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Gastbeitrag von Ban Ki Moon: Das Konsum-Prinzip ist tot
AFP

Wie kann die Erde die Menschheit künftig ernähren? Das werden beim Umweltgipfel "Rio+20" die Staats- und Regierungschefs beraten. Viel zu lange haben wir versucht, unseren Wohlstand durch gesteigerten Konsum zu sichern. Doch dies Modell ist tot.

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forkeltiface 13.06.2012, 18:33
1.

Ein Mann, der mit seinen Reden den Irrweg von sozialistischen Ideen und grüner Ideologie weiter geht, obwohl vor ihm gerade diese Prinzipien Billionen an Wohlstand vernichten.

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energieinfo 13.06.2012, 19:02
2. Moon hat recht ... aber ...

Zitat von sysop
Wie kann die Erde die Menschheit künftig ernähren? Das werden beim Umweltgipfel "Rio+20" die Staats- und Regierungschefs beraten. Viel zu lange haben wir versucht, unseren Wohlstand durch gesteigerten Konsum zu sichern. Doch dies Modell ist tot.
Ban Ki Moon hat natürlich recht - man kann die Inanspruchnahme von Ressourcen nicht beliebig steigern. Jedenfalls nicht in einem begrenzten System.

Vor allem materielle Ressourcen sind auf unserem Planeten prinzipbedingt begrenzt, die Erde hat eine Masse von 6000000000000000000000000 Kilogramm (6 x 10 hoch 24) - mehr geht nicht. Und an Sonnenenergie kommt das rein, was auf die Scheibe passt.

Ohne Wachstum geht es nicht, aber es muss von Extensivität auf Intensität umgepolt werden. Das geht nur über die Politik - die Bundesregierung denkt offensichtlich (in Teilen) darüber nach, aber es wird zu wenig getan.

Warum? Wenn alles so ziemlich kaputt und knapp ist, kann man richtig Reibach machen. Richtig, das schafft auch Arbeitsplätze, fragt sich nur welche ... für 1 Euro pro Stunde Brutto in gesundheitlich bedenklichem Dreck schuften ...

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mimas101 13.06.2012, 19:03
3. Der Mann hat Recht

und das man einiges neu überdenken muß ist ebenfalls nur logisch.
Die Weltbevölkerung wächst unaufhörlich, man will überall einen Fortschritt und Wohlstand haben haben und das bei endlichen Ressourcen wie Wasser, Nahrungsmittel, Kleidung, Wohnung, Rohstoffen. So langsam dürften auch die Grenzen der Ressourcen erreicht sein. Die Erde hat nicht nur überall Mutterboden zu bieten sondern ist vielfach Ödnis.

Also müssen langlebige Produkte her, umweltschonende Herstellungstechniken pp. Das Prinzip der Steigerung der Verkaufszahlen durch geplanten Verschleiß ist abgewirtschaftet.

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charlybird 13.06.2012, 19:07
4. ????

Zitat von forkeltiface
Ein Mann, der mit seinen Reden den Irrweg von sozialistischen Ideen und grüner Ideologie weiter geht, obwohl vor ihm gerade diese Prinzipien Billionen an Wohlstand vernichten.
Ihr Statement hätte ich zu gern einmal erklärt bekommen. Muss aber nicht vor dem Spiel sein.
Nur kurz vorab, die oder das Prinzip(ien) ?? Und Billionen, so wie wir sie verstehen, oder kann man da noch hoffen ? Und , Daumen drücken. :-)

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miruwa 13.06.2012, 19:09
5.

Zitat von sysop
Wie kann die Erde die Menschheit künftig ernähren? Das werden beim Umweltgipfel "Rio+20" die Staats- und Regierungschefs beraten. Viel zu lange haben wir versucht, unseren Wohlstand durch gesteigerten Konsum zu sichern. Doch dies Modell ist tot.
Als ob irgendein Plan gegen Hunger, Armut oder Klimawandel Bestand hat, wenn es an die Renditen geht.

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Gman 13.06.2012, 19:13
6. Gesamtwandel erforderlich

Doch das scheint Ban Ki Moon noch ebenso wenig verstanden zu haben, wie unsere Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaft.

Solange ein unbegrenztes, rein auf quantitatives Wachstum, propagiert wird, wird sich gar nichts ändern.
Davon hängt der „Aktienkurs“ und der „Wohlstand“ der westlichen Welt ab – auch jetzt in der Weltwirtschaftskrise hört man immer das „Allheilmittel“ Wachstum“.

Wo soll dieses Wachstum denn herkommen?

Die westlichen Märkte sind bereits gesättigt – nun versucht man Schwellenländer und China den westlichen Lebensstill, den ungezügelten Materialismus, als Wohlstandsmodell zu verkaufen.

Wenn Chinesen, Inder und Brasilianer auf dem Level Autofahren wie wir, kollabiert der Planet und der Ölvorrat sinkt im Zeitlupentempo.
Auch die seit den 1920er Jahren von der Industrie praktizierte „planned obsolescence“ müsste verboten werden. Viele Produkte sind auf eine viel zu kurze Lebensdauer ausgelegt, um möglichst schnell einen Neukauf = Umsatz = Wachstum zu generieren. Das ist Rohstoffverschwendung pur und müsste gesetzlich verboten werden.
Der Club of Rome hat dies bereits vor knapp 40 Jahren kritisiert.

Grundlage dieses obsoleten Modells ist u.a auch ein Geld- und Währungssystem, welches vollkommen aus den Fugen geraten.
Phantasie-Billionen der Finanzindustrie sollen durch die Realwirtschaft und die Steuerzahler verbürgt werden – das ist der pure Wahnsinn und eine weitere Triebfeder für ungezügeltes Wachstum.

Wir benötigen ein neues Weltwirtschafts- und Geldssystem – der anstehende, unausweichliche Schuldenschnitt, kann als Grundlage dazu diesen – es sei denn die Helfershelfer der jetzigen Profiteure wissen das weiterhin zu verhindern.

Dieser Wandel gefährdet nicht unseren Wohlstand, sondern wird helfen ihn, wenn auch mit unvermeidbaren Einschränkungen, zu bewahren.

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kioto 13.06.2012, 19:14
7. Gute Idee, aber leider kaum durchführbar

Hallo,
Leider wird das Streben nach Reichtum, ausgeprägt als Zinsgewinn und Spekulation, übermächtig bleiben.
Gibt es kein Wachstum, muß umverteilt werden. Die Richtung ist klar.
Also entweder Wachstum oder Feudalismus (6 Mrd. Arme 1 Mio Reiche).
Auch der dritte Weg des Sozialismus ist kaum sinnvoll durchführbar und scheitert am Eigennutz.
Ich sehe leider wenig Grund zur Hoffnung.
Kioto

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spon-facebook-10000323623 13.06.2012, 19:16
8.

Zitat von forkeltiface
Ein Mann, der mit seinen Reden den Irrweg von sozialistischen Ideen und grüner Ideologie weiter geht, obwohl vor ihm gerade diese Prinzipien Billionen an Wohlstand vernichten.
Stimmt ! Der Markt wird es schon regeln !

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WolfHai 13.06.2012, 19:19
9. Weiß der Mann, wovon er redet?

Zitat von sysop
Viel zu lange haben wir versucht, unseren Wohlstand durch gesteigerten Konsum zu sichern. Doch dies Modell ist tot.
"Viel zu lange haben wir versucht, den Weg zu Wohlstand durch gesteigerten Konsum zu sichern."
Ja selbstverständlich: (materieller) Wohlstand wird durch Konsum gemessen, also kann man ihn nicht anders steigern. Was will uns der Mann also sagen? Dass wir mehr auf *immateriellen* Wohlstand setzen sollten? O.K., warum sagt er es nicht? Aber dann redet er darüber, dass wir umwelteffizienter werden müssen. Nicht verkehrt, aber das vermindert den Konsum nicht, soll es auch gar nicht. - Es macht alles keinen Sinn.

Auf wirkliche Sinn kommt es wohl auch gar nicht an. Es ist eine von einem Redenschreiber gut klingende Jubelarie auf den nächsten Umweltgipfel. Und da die internationale Mittelklasse im Moment "gegen Konsum" ist, aber gleichzeitig gern mehr Güter haben möchte, ist diese Jubelarie eben auch gegen "Konsum". Auch in Ordnung. Leider werden dann auf dem Umweltgipfel ähnliche in sich widersprüchliche oder sinnfreie, aber gut klingende, moralisierende Erklärungen abgesondert. Und das ist wirklich schrecklich, denn die Umwelt ist darauf angewiesen, dass unsere Erklärungen und Taten klar und in sich widerspruchsfrei sind. So verspielt die UNO Glaubwürdigkeit.

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