Forum: Wissenschaft
Klima: Die Geheimwaffe des Dschingis Khan
DPA

Mongolenherrscher Dschingis Khan verdankt einem Klimaumschwung sein Riesenreich: Im 13. Jahrhundert wurde es feucht in Ostasien - üppige Graslandschaften wurden zum Treibstoff für die mongolische Reiterarmee, meinen Forscher.

Seite 1 von 2
westerwäller 11.03.2014, 09:32
1. Es gibt keine "Studie" die so abstrus wäre ...

... dass unsere Medien sie nicht bringen würden ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Msc 11.03.2014, 09:56
2. optional

Bei uns heißt Regen "schlechtes Wetter". Vielleicht wollten die Mongolen einfach nur ins Trockene?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
f_bauer 11.03.2014, 09:57
3. Das heißt, man dreht es sich so hin, wie es passt.

Glaubt man also, dass es in Asien eine Dürre gab, dann war das der Antrieb für Dschingis Khan. Jetzt weiß man, dass das Klima eher feucht war. Also war das der Antrieb für Dschingis Khan. So kann im nachhinein jeder beliebige Umstand als Motivator interpretiert werden. Es gibt in so einer Situation hunderte von Einflüssen, die dazu führen können, dass ein Volk plötzlich loszieht, um die Welt zu erobern, und jetzt wird ohne weitere Nachweise so getan, als wäre das Klima der wichtigste dieser Einflüsse gewesen. Gäbe es nicht so genaue Aufzeichnungen über Alexander den Großen, dann würde man bei ihm wahrscheinlich auch auf die Idee kommen, das Klima sei für seine Feldzüge verantwortlich, oder der Salzgehalt der Ägäis, oder die plötzliche Ausbreitung der Gartenspitzmaus nach Südosteuropa.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
legendary_legend 11.03.2014, 10:16
4. @f_bauer

Sie haben den Artikel missverstanden. Das Wetter wird nicht als Motivator bezeichnet, sondern als eines der Gründe seines Erfolges. Dies ist bisher auch nur eine Theorie. Deshalb wird es als Studie angegeben

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pigtime 11.03.2014, 10:25
5.

Zitat von sysop
Mongolenherrscher Dschingis Khan verdankt einem Klimaumschwung sein Riesenreich: Im 13. Jahrhundert wurde es feucht in Ostasien - üppige Graslandschaften wurden zum Treibstoff für die mongolische Reiterarmee, meinen Forscher.
Dschingis Enkel Kubilai hatte offensichtlich weniger Glück mit dem Wetter. Zweimal versenkten Taifune seine Invasionsflotte vor Japan.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stefan_G 11.03.2014, 10:26
6. Jedem das Seine

Zitat von westerwäller
Es gibt keine Studie, die so abstrus wäre ... dass unsere Medien sie nicht bringen würden ...
Es gibt Leute, die sich dafür interessieren, wie es möglich war, dass aus einer Region, die heute zu den am dünnsten besiedelten Regionen der Erde gehört und die vor allem durch sehr karge Vegetation auffällt, jemals eine Reiterarmee kommen konnte, die in der Lage war, ein Weltreich eroberte.
Und es gibt Leute, die sich dafür interessieren, ob der HSV nächste Saison in der 2.Liga spielt und warum der Bierkasten schon wieder leer ist.
Insofern ist nichts dagegen zu sagen, wenn Medien Beiträge für Leute mit den erstgenannten Interessen bieten. Sie tun damit ja denen mit den letztgenannten Interessen nicht weh...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
whifferdill 11.03.2014, 10:32
7. kann mich dem nur anschließen

ist doch die reinste Spökenkiekerei. Hier gehts doch im Endeffekt darum,
(irgend)ein Ergebnis zu zeitigen, das den höchstwahrscheinlich hohen finanziellen Aufwand rechtfertigt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
analyse 11.03.2014, 10:39
8. Klimaänderung im 13.Jahrhundert !Immer diese Autos!

Wenn ihr Klimaforscher frühere Eiszeiten,Warmzeiten und Kälteperioden nicht erklären könnt,solange haltet euch zurück mit "sicheren" Prognosen wegen anthropogener Einflüsse !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stefan_G 11.03.2014, 11:14
9. Bei ...

Zitat von analyse
Wenn ihr Klimaforscher frühere Eiszeiten,Warmzeiten und Kälteperioden nicht erklären könnt,solange haltet euch zurück mit "sicheren" Prognosen wegen anthropogener Einflüsse !
... regionalen Klimaänderungen der Vergangenheit spielt sicher Feuchte/Trockenheit eine sehr viel größere Rolle als nur Warm/Kalt.
Schwer vorstellbar, dass sich die ägyptische Hochkultur unter den klimatischen Bedingungen im heutigen Ägypten oder die Mesopotamiens unter den Bedingungen des heutigen Iraks genau so entwickelt hätten. Viel eher wäre es bei der nomadischen Lebensweise wie in den Randbereichen der Sahara geblieben. Die übrigens vor ca. 6000 Jahren auch eine fruchtbare Savanne war.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2