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Iran-Sanktionen: Schlecht für Airbus, schlecht für Boeing, schlecht für die Sicherhei
AP

Die iranische Flugzeugflotte ist völlig veraltet, Airbus und Boeing hofften auf Milliardengeschäfte. Aus und vorbei: Die US-Sanktionen beenden alle Deals. Passagiere müssen bangen, russische Hersteller profitieren.

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Ulrich Berger 09.05.2018, 18:29
1. Wahrscheinlich bin ich zu dumm,

aber mir ist nicht klar, warum Airbus keine Flugzeuge an Iran verkaufen kann - ich dachte, die Befehlsgewalt des US-Praesidenten beschraenkt sich auf US-Produkte.
Noetigenfalls kann man uebrigens auch in China produzieren!
Das Problem in diesem Falle - und wie ueblich - ist der Merkel-Haufen,
warum diese permanenten Verbeugungern vor den US?
Warum sind die deutschen Vertreter nicht bereits zu Gespraechen in Moskau und Peking?

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BernhardNYC 09.05.2018, 18:32
2. Leider clever

Zitat: "Die Russen hätten die US-Komponenten durch eigene ausgetauscht." Das macht natürlich Sinn und Airbus sollte das vermutlich auch prüfen. Allerdings frage ich mich die USA auch Europäische Firmen belangen wird die ihre Produkte zwar ohne Amerikanische Komponenten herstellen und an den Iran liefern, andererseits aber auch Geschäfte in den USA betreiben. Ich könnte mir vorstellen dass diese dann in den USA vom Handel ausgeschlossen werden oder anderweitig belangt werden. Vor die Wahl gestellt ein paar Geschäfte mit dem Iran zu machen oder Ihr USA Geschäft aufzugeben werden die meisten Firmen wohl einknicken. Die Frage ist also ob durch den Ausstieg der USA das abkommen nicht doch de-fakto tot ist, entgegen der Beteuerungen der anderen Vertragsparteien.

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aurichter 09.05.2018, 18:36
3. Und wenn

die USA so weiter machen, dann werden die Chinesen auch auf dem Sektor den westlichen Unternehmen in weiteren Regionen den Rang ablaufen, denn bekanntlich bauen die Chinesen in Zukunft eigene Flugzeuge mit Potential. Das wird dann in doppelter Hinsicht ein Eigentor für die Vereinigten Staaten. Und ganz ehrlich, es wäre ihnen zu wünschen. Die Abneigung bei der Weltbevölkerung gegenüber den USA wächst mit Riesenschritten, da brauchen wir nicht diskutieren, dies ist Fakt. Seit Trump wird diese Abneigung nur noch einmal deutlich beschleunigt. Viele Staaten, auch gerade die Südamerikanischen Länder, äußern sich momentan nicht dazu, aber sie beobachten sehr genau. Es wird noch sehr spannend in nächster Zeit, warten wir mal die MidTerms ab, dann sehen wir weiter.

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winki 09.05.2018, 18:38
4. Das ist doch die Gelegenheit ...

für Airbus zusammen mit den Russen das Geschäft zu machen. In aller Ruhe und im Stillen, ohne großes Theater. Das könnte dann wieder der Beginn einer ehrlichen Partnerschaft werden. Das gab es alles schon einmal. Und soviel steht fest, die Russen sind zuverlässig!

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rkinfo 09.05.2018, 18:43
5. "Atomkraft Nein Danke"

Gerade wir Deutschen haben doch eine radikale Ablehnung an alles Atomare, womit der Iran doch eh durchfällt ?
Ziel sollte eine Welt ohne Atomwaffen sein, wobei alle Zivilisationen dies aus freien Stücken tun. Iran sieht das eh anders ...

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rasenderReporter 09.05.2018, 18:46
6. Russland China und der Iran

Der Iran kauft 40 Suchoi Superjet SSJ100R (Quelle:AeroBuzz.de). Das ist symptomatisch. Die Sanktionspolitik der USA und der EU (die EU wird dazu gezwungen) eröffnet Russland und China neue Möglichleiten. - Generell bewirkt die Sanktionspolitik der USA und EU, daß sich die Länder in Asien zusammentun und sich dem Würgegriff der USA zu entziehen. Dort ensteht zurzeit ein politisches und wirtschaftliches Geflecht, in dem die USA und EU nur geringen Einfluß haben. Ich zähle auf: Türkei, Syrien, Irak, Iran, Pakistan, China, Mongolei, sämtliche zentralasiatischen Staaten. und Indien (Indien ist ein Zwitter) In diesen Ländern wird in regionaler Währung oder in Yüan bezahlt. Sie haben eigene politische Organisationen (BRICS, SOZ) und ehrgeizige Wirtschaftspläne, siehe die neue Seidenstrasse. - Das brachiale Sanktionsregime der USA und EU befördert mittel- und langfristig das Entstehen eines neuen wirtschaftlichen und politischen Gebildes mit China im Zentrum. Um es kurz zu machen, es entsteht eine eurasische Wirtschaftsgemeinschaft mit dem Yüan als Zahlungsmittel. Wenn die USA und EU weiter so machen, werden sie bald fast die ganze Welt sanktioneren. - Zur EU: Die EU wird gegenüber der USA schneller uUmfallen wie eine morsche Eiche im Sturm.

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claus7447 09.05.2018, 18:49
7.

Zitat von Ulrich Berger
aber mir ist nicht klar, warum Airbus keine Flugzeuge an Iran verkaufen kann - ich dachte, die Befehlsgewalt des US-Praesidenten beschraenkt sich auf US-Produkte. Noetigenfalls kann man uebrigens auch in China produzieren! Das Problem in diesem Falle - und wie ueblich - ist der Merkel-Haufen, warum diese permanenten Verbeugungern vor den US? Warum sind die deutschen Vertreter nicht bereits zu Gespraechen in Moskau und Peking?
Die Problematik liegt darin, dass zum einen auch teile beim Airbus aus den USA kommen. Die USA könnten diesen Zulieferanten verbieten Airbus grundsätzlich zu beliefern. Darüber hinaus sind durch die internationalen Verknüpfungen darüberhinaus Bankverbindung gefährdet.

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Sensør 09.05.2018, 18:51
8. Zukunft von Airbus

Wenn Airbus schlau ist, verzichtet das Unternehmen mittelfristig auf sämtliche Komponenten aus den USA, um sich auf dem Weltmarkt frei bewegen zu können.
Da kann man mal wieder sehen, wo die Globalisierung hinführt ....

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PolitBarometer 09.05.2018, 18:54
9. Politik vs. Wirtschaftslobbyismus

Na und? Politik an wirtschaftlichen Interessen fest zu machen ist kontraproduktiv und gerade bei Ländern wie Iran/Irak überhaupt nicht sinnvoll. Absolut richtige Entscheidung vom POTUS, hier eine harte Hand zu haben und klare Kante zu zeigen.

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