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Friedhöfe in Deutschland: Das Tabu der nicht verwesenden Toten
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Kaum ein deutscher Friedhof bleibt verschont: Leichen verwesen nicht, selbst Gesichtszüge bleiben erhalten. Das Problem bleibt ein Tabu - aus Sorge um psychische Folgen.

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Pless1 10.11.2017, 15:07
1. Zu kurze Ruhezeiten

Ein Grab ist ein Grab - kein Komposthaufen. Die Ruhezeiten wurden in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zurückgefahren, wir sind halt überall auf Effizienz gebürstet. Diesem Umstand sind die höheren Anteile an nicht vollständig verwesten Leichnamen am ehesten zuzuordnen Nach 15 Jahren Gräber einzuebnen und für die nächste Beisetzung zu öffnen hat mit einer qualifizierten Friedhofsdienstleistung nichts mehr zu tun. Man bekommt bei dem Artikel den Eindruck, dass Lobbyvertreter (Krematoriumssprecher) und Kommunen, die an der teuren Vorhaltung von Friedhöfen hier gemeinsam daran arbeiten, der Begräbnisskultur den Rest geben zu wollen

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Barxxo 10.11.2017, 15:44
2. Verbrennen

Eigentlich ist nicht einzusehen, warum überhaupt soviel Platz verschwendet wird, um Leichen aufzubewahren und auch für das Grundwasser wäre generelles Verbrennen der Toten besser.
Es gibt sowieso kein körperliches Wiederauferstehen, also weg mit den Verstorbenen und dem mittelalterlichen Kult.

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bombobabier 10.11.2017, 15:49
3. "Ein Verfahren in wenigen Wochen mit einer geheimnisvollen Substanz gi

Wahrscheinlich doch. Zumindest für frisch Verstorbene gibt es bereits eine "chemische Einäscherung", die wesentlich umweltfreundlicher weil energiesparendes ist als das Verbrennen. Die eingesetzten Chemikalien sollten stark genug sein, auch Wachsleichen aufzulösen. Leider ist das Verfahren bei uns (noch) verboten, aber das ließe sich bei ausreichend gutem Willen ändern.

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lotharbongartz 10.11.2017, 16:16
4. Pappsärge

Die Friedhoefe koennten doch einfach Pappsärge anbieten.

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2cv 10.11.2017, 16:22
5. Es gäbe wohl doch ein effizientes und nicht allzu teures Verfahren

Wenn mein Verständnis des Artikels zutrifft, ist es doch wohl offensichtlich in erster Linie eine Frage der Bodenbeschaffenheit des den Sarg umgebenden Bodens. Das ließe sich doch relativ einfach lösen - einfach beim Zuschütten des Grabes eben nicht mehr die lehmig-dichte Erde verwenden, sondern lockeren Humus oder welcher Art Boden auch immer "technisch geeignet" ist. Wenn man das Grab nicht nur auf +20cm rundrum aushebt, sondern auf +50cm erweitert, sollte sich das "Problem" deutlich weniger gravierend darstellen.... oder liege ich mit meiner Schlussfolgerung falsch? Ein paar Kubikmeter geeigneten Boden als Austausch bereitzustellen sollte sicherlich nicht die Kosten immens nach oben treiben.

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willibaldus 10.11.2017, 16:23
6.

WIe wärs mit einer Kompostierhilfe? Vielleicht gleich mit unters Kopfkissen.

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gantenbein3 10.11.2017, 16:39
7. Es ist zwar entsetzlich

so von Verstorbenen zu sprechen, aber es passt in die Zeit, in der es nur noch um ökononomische oder ökologische Interessen geht. Pietät war gestern.

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susie.soho 10.11.2017, 16:48
8. Pappsärge

Zitat von lotharbongartz
Die Friedhoefe koennten doch einfach Pappsärge anbieten.
werden bereits seit längerer Zeit angeboten, umweltverträglich, bunt bemalt oder einfarbig. Ich habe die Beerdigung in einer solchen "Umhüllung" bereits verfügt.

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Holbirn 10.11.2017, 17:05
9. Entsorgung?

Frage zum Artikel: Wie "entsorgt" man eigentlich eine unverrottbare Leiche? Und ist das legal?

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