Forum: Wissenschaft
Expedition ÜberMorgen: Die Bio-Industrie
Nicolò Minerbi / LUZphoto

Der Ruf von Biolebensmitteln ist ramponiert. Der neue Trend: regional. Aber ist das nachhaltiger?

Seite 1 von 3
nic 17.03.2016, 17:41
1. Der Ruf von Biolebensmitteln ist ramponiert

Wusste ich nicht obwohl ich täglich Zeitung lese. Meldung war wohl versteckt. Und nicht Deutschland drückt die Preise, wie im Artikel erwähnt, sondern die Discounter. Aber letztendlich ist Discounter BIO (z.B. REWE) meist auch von nicht guter Qualität.

Beitrag melden
doppelpost123 17.03.2016, 18:02
2.

Ich fand es auch immer interessant, wenn mir ERASMUS-Leute aus verschiedenen Ländern erzählt haben, dass in ihren Ländern meistens nur die Leute zum Discounter gehen, die sich andere Geschäfte nicht leisten können. In Deutschland ist und war der fette Benz schon immer wichtiger als gutes Essen - das sieht man auch vor den Discountern. Hackfleisch für 1€, aber Porsche fahren. Und dann noch über die Preise jammern, obwohl Nahrung hier schon abnormal günstig ist.

Beitrag melden
Humboldt 17.03.2016, 18:16
3. Ruf von SPON ist zunehmend ramponiert

Öhem, wer behauptet, dass der Ruf von Biolebensmitteln ramponiert ist? Die konventionelle Lebensmittelindustrie? Der Bauernverband? Aldi?

Liebe SPON-Redaktion, wenn Ihr noch einen Funken Anstand habt und eurer Leser nicht FOCUSgleich nur noch verachtet, dann klärt ihr uns jetzt auf!

Beitrag melden
cave68 17.03.2016, 18:57
4.

der Bericht sagt es ja eigentlich selbst:Je mehr Bio auf den Markt kommt desto schwieriger wird es lückenlos zu kontrollieren...und da Aldi und co. die Preise ins Bodenlose drücken sind sie die Hauptverantwortlichen dafür,dass Bio mittlerweile zur Massenware verkommt...andererseits heisst dies noch lange nicht,dass ein höherer Preis Schwindel ausschliesst.Übrigens was mich stört ist,dass es z.B. bei Äpfeln auch bei Bio nur einige wenige Sorten im Handel gibt...und das bei über 1000 verschiedenen (und teilweise auch schmackhafteren)Apfelsorten.

Beitrag melden
georgweb 17.03.2016, 19:39
5. Jede*r kann selber etwas gegen den Wahnsinn unternehmen ...

So gründen wir gerade in Mönchengladbach einen SOLAWI Hof (www.solidarische-landwirtschaft.org) so wie schon viele andere vor uns (bald 100 Höfe in D) ... Dann brauchen wir keine Bio-Zertifikate, alles ist 100 % regional, wir kennen unserer Gärtner*innen und es wird nach unseren Vorgaben angebaut ... Wir zahlen für eine auskömmliche Landwirtschaft und die Ente wird unter uns aufgeteilt ... Das funktioniert!

Beitrag melden
kratzdistel 17.03.2016, 20:04
6. was ist denn regional ?

wer erzählt denn das. schwarze schafe gibt es überall. bioware bleibt bioware auch auf langen transporten. der begriff aus der region ist örtlich zu unbestimmt, wo und wie groß die region ist. um eine bestimmte qualität zu suggerieren, wäre die Nennung des anbaugebietes besser. Spargel aus Schwetzingen z. b. da ist bekannt,dass dort gute böden für Spargel sind.regionale Produkte sind kein qualitätsmerkmal. das sind auch fleisch und eier aus massentierhaltung, Obst und Gemüse behandelt mit zugelassenen Pestiziden und synthetischen düngen, verwendung von nicht sortenreinem saatgut usw. aus sicht der ernährungsberater gibt es keine signifikanten unterschiede was nährstoffe angeht.wichtig ist,dass die ware vor den kauf auf frische, optisches aussehen, gerruch usw. geprüft wird. das einheitliche staatliche EU-biosiegel garantiert, dass die Lebensmittel nach den standards der EU-biorichtlinie erzeugt worden sind.noch strenger sind z. b. bioland und demeter.bio ist mehr, sie belastet nicht die umwelt, schont die Natur, erhält die biodiversität ujsw. zu cave68 das apfelproblem ist einfach zu erklären, apfelbäume müssen gegen pflanzkrankheiten vom insektenbefall bis hin zu pilzlichen erkrankung oft gespritzt werden. Biobauern pflanzen resistente sorten an, bei denen auf pestizideinsatz verzichtet werden kann. davon gibt es nunmal nicht so viele Züchtungen.

Beitrag melden
Spiegelleserin57 17.03.2016, 20:07
7. ich kaufe seit Jahren Bio direkt vom Hof

Zitat von nic
Wusste ich nicht obwohl ich täglich Zeitung lese. Meldung war wohl versteckt. Und nicht Deutschland drückt die Preise, wie im Artikel erwähnt, sondern die Discounter. Aber letztendlich ist Discounter BIO (z.B. REWE) meist auch von nicht guter Qualität.
und habe nun verglichen mit Discountern. Die Qualität ist vom Biohof erheblich besser. Tomaten schmecken besser und das Fleisch hat auch eine bessere Qualität nach dem Braten.
Regional?? Wenn ich sehe wie die Erdbeeren in unserem Ort gedüngt werden mit massenhaft Dünger, da kaufe ich gar nichts und nicht selten wird berichet dass zu Erntezeiten sich die Praxen derumleigenden Ärtze mit Patienten füllen die Ausschläge nach Erdbeergemuss haben...alles nur Zufall?

Beitrag melden
Spiegelleserin57 17.03.2016, 20:17
8. Es wäre schon mal interessant Fakten zu lesen...

Zitat von Humboldt
Öhem, wer behauptet, dass der Ruf von Biolebensmitteln ramponiert ist? Die konventionelle Lebensmittelindustrie? Der Bauernverband? Aldi? Liebe SPON-Redaktion, wenn Ihr noch einen Funken Anstand habt und eurer Leser nicht FOCUSgleich nur noch verachtet, dann klärt ihr uns jetzt auf!
davon habe ich außer hier auch noch nichts gelesen und gehört, auch vor dem Hintergrund dass ich mich besonders auf diesem Gebiet gut informiert habe. etwas verpaßt???
Auch hätte ich dies schon längst auf dem Biohof erfahren wo ich sehr häufig einkaufe denn das spricht schon unter den Kunden rum.
Ich kenne nur die Unterschiede zwischen Bio und Massenware ohne Bio. Ich lege Wert darauf dass das Fleisch nach dem Braten nicht nur Wasser in der Pfanne hinterläßt und die Tomaten wenigstens schmecken und nicht fade im Kasten liegen. Ja, es gibt sehr sehr große Unterschiede, auch zwischen Bio von Discounter und Bio vom Hof. Außerdem sollten die Tiere schon artgerecht gehalten werden und keine Massentierhaltung! Dafür zahle ich gerne mehr.
Oft muss ich schon lachen das das was in meiner Kindheit als normale Lebensmittel verkauft wurde heute als Bio verkauft wird.
Da sieht man doch sehr deutlich degeneriert die Entwicklung mittlerweile ist.

Beitrag melden
räbbi 17.03.2016, 20:17
9.

Es ist halt leider nicht so einfach. Du kannst eine Millionenstadt nicht aus dem kleinen Hofladen von Biobauer xy versorgen.
Wenn BIO in die Masse soll (auch nur 10% von Berlin oder Hamburg ist ne Menge Masse), muß es sich auch der entsprechenden Strukturen bedienen. Da ist es dann mit der Romantik halt auch schnell vorbei.

Regional ist auch schwierig. Ist es besser einen Apfel aus der Region ein halbes Jahr im Kühlhaus unter Schutzatmosphäre zu lagern, als einfach einen Container frisch aus Neuseeland zu bestellen? Die haben gerade Herbst.
Bananen wachsen bei uns auch schlecht. Dafür sind wir gut in Milchwirtschaft. Die funktioniert etwa in Ägypten nur solala.

Beitrag melden
Seite 1 von 3
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!