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Fund an der Elbmündung: Hafencity für Germanen
Moritz Mennenga/ NIhK Wilhelmshaven

Nahe der Elbmündung haben Archäologen eine versunkene Siedlung samt Hafen gefunden. Ab dem ersten Jahrhundert entstand hier ein wichtiger Handelsplatz. Hier war das wilde Germanien selbst für Römer erträglich.

Mogel 05.10.2017, 18:48
1. Von wegen einmalig

Im Budjadinger Land (heute Jadebusen) gab es schon vor Jahrzehnten solche Ausgrabungen in einem ähnlichen Ort, der Handel mit den Römern trieb.

Interessant wie die sich hocharbeiteten: indem sie ihren eigenen Mist und den ihrer Tiere (mit Schilf vermischt) liegen liessen und fest trampelten. Der Ort muss gestunken haben wie in einer Kläranlage. Die Schiffe der Händler waren damals grosse Ruderboote und konnten an einer Befestigung anlegen. Bei Ebbe fielen sie trocken.

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Gottloser 05.10.2017, 19:10
2. Eigentlich eine naheliegende Frage:

Weshalb sollten römische Kaufleute aus Nordfrankreich nicht an der Nordseeküste bis zur Ellbe entlanggeschippert sein? Auch die Handelsbbeziehungen im Mittelmeer vor mehr als 4000 Jahren wurden vor einigen Jahren neu entdeckt.

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uwecux 05.10.2017, 19:21
3. Die Römer trauten sich nicht?

Dieser Beitrag von Frau Franz zur römischen Geschichte an der Elbmündung wird sicherlich in die Geschichte eingehen.
Vom Stadtstaat zum Weltreich, aber bei Cuxhaven hatten sie die Hose voll? Niedlich.
Sicherlich war der fehlende Zaubertrank schuld.
History at its best. Guido läßt grüßen.

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Anay2 06.10.2017, 12:58
4. Bernsteinstraße

Es gab auch den antiken Bernsteinhandel. Der wurde meist über Land über die sog. "Bernsteinstraßen" nach Süden getrieben, aber er kam halt insb. auch von Küstenstädten, sogar von der Ostsee an der heutigen polnischen Küste, aber eben auch von der Nordsee, von der Helgoländer Bucht, von einer Siedlung in der Nähe der Elbmündung, weswegen nicht überrascht, dass zum einen ein zweiter Elbhandelsplatz existierte -- möglicherweise der Ort am Jadebusen, den "Mogel" oben erwähnte --, und dass zum anderen die Römer auch maritimen Handel mit der Region getrieben haben, sicherlich auch in der Ostsee.

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M. Vikings 06.10.2017, 14:58
5. Keine Frage.

In der Antike und Spätantike war der Handelauf und zwischen den Kontinenten Asien, Europa und Afrika
schon längst organisiert.

Entscheidend war aber auch damals schonwer den Handel kontrolliert.
Der konnte bestimmen werunter welchen Bedingungen Zugang zu den Märkten hatte,
und der machte den fettesten Schnitt.
Aus allen geschichtlichen Eckdaten die wir bisher kennen,hatten die Römer in dieser Gegend eine derartige Kontrolle nicht.

Das es auch an der Elbe den Einen oder Andereneinheimischen Landesverräter gab,der sich den Römern als Söldner andiente,
ist zwar schändlich aber nicht verwunderlich.
Das Plinius schrieb eklige Gegend,statt keine Chance, lohnt sich nicht, zu viel Aufwandverwundert auch nicht wirklich,er hat die Geschichte sicherim Sinne seiner Auftraggeber interpretiert.
"Romani ite domum"

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lachina 07.10.2017, 19:47
6.

Die Römer hätten sich schon getraut, schickten auch Expeditionen los. Ihr Fazit: "Nichts zu holen!" Nicht nur das nördliche Germanien sondern auch Irland haben sich so vor Okkupation "gerettet". Zum Vorteil? Zum Nachteil? Wer weiss.

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lachina 07.10.2017, 19:57
7.

Zitat von M. Vikings
Das es auch an der Elbe den Einen oder Andereneinheimischen Landesverräter gab,der sich den Römern als Söldner andiente, ist zwar schändlich aber nicht verwunderlich.
Welches Land bitte soll der Söldner verraten haben? Die Germanen waren Individualisten, fühlten sich kaum als Chatten, Sueben, Chauken, Cherusker etc., es zählten höchstens Familie und Sippe. Und als Germanen fühlten sie sich schon gar nicht.

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M. Vikings 07.10.2017, 21:43
8. "Nichts zu holen!"

Zitat von lachina
Die Römer hätten sich schon getraut, schickten auch Expeditionen los. Ihr Fazit: "Nichts zu holen!" Nicht nur das nördliche Germanien sondern auch Irland haben sich so vor Okkupation "gerettet". Zum Vorteil? Zum Nachteil? Wer weiss.
Das gab es wohl auch in weiten Gebieten östlich des Rheins.
Das hat die Römer vor Invasion und Besatzung nicht abgehalten.

Sie beschreiben in Ihrer Antwort auf meinen Kommentar
ja die kaum vorhandenen Stammesstrukturen der Germanen.
Die Nachteile der Besatzung müssen die Vorteile
deutlich übertroffen haben.

Wie sonst ließe sich der Erfolg eines Arminius erklären,
kurzfristig Sippen und Stämme zu einen
und einen nicht unerheblichen Teil der römischen Truppen
zu vernichten?

P.S.
Den Wortteil „Landes“ aus meinem ersten Kommentar
nehme ich im Sinne der Wissenschaft zurück.

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mydaten 09.10.2017, 15:26
9. Phantasielos

Die Fundstücke gehörten einem damaligen Taschendieb, der die Sachen irgendwo auf seinen Raubzügen einem Römer abnahm und hierher floh, da er wusste, dass es dem Römer dort zu nass war. Oder hatte es eine hübsche Frau für Ihre Dienste am Römer bekommen und wurde zur Sklavin und von hier verschifft? Lauter phantasielose Theorien werden als Tatsache suggeriert und die Leser für dumm verkauft. Glaubt nicht diese langweiligen Vermutungen, das Leben ist viel spannender.

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