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Klimawandel: Das Meer reagiert schneller
DPA

Die Meeresoberfläche erwärmt sich langsamer als Luftmassen an Land. Trotzdem passt sich das Leben in den Ozeanen deutlich schneller an den Klimawandel an, wie eine Metastudie zeigt. Forscher befürchten, dass sich so die Nahrungsketten im Meer gefährlich verschieben.

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horstpremium 04.08.2013, 19:21
1. Schwarzmalerei

Komisch, dass Studien immer ein düsteres Bild zeigen. Warum nicht mal Klimaerwärmung bringt Artenwachstum. Die Systeme sind so komplex, dass jegliche Vorhersage ein Lesen aus der Glaskugel darstellt. Beispiel Öresundbrücke: Katastrophe für Fauna und Flora - Jahre später: Rund um die Brückenpfeiler hat sich ein super Ökosystem entwickelt.

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Thybalt 04.08.2013, 19:45
2. @horst

Na, ich denke, das liegt doch fast auf der Hand, warum Hiobsbotschaften zum Standardrepertoire aller möglichen wissenschaftlichen Studien gehören - je gefährlicher sich etwas anhört, desto einfacher ist es, den Regierungen, NGO's und ähnlichen Einrichtungen das Geld aus den Rippen für neue, noch explizitere und mannigfaltigere Studien zu leiern. Das ist purer Selbsterhaltungstrieb.
Was mich immer wundert, dass Sätze wie "Wann Nahrung verfügbar ist und wann sie gebraucht wird, könne sich auseinanderentwickeln. Die Folge wären schrumpfende Bestände - eine Gefahr gerade für ohnehin bedrohte Arten." Komplett unreflektiert in solche Artikel wie den vorliegenden fließen. Entweder hier wurde eine Schlussfolgerung der Studie falsch wiedergegeben, oder der Stuss, der mit dieser Aussage behauptet wird ( wieso sollte es zu einer solchen Entwicklung kommen, die gegenseitige Abhängigkeit der einzelnen Arten ist sicherlich deutlich prägender für jegliches, auch das Wanderverhalten dieser, als das bisschen Wetteränderung. Heißt: wenn nix zu futtern, dann nix hingehen) wird noch nicht mal als dieser gekennzeichnet... Von einer "Wissenschaftsredaktion" darf man wohl mehr erwarten.

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Neurovore 04.08.2013, 20:10
3.

Zitat von sysop
"Die Ozeane sind weit davon entfernt, ein Puffer zu sein und eher kleine Veränderungen zu zeigen."
So etwas haben ja auch nur die Klimahysteriker behauptet. Als nächstes wird man wohlmöglich feststellen, dass auch die Wolkenbildung erhebliche Einflüsse auf das Klima hat...

Und angesichts der Tatsache, dass Plankton nicht nur die grösste Biomasse auf die Waage bringt, sondern auch mehr CO2 bindet als die Regenwälder, sollte man doch froh sein, wenn sich das Vieh/Zeug weiter verbreitet.

Wobei man da wahrscheinlich nur die Verluste ausgleichen kann, die dadurch entstehen, dass man in den obersten Meeresschichten inzwischen mehr Plastik-Plankton als natürliches hat...

DAS ist ein ernstzunehmendes Problem und hat weitreichendere Auswirkungen auf die Nahrungskette als die paar Grad. Davor müssten sich die Forscher eigentlich fürchten...

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testthewest 04.08.2013, 20:24
4.

Zitat von sysop
Die Meeresoberfläche erwärmt sich langsamer als Luftmassen an Land. Trotzdem passt sich das Leben in den Ozeanen deutlich schneller an den Klimawandel an, wie eine Metastudie zeigt. Forscher befürchten, dass sich so die Nahrungsketten im Meer gefährlich verschieben.
90% ihrer Zeit war die Erde an den Polkappen nicht dauerhaft vereist.
Die Natur kam schon klar. Auch hat die Natur bereits bewiesen, dass sie mit höheren Temperaturen umgehen kann.
Die Frage ist nur: Können wir das auch?

Ich denke schon, auch wenn sich die bewohnten Gebiete nach Norden verschieben werden. Kanada und Russland haben genug Platz.

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passepastous 04.08.2013, 20:28
5. @Premiumhorst & Thybalt

Da geht es doch nicht nur um Forschungsgelder oder Besserwisserei.
Wer sich ein wenig mit Meeresbiologe beschäftigt, kennt die im Artikel beschriebenen Gefahren bereits - und das unter vielen Meeresbiologen damit verbundenen Unbehagen.
1,2 Milliarden Menschen sind tagtäglich unmittelbar von Meereserzeugnissen abhängig. Wenn das Ökosystem der Meere tatsächlich so beschleunigt anfällig auf die Erwärmung reagiert, wie die Daten andeuten, bedeutet das eine der unmittelbarsten Bedrohungen für die Nahrungsversorgung der Menschheit. Allein diese Gefahr rechtfertig zumindest die Warnungen. Gerade bei komplexen Systemen !!
Aber nein – wir wollen doch mal schöne Nachrichten hören. Ehrlich – versaut uns nicht die Party – man lebt doch nur einmal ... (Ironie aus)
Wie wäre es mit ein wenig Nachdenken vor dem Schreiben anstatt aus der sicheren Deckung reflexartig gegen die bösen Gutmenschen zu schießen, die zumindest versuchen auf die Folgen der menschgemachten Umweltzerstörung hinzuweisen.

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stapsiponti 04.08.2013, 20:46
6. Warning

Es geht nicht um "Untergang", sondern, wie vor einer scharfen Kurve auch, ein Hinweis. Was der ahrer dann macht, ist sein Entscheidung. Ich sehe meinnen alten Freund Ch. Darwin bestätigt: "survival of the fittest, nicht der Stärkste, der Anpassungsfähigste überlebt. Und da unsere Art Mensch die ausdifferenzierteste Art ist, werden wir uns, ohne die von uns mit verursachte Komplexität nicht überleben, wen wir einfach lächeln und business as usual praktizieren. Und das Universum, schon die Bakterien wird/werden nicht weinen, wenn wir nicht mehr sind, kraft unserem Mangel an Anpassungsfähigkeit. Also: Warnung bedeutet diese Studie, aber schon die ersten Reaktionen hier in SPON zeigen: lasst mich in Ruhe mit negativen News. Ja, Eigenverantwortunng is gone, Angelas Beschnullerung, alles ist gut, ist angenehmer, aber nicht hinreichend auf überschaubare Zeit. Hinweise ignorieren ist bequemer. Meet us where?

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a1b2c3d4e5 04.08.2013, 20:56
7. Gar keine Schwarzmalerei

Was ist daran "schwarzmalen" wenn die Tierart "Mensch" (denn sie ist biologisch nichts als eine Tierart) in ihrem Wahn sich für "besonders weit entwickelt" zu halten, nur weil ihr das Fell verloren ging, sich selbst von dieser Erde tilgt? Ich finde das im großen Kontext alles andere als "schwarzgemalt". Was besseres kann der Erde und der Natur ja gar nicht passieren. :-)))

Und das letzte Wort, das man verhallen hören konnte, bevor die Art verschwand, war "Klimahysterie"... Haha... :-D

Nein, mal ernst jetzt: Es gab im Laufe der Erdgeschichte zahlreiche dramatische Artensterben. Lest mal nach. Und die meisten davon hatten mit schnellen Klimaveränderungen zu tun. Die waren aber alle noch langsam verglichen mit dem was hier grad abgeht. "Verlagerung um 47 km pro Jahr" ?????? Wem das nicht die Alarmglocke auslöst der sollte mal überlegen daß wir in Deutschland demnächst Malaria und die Tsetsefliegen haben. Im kühlen Südafrika ist sie schon... Und was nach Süden geht geht irgendwann auch nach Norden. Viel Spaß dann auch.

Weiterschnarchen. Weiterleugnen. Nichts ändern. Au wei au wei au wei...

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billhall 04.08.2013, 21:12
8.

Zitat von horstpremium
Komisch, dass Studien immer ein düsteres Bild zeigen. Warum nicht mal Klimaerwärmung bringt Artenwachstum. Die Systeme sind so komplex, dass jegliche Vorhersage ein Lesen aus der Glaskugel darstellt. ....
Ist doch klar: je düsterer die Ergebnisse der Klimastudien desto mehr Geld. Oder glaubst du ernsthaft dass irgendjemand noch Studien finanziert wenn die Aussage ist "alles kein Problem, es wird Veränderungen geben aber die sind durchweg positiv"? Zumindest die Erdvergangenheit hat gezeigt dass Warmzeiten fürs Leben und die Artenvielfalt äusserst positiv sind während Eiszeiten praktisch immer mit einem Massensterben einhergehen.

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gfh9889d3de 04.08.2013, 21:14
9.

Zitat von sysop
Forscher befürchten, dass sich so die Nahrungsketten im Meer gefährlich verschieben.
Kam die "Befürchtung" auf eine "gefährliche Verschiebung" nun von den Klimawissenschaftlern oder direkt aus der Journalistenschule?

In beiden Fällen frage ich mich: Worin besteht genau die Gefahr und wodurch wurde diese nachgewiesen? Und warum hat man Furcht davor?

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