Forum: Wissenschaft
Expedition ÜberMorgen: Die Bio-Industrie
Nicolò Minerbi / LUZphoto

Der Ruf von Biolebensmitteln ist ramponiert. Der neue Trend: regional. Aber ist das nachhaltiger?

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farmer718 20.03.2016, 09:19
20.

Deutschland verfällt immer in Gigantismuss. Entweder riesige Tiereinheiten oder kleine Bioeinheiten. Beides ist nicht zukunftsfähig. Langfristig kann nur eine Landwirtschaft auf Basis von Familienbetriebe die Bevölkerung ernähren. Dazu gehören kostendeckende Preise, ein funktionierendes Kartellamt und der Zeit entsprechende Betriebsgrößen ohne in Gigantismuss zu verfallen. Vorgaben sollten auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und nicht nach ,wie zur Zeit, auf idiologischen Basis gemacht werden. Ich denke die Landwirte wissen schon sehr genau wie und was geht.

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Brathering 20.03.2016, 09:25
21. Welch unsinnge Behauptung

Was erwarten manche von Bio-Lebensmitteln? Soll daran die Welt genesen? Nein, sie sind nur ein Teil für eine bessere und gesündere Welt. Es ist verständlich, dass es Agitation dagegen gibt, weil bestimmte Konzerne die Entwicklung mit Argwohn betrachten. Warum sollte es besser sein die Felder in der näheren Umgebung mit Giften voll zu müllen. Wachsen dann die Kinder etwa besser? Oder ist es moralisch vertretbar das Gift in den Erzeugerländern für unsere Lebensmittel zu verwenden?

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Ticki 20.03.2016, 10:11
22. Bio, nein danke

Der Ruf ist schon länger ramponiert, seit Bio im großen Maße verkauft wird, was einer Industriealisierung gleichkommt. Bio kommt mir nicht auf den Tisch...zu teuer! Bio kommt aus meinem Garten. Gedüngt wird mit Kuhscheiße. Bio Kartoffeln, Bio Gemüse...alles Bio. Bio kaufen..NEIN DANKE, ich brauch's nicht.

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mazzeltov 20.03.2016, 10:14
23. So viele Kommentare...

... und natürlich ausschließlich die übliche Diskussion über Glaubensfragen, besser als jedes Konzil des Vatikan.

Ich könnte ja meinen Senf dazugeben, halte mich aber heute mal da raus. Und möchte stattdessen einfach nur meine Anerkennung und mein Lob für eine meines Erachtens sehr gelungene Präsentation des Beitrags im Web aussprechen: Hat mir sehr gut gefallen; würde ich gern öfters so oder ähnlich sehen.

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Beat Adler 20.03.2016, 10:30
24. Bessere und gesuendere Welt? Dank Bio-Lebensmitteln?

Zitat von Brathering
Was erwarten manche von Bio-Lebensmitteln? Soll daran die Welt genesen? Nein, sie sind nur ein Teil für eine bessere und gesündere Welt. Es ist verständlich, dass es Agitation dagegen gibt, weil bestimmte Konzerne die Entwicklung mit Argwohn betrachten. Warum sollte es besser sein die Felder in der näheren Umgebung mit Giften voll zu müllen. Wachsen dann die Kinder etwa besser? Oder ist es moralisch vertretbar das Gift in den Erzeugerländern für unsere Lebensmittel zu verwenden?
Bessere und gesuendere Welt? Dank Bio-Lebensmitteln? Wirklich?

Gibt es dafuer Hinweise, Belege oder gar Beweise? Wenn ja, bitte darstellen. Danke im voraus.

Vermutlich fuehlen sich die Konsumenten von Bio-Nahrung als "besser". Kann auch gesund sein, solche Gefuehle zu haben;-)
mfG Beat

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kratzdistel 20.03.2016, 12:39
25. konventionelle landwirtschaft ist mit größter umweltverschmutzer

Zitat von Beat Adler
Bessere und gesuendere Welt? Dank Bio-Lebensmitteln? Wirklich? Gibt es dafuer Hinweise, Belege oder gar Beweise? Wenn ja, bitte darstellen. Danke im voraus. Vermutlich fuehlen sich die Konsumenten von Bio-Nahrung als "besser". Kann auch gesund sein, solche Gefuehle zu haben;-) mfG Beat
leider ist die konventionelle Landwirtschaft immer noch mit der größte umweltverschmutzer, das können sie in vielen fachlichen beiträgen selber nachlesen. ihr trinkwasser ist gut, trotzdem lassen sich bei großen laboranalysen rückstände aus der Landwirtschaft nachweisen, die von fachleuten als irrelevant nach der rinkwasserverordnung eingestuft werden.ihr apfel sieht so schön ohne spritzbelag aus. das ist heute durch systemische spritzungen drin, damit er gesund bleibt. immer mehr werden azolhaltige fungizide verwendet,das mittel bekommen sie auch vom Arzt verschrieben, wenn sie an einer pilzlichen erkrankung leiden.
auch wenn sie den keim helicobacter pylori haben, der Sodbrennen verursacht, bekommen sie azolhaltige Medikamente.
wissen sie auch, dass landwirtschaftliche
Großbetriebe genehmigungspflichtig nach dem BImSchG
sind, weil sie eine Gefährdung der Umwelt darstellen. das sagt schon alles.
sie können alles bedenkenlos essen.das ist auch fakt.

https://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/umweltbelastungen-der-landwirtschaft

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räbbi 29.12.2016, 09:20
26.

Imho ist einfach ein Problem, dass "bio" hier immer mit dem kleinen, netten Mini-Betrieb von nebenan assoziiert wird.
Leude...bei uns arbeitet noch ein gutes Prozent der Menschen in der Landwirtschaft. Das machst du nicht mit Betriebsgrößen wie zu Opas Zeiten.
Mein Arbeitgeber stellt unter anderem Maschinen zur mechanischen Unkrautentfernung her. Beliebt und dringend benötigt in der biologischen Landwirtschaft. Da kann's schonmal bis 15 Meter Arbeitsbreite gehen. Die entsprechenden Äcker kann man sich dann denken.

Das muß man den Menschen aber auch vermitteln und nicht auf das Märchen vom kleinen netten Biobauern, der ganze Großstädte versorgen kann, das Märchen vom kleinen, netten, regionalen Erzeuger folgen lassen, der ganze Großstädte versorgen kann.

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lutz.de 30.12.2016, 11:22
27. BIO und regional schliessen sich nicht auss..

BIO ist eben nicht nur KLIMA! Das sollte man bei dieser Diskussion nicht vergessen. Bio heisst fehlende Pestizide mit Auswirkungen auf die Boden- aber insbesondere auch Wasserqualität (in der Schweiz konnte man noch vor 30 Jahren w./ Überdüngung kaum in den wunderschönen Seen baden), aber auch auf die Artenvielfalt bzw. Biodiversity (wir haben eben nicht nur ein Bienensterben). Bio heisst aber auch nicht genmanipuliert und bessere Lebensbedingungen für Tiere sowie eine bessere Gesundheit (viele Allergien haben ihren Ursprung u.a. in Pestiziden) und Lebensqualität für uns Menschen (infolge allein der bereits genannten Punkte).
Was sicherlich stimmt, dass Bio nicht immer automatisch auch das Beste für das Klima ist. Doch wer sagt denn, dass nur Biowaren einen grösseren Transportweg haben? Meines Erachtens kommt aus den südlichen Ländern immer noch der wesentlich grössere Anteil aus konventionellem Anbau! Man kann eben nicht Äpfel mit Kohl vergleichen. Ausserdem haben wir aus dem Artikel auch erfahren haben, dass neben Transport auch Pestizide und das Heizen und Bestrahlen Ursachen für unser Klima darstellen.
Seien wir doch mal EHRLICH. Wer im Winter Erdbeeren essen will, macht dies auch ohne Bio. Letztendlich schadet es sicher nicht neben Bio auch auf fairtrade (was perse meist immer mit Anbau aus aussereuropäischen Ländern und dem damit grösseren Transportweg zu tun hat) und regional zu achten..

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regelaltersrentner 05.01.2017, 10:29
28.

Zitat von Spiegelleserin57
und habe nun verglichen mit Discountern. Die Qualität ist vom Biohof erheblich besser. Tomaten schmecken besser und das Fleisch hat auch eine bessere Qualität nach dem Braten. Regional?? Wenn ich sehe wie die Erdbeeren in unserem Ort gedüngt werden mit massenhaft Dünger, da kaufe ich gar nichts und nicht selten wird berichet dass zu Erntezeiten sich die Praxen derumleigenden Ärtze mit Patienten füllen die Ausschläge nach Erdbeergemuss haben...alles nur Zufall?
Es ist nicht unerheblich, wie lange die Tomate am Stock gehangen ist, ich persönlich glaube, dass die Tomatenpflanze in Erde gepflanzt, eine bessere Qualität liefert, als die im Substrat.
Zu den Erdbeeren, fragen sie mal was der Bauer für seine Beeren bekommt, wenn die Größe nicht der Klasse I entspricht.
Bei Klasse II braucht der keinen Erntehelfer anstellen, da würde er Verluste machen.

Es dürfte allgemein bekannt sein, das Erdbeeren bei manchen Menschen eine Erdbeerallergie auslösen.

Am besten lässt sich eine Allergische Reaktion auf Erdbeeren vermeiden indem man diese nicht isst, auch eine Kreuzreaktion lässt sich vermeiden wenn der Arzt die Ursache festgestellt hat. Bei der Erdbeere muss man in der Regel keine Diät machen das vermeiden des Allergens ist zumeist ausreichend. Man sollte aber darauf achten welche anderen Früchte oder Speisen man zu sich nimmt da einige Kreuzallergien zu Nüssen sowie anderen Früchten bestehen.

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