Forum: Wissenschaft
Erste Hilfe bei Hunden: Immer an die Maulschlinge denken
Steve Przybilla

Bisswunden, Vergiftungen, Autounfälle: Wenn Hunde medizinisch versorgt werden müssen, wissen ihre Besitzer oft nicht weiter. Beim Erste-Hilfe-Kurs werden ihre Fragen beantwortet.

Seite 1 von 2
trimalchio 07.08.2017, 11:39
1. Wen muss ich retten?

Gestern Abend, auf dem Rasen vor dem Haus, brachte mein Kater eine im Garten gefangene Maus. Versuchte das schwer verletzte Tier zum Laufen zu bringen, in dem er sie anstieß, durch die Luft warf. Versuchte es damit hineinzubeißen, unter ihrem heftigen Schreien hörte man die Knochen brechen. Erstaunlicher Weise konnte sie immer noch robben. So ging das weiter, bis er ihr den Kopf abbiss und dem Leiden ein Ende machte.
Meine Fragen: hätte ich die Maus retten müssen? Den Notruf wählen? Hätte ich die Maus töten dürfen (um das Leiden zu beenden), oder hätte ich die Maus vom Tierarzt einschläfern lassen müssen?
Wenn es die Maus "nicht wert" wäre, dann ein vielleicht ein Hamster? Eine Katze? Oder erst ein Hund? Oder erst ein durch Familieneingliederung hinreichend vermenschlichter Hund?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
trolland_dump 07.08.2017, 12:06
2. @trimalchio

Haben Sie auch nur eine Sekunde an die Milben gedacht,die auf der Maus wohnen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
albus_severus 07.08.2017, 12:46
3. Schlecht recherchiert

Ich finde es journalistisch fragwürdig, dass hier der Anschein erweckt wird, als hätte EINE Hilfsorganisation (hier die Johanniter) das Angebot "Erste Hilfe am Hund" erfunden. Bei uns bietet das der Arbeiter-Samariter-Bund schon lange an!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spontanistin 07.08.2017, 12:46
4. Interessante Prioritäten!

Wie wäre es mal mit der Forderung nach artgerechter Tierhaltung - auch in den Städten? Es ist schon pervers wie Haustiere als Kinderersatz herhalten müssen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mol1969 07.08.2017, 12:50
5. Geistreiche Kommentare hier #1 und #2

Was wollen Sie damit suggerieren? Dass ein Erste-Hilfe-Kurs für Hunde übertrieben und Blödsinn ist? Hätten Sie tatsächlich einen Kater würden Sie diese Frage nicht stellen.

Ich habe vor einiger Zeit einen Hund verloren, nicht durch einen Unfall, sondern einfach nur aufgrund seines Alters. Und glauben Sie mir: wenn Sie 10 oder 15 Jahre mit einem Haustier zusammenwaren, tut das fast genau so weh, wie der Verlust eines Menschen.

Ich begrüße diese Kurse, denn im Ernstfall kommt kein Rettungswagen, sondern man kann dem Tier nur selber helfen und es dann so schnell wie möglich zum nächstgelegenen Tierarzt bringen.
Würde in meiner Nähe ein Kurs angeboten, so würde ich teilnehmen.
Und bevor jetzt der Aufschrei kommt: an einem "normalen" Erste-Hilfe-Kurs für Menschen habe ich erst vor gut einem Jahr teilgenommen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
prizma 07.08.2017, 12:54
6. auf den Hund gekommen

beim letzten Ersthelfertraining berichtete der Dozent davon das ein Erste Hilfe Kurs fürs Haustier "ausgebucht" sei und das bei Kosten von 30-45 € pro Kurs... wo hingegen niemand von den Hundehaltern Interesse zeigte einem "kostenfreien" Erste Hilfe Kurs für den Mensch zu belegen.. Mach dich schlau da liegt deine Frau...oder mach dich ran..da liegt dein Mann ...die sind wahrlich auf den Hund gekommen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
trolland_dump 07.08.2017, 13:32
7. @mol1969

Löblich dass Sie den ersten-Hilfe-Kurs für Menschen machen,scheint aber die Ausnahme zu sein.Siehe Kommentar 6.Wer sich einen Hund oder Katze anschafft,weiß auch vorher dass das Tier nach 10-15 Jahren sein Leben gehabt hat.Und die zunehmende Vermenschlichung der Tiere( ich behaupte mal,dass viele Tier"Liebhaber zwischenmenschliche Probleme haben,und das Tier als Ersatz missbraucht wird.),geht mir schon auf den Zeiger.
Sei es die Feinschmeckerläden für Fiffi,die Tierbekleidungsindustrie oder der Special/Wellness-Urlaub für die Lieblinge.Pervers,aber erste-Welt-Probleme.Wer seinTier liebt,der schiebt,demnächst auch im Designerrollstuhl.
Und nein,ich bin kein Tierhasser.Das Problem ist meist am anderen Ende der Leine zu finden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mantrid 07.08.2017, 14:11
8. Erst Erziehen, dann Retten

Wenn ich mir die Haltung vieler Haustiere ansehe, dann ist das die reinste Tierquälerei. Den Hund als gleichberechtigten Lebenspartner anzusehen ist krank und hat mit artgerechter Tierhaltung nichts zu tun. Herrchen oder Frauchen müssen Rudelführer sein und ihren Hund erziehen. Für viele von ihnen wäre ein Kurs zur Hundeerziehung eine deutlich sinnvoller Investition als der Erste-Hilfe-Kurs für Hunde. Leider scheinen die vernünftigen und verantwortlungsvollen Hundehalter deutlich in der Minderheit zu sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DHC2 07.08.2017, 14:46
9. Erste Hilfe für Trolle

Note to self: sid tacuisses... - ich verkneife mir also, das Getrolle zu dem informativen Beitrag zu kommentieren.

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass die Kurse hier vom ASB, dem DRK und den Johannitern angeboten werden. Preis um 40.-€, Wartezeit in unserem Fall fast 3 Monate.
Das Angebot ist noch recht neu und die Nachfrage groß. Andere Anbieter (Hundevereine, -schulen) werden sicher folgen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2