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Gentechnik-Papier des Bundesvorstands: Wie die Grünen Monsanto ärgern könnten
imago/Gerhard Leber

Die Grünen diskutieren, ob sie offener gegenüber Gentechnik in der Landwirtschaft werden sollten. Die Skepsis in der Partei ist groß, dabei könnte sie das Thema für ihre Zwecke nutzen.

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Goldwin 17.04.2018, 14:31
1.

"Die Faktentreue der Grünen reicht jedoch immer nur so weit, wie sie zum eigenen Idealismus passt."

Mit diesem Satz ist alles gesagt! Und die Grünen werden ihren fast schon zur Religion gehypten Idealismus nicht aufgrund solch blöder Fakten aufgeben. Passt nicht zur Partei

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spon-46s-f3h0-2 17.04.2018, 14:40
2. Efsa & Monsanto

Dass die Grünen die Glaubwürdigkeit der Efsa in Frage gestellt haben, kommt nicht ganz von ungefähr. Deren Bericht wurde quasi von Monsanto geschrieben.
https://www.euractiv.de/section/energie-und-umwelt/news/glyphosat-efsa-bericht-zum-teil-kopie-von-monsanto-papier/

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chris11114 17.04.2018, 14:40
3. Jain!

Der Autor des Artikels sollte sich etwas mehr mit dem Thema Gentechnik beschäftigen. Insbesondere der Verweis auf das amerikanische System ist irreführend, denn nur weil ein Großteil der veränderten Produkte unbedenklich ist gilt das eben nicht für alle. So produzieren Pflanzen (bspw. Kartoffeln) jetzt selbst Stoffe gegen Schädlinge, die landen dann aber eben auch mit auf dem Teller (wo es dann eben wieder heißt in Konzentration xy unbedenklich). Das Problem ist dabei, dass auch wenn das Feld nebenan normale Kartoffeln bestellt, diese dennoch ebenfalls dadurch letztlich genverändert sein können. Es kann also zu Effekten kommen die so vorher nicht absehbar sind (bspw. Mais zur Klebstoffproduktion ist genverändert aber befällt eben auch das Feld mit Futtermais). Gentechnik sollte also insofern nur mit Augenmaß verwendet werden und insbesondere langfristig erprobt sein. Das es bspw. nur Vorteilhaft ist wenn Pflanzen weniger Nitrat brauchen stimmt und eine solche Entwicklung ist auch zu begrüßen. Im Bereich der Pflanzen die neue Stoffe produzieren die man aber eigentlich in dieser Art nicht findet wird es eben gefährlich (ja man hat noch Samenbanken aber dennoch besteht das Risiko der Vermischung). Eine kategorische Ablehnung der Gentechnik ist sicherlich falsch. Ein lascher Umgang damit wie in den USA aber eben auch. Zumal wohl niemand von einer Lebenserwartung wie in den USA hier in Europa träumen dürfte. Daran ist aber neben der Gentechnik und auch Faktoren im Gesundheitswesen bspw. auch hormonbehandelte Nahrungsmittel (bspw. bei Kühen) schuld. Letztlich gilt wie immer: man sollte die Büchse der Pandora nicht einfach öffnen wenn man die Folgen nicht absehen kann.
Es muss sichergestellt sein, dass Gentechnik eben keine schädliche Auswirkung auf Mensch und Umwelt hat. Sofern dies gewährleistet ist spricht auch nichts dagegen diese zu verwenden!

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bullermännchen 17.04.2018, 14:49
4.

Glyphosat wird hierzulande nicht nur vor der Aussaat eingesetzt. Wer hat euch den Bären aufgebunden? Z.B. wird Glyphosat wenige Wochen vor der Ernte auf das Kartoffelkraut aufgesprüht um es absterben zu lassen. Damit wird der Ernteprozess vereinfacht. Vielfach so z.B. in Franken praktiziert. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Euer Bericht hier liest sich wie ein Gebet für die Gentechnologie. Man kann dem pro oder contra gegenüberstehen, aber die Art und Weise wie die Konzeren, nicht nur Monsanto, die Abhängigkeiten schüren, ist schon dramatisch. Die negative Wirkung z.B. auf die Fruchtbarkeit von Mensch und Tier der Gentechnik Kombis wie Monsanto Pflanzen + Roundup sind in mehrfachen, fundierten Studien belegt. Ebenso der Einsatz von Roundup in den armen Regionen der Erde, wo den Bauern gesagt wird das sie mehr spritzen sollen weil es dann sicherer ist zu ernten. Schwerwiegende und flächige Erkrankungen der Bauern sind nachgewiesen. Aber das will niemand hören oder anerkennen. Die Lobbyarbeit geht tief rein in die Politik und nicht zuletzt auch in die Medien. Die gentechnischen, wahrscheinlich unbedenklichen Veränderungen mancher Institute sind so lange ok, solange keine Abhängigkeiten entstehen oder die Flora- und Fauna dabei nicht belastet werden. Letztendlich ist eine Veränderung über einen Gentransfer lediglich die Evolution um ein paar tausend bis Millionen Jahre versucht zu beschleunigen. Die Evolution passiert aber aus gutem Grund so langsam damit sich alles drumherum daran angleichen kann. Bienen und andere Insekten sind nur ein Beispiel. Aber wir kriegen den Planeten schon klein. So oder so.

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bafibo 17.04.2018, 14:57
5. Es ist nicht so einfach

Daß Glyphosat nicht krebserregend sein soll, kann sogar stimmen. In der Praxis wird es allerdings nicht als Reinstoff verkauft und verwendet, sondern im Verbund mit anderen (Hilfs-)Stoffen, die nicht getestet wurden; schon gar nicht wurde die Ungefährlichkeit des Gemenges festgestellt - weder auf Menschen noch auf Tiere, insbesondere Bienen.
Des weiteren wachsen die herbizidresistenten Nutzpflanzen ja nicht im Labor, sondern auf dem Acker, und haben via Pollen Kontakt zur "wilden" Verwandtschaft. Mag ja sein, daß der Pollen nicht zur Nachzucht der Nutzpflanze selbst taugt (die soll ja steril sein), aber trifft das auch auf die "wilde" Verwandtschaft zu? Es braucht nur einen einzigen Ausreißer, und schon entwickelt sich ein glyphosatresistentes Superunkraut - vielen Dank auch. Mit eingeschleppten Arten wie dem Riesenbärenklau haben wir schon genug Ärger.

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bertlinx 17.04.2018, 15:15
6. Die Forschungsprojekte in der USA....

sind fast vollständig von der Industrie finanziert. Die Ergebnisse solcher Forschung sollte man sehr skeptisch sehen, zumal es sich hier um einen Milliardenmarkt handelt. Außerdem muss man sehr genau zwischen Gentechnik für medizinische Anwendungen und Gentechnik in der Landwirtschaft unterscheiden. Gentechnisch veränderte Pflanzen, die einmal ausgesät sind, verbreiten sich ungehemmt wie z.B. die Bohnen in Südamerika mit all den schlimmen Folgen für die Bauern in Südamerika.

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taglöhner 17.04.2018, 15:15
7. Wortreiches Blech

Zitat von bullermännchen
Glyphosat wird hierzulande nicht nur vor der Aussaat eingesetzt. Wer hat euch den Bären aufgebunden? Z.B. wird Glyphosat wenige Wochen vor der Ernte auf das Kartoffelkraut aufgesprüht um es absterben zu lassen. Damit wird der Ernteprozess vereinfacht. Vielfach so z.B. in Franken praktiziert. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Euer Bericht hier liest sich wie ein Gebet für die Gentechnologie. Man kann dem pro oder contra gegenüberstehen, aber die Art und Weise wie die Konzeren, nicht nur Monsanto, die Abhängigkeiten schüren, ist schon dramatisch. Die negative Wirkung z.B. auf die Fruchtbarkeit von Mensch und Tier der Gentechnik Kombis wie Monsanto Pflanzen + Roundup sind in mehrfachen, fundierten Studien belegt. Ebenso der Einsatz von Roundup in den armen Regionen der Erde, wo den Bauern gesagt wird das sie mehr spritzen sollen weil es dann sicherer ist zu ernten. Schwerwiegende und flächige Erkrankungen der Bauern sind nachgewiesen. Aber das will niemand hören oder anerkennen. Die Lobbyarbeit geht tief rein in die Politik und nicht zuletzt auch in die Medien. Die gentechnischen, wahrscheinlich unbedenklichen Veränderungen mancher Institute sind so lange ok, solange keine Abhängigkeiten entstehen oder die Flora- und Fauna dabei nicht belastet werden. Letztendlich ist eine Veränderung über einen Gentransfer lediglich die Evolution um ein paar tausend bis Millionen Jahre versucht zu beschleunigen. Die Evolution passiert aber aus gutem Grund so langsam damit sich alles drumherum daran angleichen kann. Bienen und andere Insekten sind nur ein Beispiel. Aber wir kriegen den Planeten schon klein. So oder so.
Die Evolution kennt weder Grund noch Ziel, das ist esoterischer Quark.
Die "Erfindung" der Photosynthese hat nahezu alle bis dahin entstandenen Arten hinweggerafft.
Wer sich für Natur einsetzt, sollte sich die Mühe machen, sich naturwissenschaftlich zu bilden, sonst kommt Postfaktizismus und Esoterik dabei heraus. Aber das Engagement solcher "Aktivisten" verhält sich in aller Regel reziprok zu deren MILF-Kompetenz. Wenn gar nichts mehr hilft, werden halt Wissenschaftler von solchen Laien als gekauft denunziert.
Wer Monsanto irgendeine Schädigung an Gesundheit und Leben nachweist, ist reich und seine Anwälte auch, wir sind schließlich in USA.

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Goldwin 17.04.2018, 15:18
8.

Zitat von bullermännchen
Glyphosat wird hierzulande nicht nur vor der Aussaat eingesetzt. Wer hat euch den Bären aufgebunden? Z.B. wird Glyphosat wenige Wochen vor der Ernte auf das Kartoffelkraut aufgesprüht um es absterben zu lassen.
Na, da haben SIE sich aber einen Bären aufbinden lassen. Das Kartoffelkraut wird zwar in vielen Fällen chemisch abgetötet, aber dafür werden andere Mittel eingesetzt als Glyphosat! Vielelicht sollten Sie sich mal mit der Materie beschäftigen statt Halbwissen raus zu hauen!

Glyphosat wird in vielen Fällen VOR der Aussaat eingesetzt. Es wurde aber auch in Getreide kurz vor der Ernte zur Druscherleichterung verwendet. Dieser einsatz ist aber in Deutschland (richtiogerweise) m assiv eingeschränkt worden und ist nur noch in absoluetn Ausnahmen statthaft.

Es schaut so aus als handhaben Sie es wie die Grünen: "Die Faktentreue reicht immer nur so weit, wie sie zum eigenen Idealismus passt."

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joachim.stiller 17.04.2018, 15:23
9. Gentechnisch veränderte Lebensmittel in Zeiten des Klimawandels

Zitat: "Man solle doch noch einmal hinterfragen, "ob bestimmte neue Technologien nicht helfen könnten, die Versorgung mit Nahrungsmitteln auch dort zu garantieren, wo der Klimawandel für immer weniger Regen oder für versalzenen Boden sorgt".

Absolut richtig... Genau das ist ist die erkärte Idee von Monsanto... Daher forschen sie auch gerade mit hochdruck an Aluminiumresistenen Pflanezen für dei extensive Landwirtschaft...Super, nicht wahr?

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