Forum: Wissenschaft
Gravitationslinse: Forscher wiegen Stern mit Einstein-Trick
NASA/ ESA/ A. Feild/ STScI

Sternenlicht vom Kurs abgebracht: Erstmals haben Astronomen einen weißen Zwerg mit einer Methode vermessen, die Albert Einstein einst erdacht hat. Der Ausnahmephysiker "wäre stolz" angesichts der Entdeckung, sagen Kommentatoren.

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wolke:sieben 08.06.2017, 06:28
1. Frage:

Wem oder was sollen diese Berechnungen etwas bringen, außer dass diese viel Geld verschlingen, damit die nächste Frage: wer zahlt für solche nichtsnutzigen Forschungen???

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rkinfo 08.06.2017, 06:55
2. Ordentliche Fleißarbeit

In der Menschheitsgeschichte war die Entwicklung von Meßverfahren immer ein bedeutendes Ereignis.
Wenn man nun den Sternhimmel in weiterem Teilen vermessen kann, wäre viele weitere Vorfahren stolz.

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Senekah 08.06.2017, 07:57
3. Wissen

@wolke:sieben Wissen ist es was uns das Ganze bringt, ein tieferes Verständnis von Raum und Zeit. Und nun zurück in die Höhle - oder hör zumindest auf moderne Elektronik zu verwenden, die wäre z.B. ohne ein Verständnis der Quantenmechanik schon lange nicht baubar.

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jhea 08.06.2017, 07:58
4. haha @1

Das was der Prof, bzw die Profs da berechnet und beobachtet haben, machen die an einem oder 2 Nachmittagen...
Das kostet dann 75 Euro.
Gibt es übrigens aus dem Forschungsetat der jeweiligen Länder.

So und da wir nun wissen was es kostet, und wer dafür aufkommt...

Sicher kann der Astronom sicher was VIEEEEEL wichtigeres machen, wie zB die 'Probleme auf der Erde lösen', weil er ja auch sicher einen Doktor in Botanik hat um zu wissen wie man Weizen in der Sahara züchtet.
Oder er hat keine Ahnung davon, weil Astronomie und Botanik/Chemie (falls er Dünger entwickeln sollte) nicht all zu viel miteinander zu tun haben.

Aber da frag ich mich doch... Warum nehmen Sie nicht einen Spaten zur Hand und helfen den armen Leuten aus Kamerun Hirse anzubauen? Das sollen immer nur die anderen machen oder?

Ich für meinen Teil bin recht froh dass die das nun können, denn wenn wir berechnen können wie schwer ein Stern ist, ist es wesentlich einfacher mal Kandidaten zu finden um die ein erdähnlicher Planet mit flüssigem Wasser kreist.
Und wenn wir dann noch 'unnütze Forschung' betreiben um zB einen Sprung oder Warpantrieb zu entwickeln... nunja - dann können wir wirklich sagen - wenn wir so einen Unfug wie von dir lesen - I DO NOT WANT TO LIVE ON THIS PLANET ANYMORE!

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l/d 08.06.2017, 08:01
5. Ein Stern wiegt nichts!

Wiegen bzw. eine Schwere zeigen kann Masse nur dann, wenn sie von einem Gravitationsfeld nicht beschleunigt wird, sondern in diesem ruht. Wie etwa ein Stein an dem Faden einer Federwaage. Dann wiegt seine Masse etwas. Schneidet man den Faden durch, wiegt er nichts mehr und beschleunigt. Masse und Gewicht sind nicht das Gleiche, Gewicht ist das Äquivalent zu einer gravitativen Beschleunigung, die sich nicht zeigen kann.

Ob man diese Erscheinung im Rahmen des Konzepts einer gekrümmten Raumzeit erklärt oder im Rahmen einer newtonschen Gravitation, bleibt sich dabei im Ergebnis gleich.

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viwaldi 08.06.2017, 08:05
6. Sie armer Wicht

Zitat von wolke:sieben
Wem oder was sollen diese Berechnungen etwas bringen, außer dass diese viel Geld verschlingen, damit die nächste Frage: wer zahlt für solche nichtsnutzigen Forschungen?
Ist das wirklich das Einzige, was Ihnen zu diesem Artikel einfällt? Sie rechnen die Kosten um auf Sofas, Fernseher und Tüten Chips, die Ihnen entgangen sein könnten? "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" - Jesus hatte nicht Recht, manche offensichtlich schon.

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no__comment 08.06.2017, 08:13
7.

Zitat von wolke:sieben
Wem oder was sollen diese Berechnungen etwas bringen, außer dass diese viel Geld verschlingen, damit die nächste Frage: wer zahlt für solche nichtsnutzigen Forschungen???
Ich bin froh, dass nicht Leute wie sie entscheiden, was "nichtsnutzig" ist.

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Myrlin 08.06.2017, 08:46
8. Beweise?

Wie das mit dem Licht funktioniert, ist leider noch NICHT gut genug verstanden, wie folgendes mehr als reichlich veranschaulicht:
Atome und Moleküle haben eine Emissions-Reemissionszeit zwischen Aufnahme und Abgabe photonischer Energie, die beim CO2 zb. Mehrere 100 Millisekunden beträgt. Aber photonischer Energie wird konstant in alle Richtungen abgegeben. Bei Annahme der Existenz einzelner Photonen unmöglich. Es liegt ein grundlegender Verständnisfehler vor.

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ArRah 08.06.2017, 09:57
9.

Die Frage, was die Forschung am Ende bringt, kann bei Grundlagenforschung im Vorfeld nicht beantwortet werden. Deshalb ist sie aber nicht unnütz. Viele der wichtigsten Erkenntnisse ergeben sich durch nicht anwendungsorientierte Forschung.
Beispiel: Quantenmechanik und Relativitätstheorie. Beide wurden nötig weil Messungen gemacht wurden, deren Ergebnisse mit den bestehenden Theorien nicht zu erklären waren. Neue Theorien wurden erdacht und heute beruhen unter anderem Computer, Laser und GPS auf diesen. Messungen, die unser bisheriges Wissen erschüttern können sind aber nur noch bei Extremen zu erwarten: Riesige, dichte Massen, hohe Geschwindigkeiten und Temperaturen, Vorgänge auf kleistem Raum, etc. Deshalb schauen wir ins Weltall. Dort können wir Objekte Beobachten, die sich ganz anders verhalten als alles was wir auf der Erde beobachten können.
Wie könnten diese Messungen uns jetzt helfen? Nun, wie immer in der Astronomie werden solche Messungen, wurden sie einmal gemacht, schnell automatisiert. Es werden also vermutlich in ein paar Jahren tausende so vermessener Sterne vorliegen. Die Masse dieser Sterne kann man auch mir anderen, bereits bekannten Methoden bestimmen. Spannend wird es wenn die Masse, die mit einer Methode ermittelt wurde systematisch von der Masse abweicht, die mit einer anderen Methode ermittelt wurde. Dann hat man evtl. etwas noch nicht wirklich verstanden und daraus können sich dann wahrhaft revolutionäre Erkenntnisse ergeben.
Und wenn nicht? Nun, um diese Messungen machen zu können müssen wir ja schon viel übers Universum wissen. Entfernungen von Objekten beispielweise. Diese mussten mal gemessen/berechnet werden. Durch diese neuen Messungen kennen wir die Masse von vielen Sternen viel genauer als bisher. Dieses Wissen hilft uns dann bei späteren, anderen Berechnungen und Messungen. Eine dieser Messungen wird dann zu einer revolutionären Erkenntnis führen. So ist Grundlagenforschung: mühsam, wie stochern im Nebel und trotzdem absolut lohnenswert.

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