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Gesteinsbrocken aus dem All: Asteroid 2018 CB nähert sich der Erde
NASA/JPL-Caltech

In der Nacht auf Samstag wird ein Asteroid an der Erde vorbeifliegen. Das Objekt wurde gerade erst entdeckt, es kommt uns deutlich näher als der Mond.

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zaungast2013 09.02.2018, 12:20
1. Relativ

Also Geschosse, die mit einer Häufigkeit von ein bis zwei Mal jährlich an der Erde vorbei schiessen, halte ich persönlich für keine Seltenheit. Aber das liegt wohl im Auge des Betrachters.

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mapcollect 09.02.2018, 12:32
2. Kann uns jeden Tag treffen so ein Ding

und die komplette Meschheit ausrotten. Bei knapp 1.5 Billionen Dollar weltweiten Militärausgaben pro Jahr (Statista) eigentlich nicht nachvollziehbar, dass wir unsere technischen Möglichkeiten nicht nutzen, um uns davor zu schützen.

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labellen 09.02.2018, 13:46
3. bleibt die Frage,

ob die Öffentlichkeit im Falle eines kollisionsträchtigen Meteorits tatsächlich informiert würde.
Es besteht ja in vielen Fällen eine Wahrscheinlichkeit, das das Objekt in der Atmosphäre in (relativ weniger gefährliche) Teilstücke aufgespalten wird und dies in Abwägung gegen die (u. A. wirtschaftlichen) Folgen einer Massenpanik könnte durchaus ein partielles oder totales Veröffentlichungsverbot bedeuten.

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swnf 09.02.2018, 14:03
4. Jeden Tag?

Zitat von mapcollect
und die komplette Meschheit ausrotten. Bei knapp 1.5 Billionen Dollar weltweiten Militärausgaben pro Jahr (Statista) eigentlich nicht nachvollziehbar, dass wir unsere technischen Möglichkeiten nicht nutzen, um uns davor zu schützen.
Laut Artikel kommt so ein Ding etwa 1-2x im Jahr vor. Das ist weit entfernt von "kann uns jeden Tag treffen"!
Diese Größe ist außerdem relativ harmlos und keineswegs im Stande die gesamte Menschheit auszurotten!
Sollten Sie sich aber ganz allgemein auf Meteoriten jeder Größe bezogen haben: Existenzgefährdende Größen sind durchaus bekannt und werden beobachtet im Rahmen der technischen Möglichkeiten (daher steht ja auch am Ende, dass der Asteroid Apophis 2029 noch näher kommen wird)!
Wie kommen Sie also zu der Annahme, dass "wir unsere technischen Möglichkeiten nicht nutzen"? Zu viel Armageddon geguckt? Wobei...auf einem Kometen ist auch schon eine Raumsonde gelandet...

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MisterD 09.02.2018, 14:05
5. Nun, da treffen natürlich Interessen aufeinander...

Zitat von mapcollect
und die komplette Meschheit ausrotten. Bei knapp 1.5 Billionen Dollar weltweiten Militärausgaben pro Jahr (Statista) eigentlich nicht nachvollziehbar, dass wir unsere technischen Möglichkeiten nicht nutzen, um uns davor zu schützen.
denn grundsätzlich müsste jeder seine eigenen Abwehr vorhalten.
Man kann ziemlich genau errechnen, wo ein Meteorit auf der Erde einschlagen würde, sollte er nicht vorbeifliegen. Angenommen die USA hätte eine Abwehr und das Ding würde auf, sagen wir Indien, China oder Russland fallen... ich gehe, zumindest bei der Trump.-Administration, nicht davon aus, dass man den Meteoriten in diesem Fall abschießen würde...

Zumal ein Abschuss immer ein nicht zu unterschätzendes Risiko darstellt:
Nehmen wir an Russland hat auch Abwehrwaffen für sowas, schießt den Meteoriten ab, der auf sein Staatsgebiet fallen wird. Das Ding spaltet sich und fällt anschließend auf die USA, Deutschland, Frankreich und China.

Es haben schon Kriege aus wesentlich nichtigeren Gründen begonnen...
Solange ein Meteorit nur eine kleine Landfläche bedroht, es sich also nicht um einen "Global Killer" handelt, sehe ich sämtlich Abwehrszenarien als sehr fragwürdig an.
Um es noch bildlicher zu machen. Auf das Haus ihres Nachbarn rast ein LKW zu. Würden Sie ihrem Nachbarn erlauben auf die Reifen zu schießen, auf die Gefahr hin, dass er aus der Spur gerät und dann in ihr Haus kracht? Wohl kaum...

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Fuxx81 09.02.2018, 14:25
6. Kommt drauf an

Zitat von labellen
bleibt die Frage, ob die Öffentlichkeit im Falle eines kollisionsträchtigen Meteorits tatsächlich informiert würde.
Kommt wahrscheinlich sehr darauf an, wer ihn entdeckt. Wenn der betreffende Astronom der Meinung ist, die Menschen sollten Erfahren, dass sie bald sterben, landet es im Internet. Wenn er der Meinung ist, lieber keine Panik schüren, vielleicht gehts ja noch mal gut, informiert er nur die Regierung, die dann still und heimlich in ihrem Bunker verschwindet...

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Fuxx81 09.02.2018, 14:31
7. Star Wars

Zitat von MisterD
denn grundsätzlich müsste jeder seine eigenen Abwehr vorhalten. Man kann ziemlich genau errechnen, wo ein Meteorit auf der Erde einschlagen würde, sollte er nicht vorbeifliegen. Angenommen die USA hätte eine Abwehr und das Ding würde auf, sagen wir Indien, China oder Russland fallen... ich gehe, zumindest bei der Trump.-Administration, nicht davon aus, dass man den Meteoriten in diesem Fall abschießen würde...
Es geht vor allem auch darum, dass dann Waffen im Weltraum stationiert werden müssten, die auch für andere Zwecke eingesetzt werden könnten, was gegen den Weltraumvertrag verstoßen würde. Auch auf den ersten Blick friedliche Techniken, wie das Aus-der Bahn-Schieben per Rakete könnten genutzt werden, um z.B. Satelliten unbrauchbar zu machen u.ä.
Solche Pläne könnten also schnell zu einem Wettrüsten zwischen den Staaten führen

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Pless1 09.02.2018, 14:42
8. Keine Panik, bitte!

Zitat von mapcollect
Kann uns jeden Tag treffen so ein Ding und die komplette Meschheit ausrotten. Bei knapp 1.5 Billionen Dollar weltweiten Militärausgaben pro Jahr (Statista) eigentlich nicht nachvollziehbar, dass wir unsere technischen Möglichkeiten nicht nutzen, um uns davor zu schützen.
Ein 40-Meter Asteroid kann, wenn es ganz blöd läuft, eine Stadt zerstören. Mehr nicht. Große Brocken, "global Killer", sind sehr, sehr selten und wären auch deutlich eher bekannt, weil man diese eben auch viel besser erkennen kann.

Ob Militärausgaben nun sinnvoll sind lass ich mal dahingestellt - aber ein Risiko, welches sich im Schnitt alle 100 Mio. Jahre realisiert ist jetzt auch nicht unbedingt Prio 1, denke ich. Es wird daran gearbeitet und das ist gut so. Aber wir müssen jetzt auch nicht alles andere stehen und liegen lassen, um uns vor großen Asteroiden zu schützen.

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emobil 09.02.2018, 15:00
9. eigentlich nicht nachvollziehbar...

Zitat von mapcollect
und die komplette Meschheit ausrotten. Bei knapp 1.5 Billionen Dollar weltweiten Militärausgaben pro Jahr (Statista) eigentlich nicht nachvollziehbar, dass wir unsere technischen Möglichkeiten nicht nutzen, um uns davor zu schützen.
... dass wir uns angesichts dieser Ausrottbarkeit tagtäglich das Leben selbst und gegenseitig so versauern und verbittern, anstatt es zu genießen.

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