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Herstellung von Lebensmitteln: Gesundes Essen spart auch noch Wasser
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Für die Produktion von Lebensmitteln werden jeden Tag in Deutschland pro Kopf fast 3000 Liter Wasser verbraucht. Der Wert ließe sich um etwa ein Drittel senken - mit nur ein bisschen Verzicht.

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widower+2 11.09.2018, 15:59
50. Nicht unmittelbar

Zitat von der.tommy
Es behauptet ja niemand, dass durch chemische Reaktionen Wasser nicht wieder erzeugt werden könnte. Aber so wie die mitforisten hier propagieren, nämlich dass Wasser nur und ausschließlich ein „durchlaufender Posten“ ist, ist es nicht. Deshalb kommt das durch Lebewesen verbrauchte Wasser auch nicht unmittelbar wieder ins Grundwasser.
Aber irgendwann kommt es doch wieder zurück.

Entscheidend ist doch eigentlich, ob Wasser da vorhanden ist, wo es benötigt wird. Dieses Wasserargument, dass sehr gerne von Vegetariern und Veganern ins Feld geführt wird, um ihre angeblich für die Umwelt vorteilhaftere Lebensweise anzupreisen, zeugt von einer etwas unterkomplexen Denkweise.

Und das ist eben oft Augenwischerei. In Chile wurden zum Beispiel tausende Kleinbauern dadurch ruiniert, dass ihnen von den Avocadoplantagen von Agrarmultis buchstäblich das Wasser abgegraben wurde und sie fast nichts mehr anbauen können.

Insofern bedeutet jeglicher Verzehr von chilenischen Avocados oder andalusischen Erdbeeren tatsächlich eine Schädigung von dort lebenden Menschen durch Wasserverbrauch/-nutzung. Wenn ich mir ein Kilo deutsches Weiderind oder vom in der argentinichen Pampa grasenden Rindern auf den Grill haue, ist das ganz und gar nicht der Fall, obwohl der theoretische "Wasserverbrauch" wesentlich höher ist.

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Celegorm 11.09.2018, 18:28
51.

Zitat von widower+2
Insofern bedeutet jeglicher Verzehr von chilenischen Avocados oder andalusischen Erdbeeren tatsächlich eine Schädigung von dort lebenden Menschen durch Wasserverbrauch/-nutzung. Wenn ich mir ein Kilo deutsches Weiderind oder vom in der argentinichen Pampa grasenden Rindern auf den Grill haue, ist das ganz und gar nicht der Fall, obwohl der theoretische "Wasserverbrauch" wesentlich höher ist.
Grundsätzlich richtig, die Details sind da absolut entscheidend. Bloss: Deutsches Weiderind, das effektiv ausschliesslich oder auch nur grösstenteils von regionalem Gras und Heu gelebt hat, kommt leider bei fast niemandem auf dem Grill bzw. macht in der Gesamtmenge des konsumierten Fleisches einen verschwindend geringen Anteil aus. Stattdessen dominiert Stallhaltung und Kraftfutter, erst recht beim Schweinefleisch. Selbst in Argentinien und Co. sieht es entgegen dem Marketing-Mythos mittlerweile gleich aus, viel Weideland in der Pampa wurde dort in Ackerland für Soja und Mais verwandelt um - ironischerweise - Futtermittel zu exportieren.

Womit die eigentlich pauschalisierende Aussage bzgl. der Vorteile vegetarischer Ernährung dann im Grossen und Ganzen natürlich auch wieder stimmt. Daran ändern auch problematische pflanzliche Produkte wie Avocados nichts. Zumal diese ja keineswegs vornehmlich von Vegetariern verzehrt werden, das meiste davon landet vielmehr als Guacamole auf irgendwelchen Intensivhaltungs-Rindfleisch-Burgern und -Tacos..

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flohzirkusdirektor 11.09.2018, 19:53
52. Also:

Zitat von regelaltersrentner
Wenn sie jetzt noch den 9,2 Millionen Hunde und den 13,7 Millionen Katzen in Deutschland den Vegetarismus beibringen, dann ist die Welt gerettet.
Neine Irish Red Setter-Hündin mochte sehr gerne diese kleinen, harten Holzäpfel, die sie eigentlich apportieren sollte, übrigens das Einzige, was sie roh frass.

Aber bei ihrem Fresschen war sie beleidigt, wenn es in ihrem Futter kein Gemüse gab (ihr Lieblingsfutter war Hühnerklein gekocht mit Reis und Gemüse, aber die schöne Hühnerbrühe konnte man ja nich einfach wegkippen, also gab es am nächsten Tag eben Trockenfutter mit Hühnerbrühe).

Und meine English Springer Spaniel-Hündin hätte für pommes frites oder ungewürzte Reistafeln ihr Leben gegeben ... ;-)

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flohzirkusdirektor 11.09.2018, 19:58
53. Zu kurz gedacht:

Zitat von der.tommy
Das ist falsch. Das „verbrauchte“ Wasser kommt eben nicht wieder in den Kreislauf zurück, weil es nach der Verwendung für die lebensmittelproduktion nicht mehr existiert. Der Photosynthese-Zyklus wandelt Wasser um. Es ist danach weg. Ihre Aussage ist daher von vorn bis hinten falsch.
Sie müssen mibedenken, wie es mit dem Wasser nach der Photosynthese weiter geht. Irgendwann wird es wieder im Grund- oder Meerwasser landen. Garantiert ...

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flohzirkusdirektor 11.09.2018, 20:08
54. Ja natürlich.

Zitat von der.tommy
[...] schon gar nicht unmittelbar.
Es braucht schon einige Zeit, einige Stadien, bis ein alter, umgestürzter Baum biologisch abgebaut sein wird. Aber schlussendlich landet das H20 wieder im Grundwasser - exclusive natürlich der Wolken, die über dem Meer abregnen ...

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benhadschiomar 11.09.2018, 21:46
55.

Zitat von sotraluz
Die Folgen dieser unsäglichen Wasservergeudung waren in diesem Sommer unübersehbar, zumindest in der Landwirtschaft: Die Bauern hatten kein Wasser mehr zum Bewässern ihrer Felder, sie mussten ihre Ernte verdörren lassen und nach finanzieller Unterstützung rufen.
Dieser Beitrag ist so was von daneben, das ist erschreckend! Unsere Stadtschreiber haben für das Jahr 1540 (!) vermerkt: grosse Trockenheit und Dürre. Auch ein Schweizer Historiker hat das erforscht und für ganz Europa festgestellt. 1530 gab es zwei Ernten im Jahr: eine im Februar und eine im frühen Herbst. Nix mit zu grossem Wasserverbrauch, nix mit menschengemachten Wetterkapriolen. Wann endlich begreift man das?

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regelaltersrentner 12.09.2018, 11:26
56.

Zitat von widower+2
Aber irgendwann kommt es doch wieder zurück. Entscheidend ist doch eigentlich, ob Wasser da vorhanden ist, wo es benötigt wird. Dieses Wasserargument, dass sehr gerne von Vegetariern und Veganern ins Feld geführt wird, um ihre angeblich für die Umwelt vorteilhaftere Lebensweise anzupreisen, zeugt von einer etwas unterkomplexen Denkweise. Und das ist eben oft Augenwischerei. In Chile wurden zum Beispiel tausende Kleinbauern dadurch ruiniert, dass ihnen von den Avocadoplantagen von Agrarmultis buchstäblich das Wasser abgegraben wurde und sie fast nichts mehr anbauen können. Insofern bedeutet jeglicher Verzehr von chilenischen Avocados oder andalusischen Erdbeeren tatsächlich eine Schädigung von dort lebenden Menschen durch Wasserverbrauch/-nutzung. Wenn ich mir ein Kilo deutsches Weiderind oder vom in der argentinichen Pampa grasenden Rindern auf den Grill haue, ist das ganz und gar nicht der Fall, obwohl der theoretische "Wasserverbrauch" wesentlich höher ist.
Das Fleisch vom in der Pampa grasenden Rind erreicht Deutschland nicht. Die Rinder werden in Feedlots gemästet.

https://www.travelbook.de/weltspeisen/masse-statt-klasse-die-bittere-wahrheit-ueber-argentinisches-rindfleisch

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