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Kampftrinken bei Jugendlichen - Hilft nur ein Alkoholverbot?

Saufen bis der Arzt kommt - der Trend nimmt unter Jugendlichen in ganz Deutschland zu. Hilft nur ein Alkoholverbot?

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inci 10.03.2007, 14:09
1.

Zitat von sysop
Saufen bis der Arzt kommt - der Trend nimmt unter Jugendlichen in ganz Deutschland zu. Hilft nur ein Alkoholverbot?

das ist eher ein ganz "alter" trend, auch ich und meine freunde haben in teeniezeiten dem alkohol gelegentlich recht heftig zugesprochen, und das nicht nur während des karnevals.

die in den letzten tagen und wochen hochgekochte dringlichkeit ist lediglich phase I in der strategie von herrn kyprianou, europas bürger dank gesundheitskontrolle unsterblich zu machen. und wie man sieht, haben wir schon die diskussion zu dem thema.

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Roller 10.03.2007, 14:10
2.

Zitat von sysop
Saufen bis der Arzt kommt - der Trend nimmt unter Jugendlichen in ganz Deutschland zu. Hilft nur ein Alkoholverbot?
Wie man aus der Vergangenheit weiss, sind Verbote nicht sehr effektiv.
Warum stellt man nicht erstmal die Alkohol Werbung ein und verhindert gesetzlich, dass Jugendliche ab 16 sich legal mit Bier besaufen koennen?
Es kann doch auch nicht sein, dass nachmittags das Kinderprogramm mit Alkoholwerbung zugepflastert wird.
An Hand der Gesetze kann man doch schon sehen, wer in Deutschland das Sagen hat:
Autoindustrie,Pharmaindustrie und Jägermeister + Co.

Gruss
Roller

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GeneralPatton 10.03.2007, 14:22
3.

Sowas gabs doch schonmal in den 30ern. Da hatte es auch nicht geholfen, ja sogar einige ziemlich üble Nebeneffekte.
Verbote helfen da gar nichts.
Ich trink ja selber auch hin und wieder gerne einen über den Durst, aber dann gehts mir am nächsten Tag beschissen und ich halt mich für die nächste Zeit davon fern.
Scheint fast so als sei manchen Menschen in dieser Hinsicht der gesunde Menschenverstand abhanden gekommen.

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vaikl 10.03.2007, 14:30
4.

Es gibt 2 Alternativen zum Alkoholverbot:

1.) Man überlässt diese vollhorstigen Komasäufer sich selbst, leistet weder Erste Hilfe noch Therapie und bittet die Eltern/Angehörigen wg. der Sekundärschäden zur Kasse

oder 2.) Man bürdet *alle* primären und sekundären Kosten, die der Gesellschaft aufgrund von ärtzlicher Notfallversorgung, Blockierung von Notfallaufnahmeplätzen, Krankenhausbetten und Therapieplätzen, Unfallschäden, Versorgung von Verkehrsopfern, polizeilichen Ermittlungen und Gerichtskosten entstehen, den Komasäufern *allein* auf, weil man in solchen Fällen nicht mehr auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren darf.

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JoergB 10.03.2007, 14:31
5.

Ja genau, sofort alles verbieten was einem irgendwie Kopfzerbrechen bereitet. Das ist am einfachsten...

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kräuterhexe 10.03.2007, 14:54
6.

Zitat von sysop
Saufen bis der Arzt kommt - der Trend nimmt unter Jugendlichen in ganz Deutschland zu. Hilft nur ein Alkoholverbot?
Wie soll verbieten helfen???

Das Hauptproblem ist der Überbegriff " Sucht"; solange der nicht in den Köpfen bearbeitet wird,hilft nix...Dann trinken sie vielleicht nicht aber rauchen dafür plötzlich mehr oder wenn es gar nichts gibt,dann kommt ne andere Sucht...Die Sucht lagert sich immer um solang sie noch da ist....

Es wäre doch interessant zu wissen,warum viele Menschen Süchte brauchen?Warum lassen es sich immer mehr Menschen so schlecht gehen?

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Klau3 10.03.2007, 15:03
7.

Jetzt diskutieren wir wieder über so ein Thema, da viele Menschen Alkohol trinken, ist es schwer eine einigermaßen Tatsachen bestimmte Diskussion zu führen.

Wikipedia-Auszug:
.....Alkohol ist ein in reifen Früchten und Säften natürlich vorkommendes Produkt der alkoholischen Gärung mit berauschender Wirkung. Aus diesem Grund werden heutzutage alkoholische Getränke industriell erzeugt. Alkohol ist die am weitesten verbreitete Droge weltweit. Regelmäßiger Konsum von Alkohol kann zu Alkoholismus führen.


Alkohol ist ein Gift für unseren Körper.
Wie oft hab ich schon Menschen gesehen, die sich nicht mehr unter Kontrolle hatten, weil sie viel zuviel Alkohol zu sich genommen hatten. Mehrfach kam schon der Krankenwagen. Einmal war die betroffene Person, eine halbe Stunde lang, nicht Transport fähig (16 Jahre alt).

Ich hab schon gar keine Lust mehr mit gleichaltrigen weg zu gehen, weil mir das ständige Besäufnis zu billig ist.

Bleibt noch die Schuldfrage
Junge Mensch sind sehr großem Druck ausgesetzt und deswegen wundert es mich nicht, dass viele durch Alkohol & Co. versuchen sich der Wirklichkeit für kurze Zeit zu entziehen. Irgendwo ist unsere Welt doch unwirklich und schwer zu verstehen :/


Ich bin für ein Alkoholverbot/Rauchverbot bis 24. Warum bis 24, weil der Körper bis dahin weitesgehend zuende entwickelt ist. Danach sollte der Mensch in der Lage sein selbst zu entscheiden ob er seinem Körper so etwas antun möchte oder nicht. o0 da hab ich jetzt was gesagt. Die Raucher und gg „Trinker“ unter euch werden mir jetzt bestimmt den Kopf abreisen. Und die Industrie wird Studien veröffentlichen in denen heraus kommt, dass das alles nicht so schlimm ist mit dem Trinken und Rauchen in der Jugend. Kein Mensch kann mir sagen das es für einen heranwachsenden Menschen förderlich ist, zu rauchen und zu trinken. Guckt euch doch mal die Menschen an die da rum laufen. Machen kaum Sport, wissen scheinbar nicht viel über Ernährung und auf ihren Körper hören sie schon lang nicht mehr. Klar gibt es Ausnahmen, aber leider muss ich feststellen das viele mit den legalen Drogen nicht richtig umgehen können, deswegen finde ich gehört sie bis zum 24 Lebensjahr Verboten.

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Pablo alto 10.03.2007, 15:03
8. Alles hängt mit Allem zusammen ...

... ist eine alte buddhistische Weisheit.

Und es ist erwiesen, dass Menschen im Norden (der nördlichen Hemisphäre) weitaus mehr trinken - Schotten, Isländer etc. Vermutlich weil's im Winter dunkel ist und kalt, und weil's so viel regnet und schneit.

Die Lösung ist die Klimaerwärmung. Wenn's erst in Deutschland so warm ist wie in Spanien (und in Schottland wie in Südfrankreich), werden die Menschen zu so gelassenen Trinksitten finden wie die Mittelmeeranrainer.

Bis dahin, ein kräftiges Prost aufs Ozonloch.

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popo2k3 10.03.2007, 15:06
9.

Ein Verbot halte ich auch nicht für sinnvoll.
Werbung könnte eingedämmt / verboten werden. Z.B. durch Ausstrahlung nur zu gewissen Zeiten.
Subventionen könnten eingestellt werden, sodass die Alkoholpreise steigen und es rein finanziell schwerer wird sich die Kante zu geben.
Die Kontrollen im Supermarkt müssen erhöht werden. Gewissenloses, aber auch unqualifiziertes Personal im Supermarkt ermöglicht den Jugendlichen den Kauf. Wo allerdings das nächste Problem wartet:
"Hey, großer Bruder, kaufst du mir nen Bacardi?"
"Ja, na klar!"
Was mich zur - meines Erachtens - wichtigsten Maßnahme führt:
Aufklärung! Wie die stattfinden soll überlasse ich mal den Anderen. "Jeder" hat sich mal abgeschossen, manche auch schon häufiger. Das ist ja auch nicht das Problem. Aber wenn sich Jugendliche -jedes- Wochenende ins Delirium saufen, sollten die Alarmglocken läuten. Und hier ist ein Bewusstsein nötig, das genau das erkennt und unterbindet. Ein gewissenhafteres Handeln von, wie oben beschrieben, älteren Geschwistern, anderen Familienangehörigen, aber auch älteren Freunden ist ein wichtiger Schritt. Wichtig sind hier natürlich auch die Eltern, die die Augen nicht davor verschließen sollen, wenn ihr Kind mit einem Mordsschädel und völlig verstrahlt in ihren Betten liegen. Da ist dann eben mehr erforderlich als das übliche "Trink net so viel!". Es muss klargemacht werden, dass die Gesellschaftsdroge Nr.1, die den Status "Droge" bei weitem nicht inne hat, wie auch Zigaretten und andere Nervengifte, Folgen haben (können). Was der Alkohol in unserem Körper macht und was er verursacht ist mit Sicherheit vielen Menschen nicht bekannt.

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