Forum: Wissenschaft
Kampf gegen Epidemien: Der programmierte Tod
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Keine Tierfamilie ist weltweit für so viele Todesfälle verantwortlich wie Mücken. Nun wollen Forscher ganze Populationen vernichten - mit einer umstrittenen Gentechnikmethode.

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anselmwuestegern 31.03.2018, 20:04
1.

Ich mache jetzt eine Prophezeiung: Mit Hilfe der Gentechnologie stirbt die Moskito weltweit aus. Die Biene stirbt in Folge der Umweltbelastung aus Industrie und Landwirtschaft aus und durch die ausgelöschte Moskito fehlt ein Glied in der Genkette, das übersehen wurde. Es gibt keinen Ersatz mehr und innerhalb weniger Jahre sterben alle Säugetiere aus.
Der Mensch gehört zu den Säugetieren.
Ehe die Bienen sich durchgesetzt hatten und Moskitos das Blut als Nahrungsquelle erschlossen hatten, betätigten sich diese auch als Bestäuber.
Die Chance besteht nicht mehr wenn sie ausgerottet sind.
Wäre es nicht besser, einen Impfstoff gegen die Krankheiten zu entwickeln und zu verbreiten? Die Erderwärmung wird sich wohl nicht so bald aufhalten lassen.

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mina2010 31.03.2018, 20:22
2. Ja liebe Forscher,

vielleicht solltet ihr erstmal Evolution verstehen, bevor ihr die Welt total auf künstlich umstellt.
Vielleicht hat sich die Natur etwas dabei gedacht, dass es Mücken gibt.
Vielleicht hat die Evolution die ungehinderte Vermehrung und die uneingeschränkte Erhaltung der Spezies Homo Sapiens gar nicht vorgesehen.

Gefällt uns vielleicht nicht ... könnte aber so sein.
Ihr öffnet die Büchse der Pandora!

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max-mustermann 31.03.2018, 20:37
3.

Zitat von mina2010
vielleicht solltet ihr erstmal Evolution verstehen, bevor ihr die Welt total auf künstlich umstellt. Vielleicht hat sich die Natur etwas dabei gedacht, dass es Mücken gibt. Vielleicht hat die Evolution die ungehinderte Vermehrung und die uneingeschränkte Erhaltung der Spezies Homo Sapiens gar nicht vorgesehen. Gefällt uns vielleicht nicht ... könnte aber so sein. Ihr öffnet die Büchse der Pandora!
Da irren sie lieber Forist, denn die Natur "denkt sich nichts" und "sieht auch nichts vor" dar sie kein Lebewesen mit einem Bewusstsein ist. Es handelt sich immer um ein Spiel von Aktion und Gegenreaktion bzw. try and error, dh. was funktioniert/sich weiterentwickelt überlebt und alles andere eben nicht.

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muzepuckel 31.03.2018, 20:46
4. Zauberlehrlinge.........

Die Schöpfung ist vollkommen. Nichts was existiert ist überflüssig. Die Zusammenhänge zwischen Tieren und Pflanzen sind noch nicht im entferntesten erforscht. Je mehr man darüber weis, desto größer wird das Staunen und die Demut vor dem, der das alles erschaffen hat. Sollte zumindest so sein.
Mir ist es schleierhaft, wie man angesichts des komplexen Aufbau nur einer einzigen Zelle noch an den Zufall als Architekten glauben kann.

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m.sc. 31.03.2018, 20:54
5. wissenschaftlicher Fortschritt

Toll, dass die Wissenschaft mit immer neuen Ansätzen die Welt ein Stück besser machen kann. Natürlich ist ein verantwortungsvoller Umgang sehr zu begrüßen.

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Betrayer 31.03.2018, 21:12
6. Befürworte dieses Vorgehen

Ich als angehender Biologe kann dem nur zustimmen. Natürlich gibt es Risiken, aber letztlich wird der Nutzen überwiegen. Ich weiß nicht, wie manche auf die kruden These kommen, dass Moskitos Bestäuber sind. Auch das im Text genannte Argument, dass man besser einen Impstoff entwickeln sollte, halte ich für fragwürdig. Durch die teils parasitäre Lebensweise der Moskitos, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis sie als Vektoren für eine neuartige Krankheit dienen. In diesem Sinne: rotten wir die Moskitos aus, der Ansatz ist sinnvoll, natürlich muss auf etwaige Nebeneffekt geachtet werden, der Nutzen liegt jedoch klar auf der Hand. Obendrein finde ich auch diese Denkweise von der Natur als bewusste Lebewesen höchst amüsant, in einem biblischen Sinne mag sowas zutreffen, jedoch gibt es nicht DIE Natur als Individuum, wie ein Vorredner schon schrieb, es ist, vereinfacht gesagt, nur ein Zusammenspiel aus Aktion und Reaktion.

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touri 31.03.2018, 21:13
7.

"Gene Drives sind vielfältig und können im Prinzip bei allen Arten angewendet werden. Das macht sie zu einer mächtigen Waffe - im guten wie im schlechten Sinne."

Das erinnert mich irgendwie an Dan Browns Buch "Inferno". Gruselige Vorstellung was mit der Technologie alles angerichtet werden könnte.

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frenchie3 31.03.2018, 21:13
8. Wann immer der Mensch

irgendwas ausgesetzt hat um was anderes umzubringen ging das voll in die Büx. Einmal muß es ja klappen - nur hier bestimmt nicht.

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freekmason 31.03.2018, 21:16
9.

Zitat von muzepuckel
Die Schöpfung ist vollkommen. Nichts was existiert ist überflüssig. Die Zusammenhänge zwischen Tieren und Pflanzen sind noch nicht im entferntesten erforscht. Je mehr man darüber weis, desto größer wird das Staunen und die Demut vor dem, der das alles erschaffen hat. Sollte zumindest so sein. Mir ist es schleierhaft, wie man angesichts des komplexen Aufbau nur einer einzigen Zelle noch an den Zufall als Architekten glauben kann.
dabei ist es hilfreich zu verstehen, dass selektion, physikalische gesetze und milliarden jahre kein "zufall" sind.
die frage ist da eher, wieso man, ganz ohne indizien, einen architekten annehmen sollte. um das plausibel zu machen, müssten sich die, die daran glauben, auch erstmal auf einen der tausenden architekten festlegen. und dann gehen wir der frage nach, wer denn eigentlich die eltern dieses architekten waren.
unabhängig davon sollte man solche radikalen eingriffe ins ökosystem/die schöpfung zehnfach üerdenken.

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