kein Diskussionsforum wert. Irgendwie geraten die Relationen des für uns Relevanten aus dem Lot. Als Hobbyastronom und Biologe macht mich das unendlich traurig ! Wir verwursten unsere seltensten Mit"geschöpfe" und träumen von fernen, unerreichbaren Welten mit Wasser. Falls es dort Leben gibt, hoffentlich kommen wir dann nie da hin !

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Sissy.Voss 01.09.2017, 14:26
2. Fast 8 Mrd Jahre alt

Das Trappist-1 System soll fast 8 Mrd. Jahre alt sein. Wenn das so ist, dann haben die Planeten dort ein paar Montage mehr Zeit gehabt, um Leben hervorzubringen, als die gute alte Erde. Wenn dann Wasserdampf das einzige ist, das auf die MÖGLICHKEIT von Leben hinweist, dann stehen die Chancen dort zum Empfang einen anständigen Kaffee zu bekommen verdammt gering. Aber gemach - gleich kommen die Optimisten und die Postapokalyptiker, wetten?

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MannAusmNorden 01.09.2017, 14:35
3. Ja wow... und was machen wir jetzt?

Also die Frage beantwortet sich alleine schon aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung: Es gibt genug Planeten dass wir auch mit einer 0,00001%-Warhscheinlichkeit nicht alleine sind.

Die Frage ist nur: Was machen wir mit so einem Planeten? Bauen wir uns wirklich irgendwann ein "Generationenschiff" und fliegen da rüber? Was machen die Leute, wenn es unterwegs mal eine Kollision mit was großem gibt? Machen wir uns keine Illusionen: bevor wir nicht ein gigantisches Schiff bauen (Größenordnung 1 Million Menschen), das gut panzern (in einen Asteroiden einbauen) und die dann einfach los schicken a´la "so long and thanks for all the fish", wird es nix.

Irgendwann wird es das vielleicht geben, aber ich gebe der Menschheit eher die Chance sich vorher selbst in die Vergessenheit zu bomben... so traurig es klingt, aber die Menschheit sollte sich erstmal darum kümmern.

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jensrenner 01.09.2017, 14:51
4. @2 Sissy.Voss

Falls das Leben dort ähnlich "intelligent" war wie auf der Erde, dann hat sich das Problem womöglich um das Jahr Jahr 7.000.002.100 von selbst erledigt, und der Planet hat nun seit rund 1 Mrd. Jahre wieder seine Ruhe. Fast schon wieder beruhigend zu wissen.

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zeichenkette 01.09.2017, 14:55
5.

Zitat von MannAusmNorden
Also die Frage beantwortet sich alleine schon aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung: Es gibt genug Planeten dass wir auch mit einer 0,00001%-Warhscheinlichkeit nicht alleine sind. Die Frage ist nur: Was machen wir mit so einem Planeten? Bauen wir uns wirklich irgendwann ein "Generationenschiff" und fliegen da rüber? Was machen die Leute, wenn es unterwegs mal eine Kollision mit was großem gibt? Machen wir uns keine Illusionen: bevor wir nicht ein gigantisches Schiff bauen (Größenordnung 1 Million Menschen), das gut panzern (in einen Asteroiden einbauen) und die dann einfach los schicken a´la "so long and thanks for all the fish", wird es nix. Irgendwann wird es das vielleicht geben, aber ich gebe der Menschheit eher die Chance sich vorher selbst in die Vergessenheit zu bomben... so traurig es klingt, aber die Menschheit sollte sich erstmal darum kümmern.
Was wir damit machen? Ganz einfach: Forschen. Man kann z.B. das von den Planeten reflektierte Licht isolieren, um über das Spektrum die Zusammensetzung der Atmosphäre herauszufinden. Aber klar, für alle, die immer nur wissen wollen "kann ich das essen?" und alles für sinnlos und uninteressant halten, was sie nicht essen, anfassen oder sonstwie benutzen können, ist das alles völlig sinnlos. Für andere ist das aber interessante und bahnbrechende Forschung, mit der wir mehr über das Universum herausfinden.

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Markus Landgraf 01.09.2017, 14:59
6. Klar kommen wir dahin

Zitat von permissiveactionlink
Toll ! Die Voyager-Sonden haben sich in 40 Jahren gerade mal eben so um einen halben Lichttag von der Erde entfernt. wären zu Trappist1 also nur lächerliche 1.680.000 Jahre unterwegs.
Ist ja auch klar: Voyager sind seit dem Start antriebslos, also ballistisch (mal von Bahnkorrekturmanövern abgesehen). Für interstellare Reise bräuchte man einen permanenten Antrieb. Sagen wir mal: 1 Jahr (~30Millionen Sekunden) lang mit einfacher Erdschwerkraft (~10 m pro Sekunde^2) beschleunigen bedeutet 300 Millionen Meter pro Sekunde zu erreichen. Das ist Lichtgeschwindigkeit! Natürlich ist die Energiemenge für solch ein Unterfangen gewaltig. Kommt jetzt noch Einstein ins Spiel, können wir noch hinzufügen, dass die Eigenzeit für die Besatzung extrem verlangsamt wird (mit dem Faktur Wurzel von 1-v/c), so dass man locker in 5 Minuten bei Trappist-1 sein kann. Auf geht's!

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Sissy.Voss 01.09.2017, 15:03
7. Danke...

Zitat von jensrenner
Falls das Leben dort ähnlich "intelligent" war wie auf der Erde, dann hat sich das Problem womöglich um das Jahr Jahr 7.000.002.100 von selbst erledigt, und der Planet hat nun seit rund 1 Mrd. Jahre wieder seine Ruhe. Fast schon wieder beruhigend zu wissen.
Das war er, der erwartete Postapokalyptiker. Fehlt nur noch der subtile Witz, wo ein Planet den anderen fragt: du siehst schlecht aus, was hast du? ;- )

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Alderamin 01.09.2017, 15:10
8.

Zitat von permissiveactionlink
Nur 40 Lj entfernt ! Toll ! Die Voyager-Sonden haben sich in 40 Jahren gerade mal eben so um einen halben Lichttag von der Erde entfernt. wären zu Trappist1 also nur lächerliche 1.680.000 Jahre unterwegs.
Als Hobbyastronom sollten Sie aber wissen, dass 40 Lichtjahre nahe genug sind, die Planeten mit der nächsten Generation von Teleskopen (EELT, TMT, GMT, vielleicht schon JWST) direkt abbilden zu können und ihre Spektren zu nehmen. Das wiederum sollte Sie als Biologen interessieren, weil sich auf diese Weise Marker für biologische Aktivität (Sauerstoff in Kombination mit Methan) nachweisen lassen könnten, der erste handfeste Beleg für die Existenz von (mikrobiellem) Leben auf einem anderen Planeten. Das würde uns wiederum verraten, ob unsere Erde nur durch einen glücklichen Zufall bewohnt ist, oder ob das häufig der Fall ist (darüber können wir bisher nur spekulieren). Man erforscht also Exoplaneten auch, um etwas über die Erde zu erfahren. Da hin zu fliegen, davon träumen nur Phantasten, das interessiert keinen aktiven Forscher.

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Sissy.Voss 01.09.2017, 15:11
9. Ich liebe Untertreibungen...

Zitat von Markus Landgraf
Ist ja auch klar: Voyager sind seit dem Start antriebslos, also ballistisch (mal von Bahnkorrekturmanövern abgesehen). Für interstellare Reise bräuchte man einen permanenten Antrieb. Sagen wir mal: 1 Jahr (~30Millionen Sekunden) lang mit einfacher Erdschwerkraft (~10 m pro Sekunde^2) beschleunigen bedeutet 300 Millionen Meter pro Sekunde zu erreichen. Das ist Lichtgeschwindigkeit! Natürlich ist die Energiemenge für solch ein Unterfangen gewaltig. Kommt jetzt noch Einstein ins Spiel, können wir noch hinzufügen, dass die Eigenzeit für die Besatzung extrem verlangsamt wird (mit dem Faktur Wurzel von 1-v/c), so dass man locker in 5 Minuten bei Trappist-1 sein kann. Auf geht's!
*Natürlich ist die Energiemenge für solch ein Unterfangen gewaltig.* Ich liebe solche Untertreibungen, denn *kommt jetzt noch Einstein ins Spiel*, dann wird die Masse nahe der Lichtgeschwindigkeit unendlich groß und die Rechnung für den Energieerzeuger auch. Is also nix mit Lichtgeschwindigkeit. Klasse, das war der erste Wurmloch-Optimist, wie angekündigt.

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