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Fessenheim: Frankreich schaltet Uralt-AKW ab
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Frankreichs ältestes AKW wird abgeschaltet: Bis 2018 sollen die Reaktoren nahe der deutschen Grenze vom Netz. Der Stromkonzern EDF wird üppig entschädigt.

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ir² 24.01.2017, 18:33
1.

Dumm nur dass der Strom aus Fessenheim Teil der Deutschen Notstromversorgung ist:
https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article126747871/Uralt-Reaktor-soll-deutschen-Blackout-verhindern.html
Und jetzt?

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tempus fugit 24.01.2017, 18:59
2. ....

Zitat von ir²
Dumm nur dass der Strom aus Fessenheim Teil der Deutschen Notstromversorgung ist: https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article126747871/Uralt-Reaktor-soll-deutschen-Blackout-verhindern.html Und jetzt?
...."Betroffen ist davon auch Reaktor 1 des Kernkraftwerks Fessenheim an der deutsch-französischen Grenze im Elsass. Damit sind beide Reaktoren von Frankreichs ältestem noch laufenden Atomkraftwerk zumindest vorübergehend außer Betrieb."

So war's jedenfalls vor 3 Monaten - 19.10.2016....

Und wie's mit Noststromaggregaten laufen kann, kennen Sie ja aus
Forsmark (paar Minuten vor dem 'point of no return') und aus Fukushima...

Mit der Erinnerung haben Sie's nicht so gern - gelle?!...

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volucer 24.01.2017, 19:25
3. richtiger weg

nur irrationale menschen und lobnyisten können kernkraftwerke gutheißen. die kernkraft unterliegt nicht den gesetzen des marktes, sondern wird massiv begünstigt durch die politik, denn schließlich muss man die dinger nicht versichern. man diskutiert über pflichtversicherungen für fahrradfahrer und akws werden verschont. im falle eines gaus haben die big four einen fond um die 2.5mrd euro. will mir mal jemand erklären, wie 2.5mrd euro reichen sollen für ein atomunglück? müssten sich akws versichern, müsste eine jährliche prämie von >70mrd ? gezahlt werden - pro akw versteht sich. damit wäre der akwstrompreis zwanzigfach erhöht, und es würde keine diskussion geben. leider werden hier die betreiber wieder massiv bevorteilt; gewinne privatisiert und im schaden kommt die allgemenheit auf. ein unding, wer den nutzen hat, sollte auch für den (möglichen) schaden aufkommen

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neil_sean 24.01.2017, 19:35
4.

Ganz ehrlich: wenn ich sehe, wofür die Franzosen ihren Strom verschwenden und vor allem wieviel, dann würde ich einfach mal die Effizienz steigern. Elektrisch heizen und Warmwasser erzeugen, Fenster aus dem letzen Jahrhundert und allgemein immer raus mit dem Saft, kostet ja nix, das sind eigentlich die Probleme. Da könnten einige AKWs geschlossen werden. Ganz zu schweigen von dem Müll, den man erzeugt auch nicht nur die Brennstäbe, da fällt schon reichlich an, bevor man überhaupt nur einen einzigen hat. Die Energiewende in Deutschland ist zwar nicht wirklich durchdacht und von absoluten Idioten "geplant" worden, aber es geht wenigstens in eine richtige Richtung.

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itzenflitz 24.01.2017, 19:40
5.

Zitat von tempus fugit
Und wie's mit Noststromaggregaten laufen kann, kennen Sie ja aus Forsmark (paar Minuten vor dem 'point of no return') und aus Fukushima...
Ihnen ist schon bewusst, warum die Notstromversorgung in Fukushima ausgefallen ist?

Darüber hinaus:

Wie viele Strahlungstote haben Fukushima und Forsmark gefordert? Und mit wie vielen Toten rechnen Sie bei einem Blackout?

Hier gibt es Futter: http://www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/buecher/petermann-etal-2011-141.pdf

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berndschlüter 24.01.2017, 19:42
6. Chance für alternative Energie

Es dürfte kein Problem sein, Fessenheim zu ersetzen, wenn wir endlich beginnen, dezentrale Netze aufzubauen in denen jeder alternative Energie einspeisen kann. Es ist eigentlich unglaublich, dass noch immer wertvolles Erdgas für die Hausheizung verbrannt wird, ohne die daraus gewinnbare elektrische Energie mit Hilfe von Heizkraftwerken zu nutzen. So würde die gesamte im Erdgas enthaltene Energie genutzt. Stattdessen verbrennen wir umweltschädliche Braunkohle, wandeln nur weniger als 30% in Strom um und über 70% verschwenden wir als Abwärme und zur Verdampfung des in der Braunkohle enthaltenen Wassers.
Die Hausheizungsanlagen der Republik könnten alle Atomkraftwerke mehrfach ersetzen. In der Heizsaison. Im Sommer entlastet Photovoltaik die Energiebilanz und nur ganz zum Schluss müssten Reservekraftwerke einspringen. Aber ohne eine Änderung der Gesetze aus der Nazizeit können wir kein alternatives Netz aufbauen.
Die anderen europäischen Länder haben kein EEG, das ebenfalls ein Hemmnis für den weiteren Ausbau der alternativen Energie ist. Alternativ erzeugter Strom sollte nach dem Verzicht auf Förderung von Versteuerung und Umlagen ausgenommen werden. Dezentrale Netze können den strom weitaus kostengünstiger verteilen.

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.patou 24.01.2017, 20:01
7.

Ich kann den Artikel nicht ganz nachvollziehen. Es ist doch trotz des geplanten finanziellen Ausgleichs keineswegs sicher, dass es tatsächlich zu einer Schließung kommt. Hollande hat noch nichts Verbindliches unterzeichnet, in drei Monaten sind Wahlen und sowohl Fillon als auch Le Pen haben angekündigt, die Stilllegung nach einem Wahlsieg rückgängig machen zu wollen. In französischen Medien, etwa Le Monde, wird die Schließung gerade auch mit Verweis auf die genannten Gründe keineswegs als definitiv angesehen.

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tempus fugit 24.01.2017, 20:07
8. Ja,...

Zitat von itzenflitz
Ihnen ist schon bewusst, warum die Notstromversorgung in Fukushima ausgefallen ist? Darüber hinaus: Wie viele Strahlungstote haben Fukushima und Forsmark gefordert? Und mit wie vielen Toten rechnen Sie bei einem Blackout? Hier gibt es Futter: http://www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/buecher/petermann-etal-2011-141.pdf
...wiess ich - Herr Leerer!

Weil die dortigen Leerer meinten, dass man - um Pumpkosten für's Kühlwasser zu sparen - den ursprünglichen Baugrund um 30 m abgesenkt hat, obwohl dort uralte Wegmarken standen die anzeigen,
bis wohin frühere Tsunamis schwappen konnten.

Reicht das?

Forsmark? Kein Toter, weil ein wissender Techniker sich über die Handbuchanweisungen hinaussetzte und mit Wissen und viel Glück es schaffte, 2 von 4 NSA anspringen zu lassen.

Wieviele Tote - ja, und Verstrahlte, sogar auf dem vor Fuku kreuzenden und zur Hilfe (wegen des Tsunamis, nicht dem 4-fach-SuperGAU...) gekommenen US-Flugzeugträger es wegen der Fukushima-Atomkatastrophe gegeben hat, das könnten Sie wissen,
so Sie wollten.
Es gab durch die chaotische Evakuierung - wegen des Atomdesasters - mehr Tote als wegen des Tsunamis.
Und 160.000 Leute, die für immer aus ihrer wirtschaftlichen und sozialen Umgebung gerissen wurden.

Ansonsten gab's einen Informationsstop seitens der J-Regierung, aber berichten SIE doch mal, wie toll die Japaner die 4 Dinger im Griff haben!
Weiter oben Wasser rein und unten verseucht raus in den Pazifik?

Machen Sie uns schlau!...

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tempus fugit 24.01.2017, 20:20
9. Könnten auch...

Zitat von itzenflitz
Ihnen ist schon bewusst, warum die Notstromversorgung in Fukushima ausgefallen ist? Darüber hinaus: Wie viele Strahlungstote haben Fukushima und Forsmark gefordert? Und mit wie vielen Toten rechnen Sie bei einem Blackout? Hier gibt es Futter: http://www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/buecher/petermann-etal-2011-141.pdf
...Sie wissen - nämlich weil man aus dämlicher Gier den ursprünglichen Baugrund in Fukushima um 30 m abgesenkt hat, um Kosten für's Pumpen von Kühlwasser zu sparen.

Obwohl uralte Wegmarken drauf hinwiesen, bis wohin frühere Tsunamis schwappten.

Und auch in Forsmark - so sagen unbestätigte Meldungen - soll ein
unerkannter 'Tsunami' die 4 NSA blockiert haben.
Ein dummer Techniker hat entgegen dem intelligenten Handbuch erfolgreich versucht, 2 der 4 NSA anzuwerfen.

Vom 'Totenzählen' enthalte ich mich, Sie könnten wissen, so Sie wollten.

2 Tote gab's 1977 im AKW Gundremmingen beim 1. GAU in DE - als der Begriff GAU noch garnicht geprägt war. Leichenteile sollen in der
ASSE2 'beerdigt' sein, im deutschen 1. Forschungsendlager - das dann nach 40 Jahren am Ende ist.

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