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Lernerfolg: Bildung ist erblich
DPA/ Picture Alliance/ ZB

In die Wiege gelegt oder hart erarbeitet? Eine Studie mit Zwillingspaaren zeigt: Der Bildungserfolg hängt zum größten Teil von ererbten Eigenschaften ab. Die Intelligenz ist dabei der entscheidende Faktor.

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vox veritas 07.10.2014, 09:14
1. Gespannt

Jetzt bin ich mal gespannt, wie deutsche Bildungspolitiker diese Ergebnisse interpretieren. Wird bestimmt einen Aufschrei der Entrüstung erzeugen.

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Bundesinnenminister 07.10.2014, 09:20
2. na endlich

findet mal jemand heraus, was ich schon immer vermutete. So viel zum Thema Bildungsgerechtigkeit. Kinder aus bildungsfernen Schichten sind hauptsächlich deswegen benachteiligt, weil sie eben Gene von bildungsfernen Eltern haben. Und eben nicht weil sie nur in sozialen Brennpunkten aufwachsen. Und deswegen können wir jetzt aufhören herum zu jammern, dass nur Akademikerkinder es bis zur Uni schaffen. Man kann versuchen da gegen zusteuern. Aber die geforderte Chancengleichheit wird man nie hinbekommen, außer man lässt Monsanto bei der Zeugung mitmischen.

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neromancer 07.10.2014, 09:23
3. Was ist mit dem sozialen Umfeld?

Hier wird ja nur vom Engagement der Eltern und den eigenen persönlichen Merkmalen geredet. Wo bleiben denn die anderen Einflussfaktoren wie Mitschüler, Freunde und Lehrer. Ich halte die Studie für einen Schuss ins Blaue. Diese isolierte Aussage hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

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nickellodeon 07.10.2014, 09:27
4. ..

diese Empire ist mit Verlaub Quatsch. Solange die Kinder in vergleichbare Umfeldern aufwachsen, wird die Trennung von Erbgut / Anlagen zur Förderung unmöglich sein

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kenterziege 07.10.2014, 09:38
5. Oh Leute - was für ein Ergebnis!

So ein Ergebnis würde, wenn es denn stimmen würde, 50 Jahre sozialistische Bildungspolitik kaputt machen und alle Experimente nachträglich diskreditieren. Profis haben das schon immer gewusst. Die Forschung an eineiigen Zwillingen ist ja auch nicht neu.
Wenn 62 % genetisch bestimmt sind, heißt das ja noch nicht automatisch, dass 38% automatisch sozialen Faktoren zu verdanken sind. Wir machen den ganzen Bildungswahn im Hinblick auf "Gerechtigkeit" für ca. 30% der frei verfügbaren Intelligenz. Das ist lachhaft.
Viel besser wäre es die Intelligenzreserven eines Volkes herauszukitzeln. Das schafft man aber nicht mit dem, was die GEW immer so verlangt. Oh, oh Intelligenz und damit Erfolg sind angeboren. Wussten das die Nazis nicht schon? Und dann kamen die Amerikaner und sagten, mit der richtigen Bildung kann jeder alles werden, sogar Präsident. Das die Wahrheit in der Mitte lag, war immer bekannt. Aber nun zu 2/3 beruht alles auf Vererbung - das darf ja nicht wahr sein.

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joemcbro 07.10.2014, 09:38
6. Nichts sagend

Für mich sagt der Artikel gar nichts aus. Zunächst mal sind 62% nicht gerade übermäßig viel, das bedeutet immerhin, dass 38% nicht von erblichen Faktoren abhängen. Ganz ab davon wird hier nichts über das Verfahren gesagt. Gab es eine Testgruppe? Wenn ja, wie sah die aus? Wenn nicht, wieso nicht? In welchem Bereich der Standardabweichung bewegen wir uns hier - 1 σ, 2 σ, 5 σ? Aus welchen gesellschaftlichen Schichten kommen diese Jugendlichen? Der Schulabschluss ist nicht unbedingt das Entscheidende. Welche Förderung haben sie auf dem Weg zu ihrem GCSE erhalten? …
Auf das meiste davon geht der Artikel nicht oder zumindest nicht ausreichend ein und darum ist er meiner Ansicht nach absolut nichts sagend.

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me-and-bobby 07.10.2014, 09:38
7. Was sagt uns die Studie....? Der Erkenntnisgewinn geht asymptotisch gegen 0...

Zitat von neromancer
Hier wird ja nur vom Engagement der Eltern und den eigenen persönlichen Merkmalen geredet. Wo bleiben denn die anderen Einflussfaktoren wie Mitschüler, Freunde und Lehrer. Ich halte die Studie für einen Schuss ins Blaue. Diese isolierte Aussage hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.
Als wenn es so einfach wäre Intelligenz überhaupt zu definieren, geschweige daraus Schlüsse über die Zusammenhänge von schulischem und beruflichen Erfolg herszustellen...Da nützen auch 6600 untersuchte Zwillingspaare nichts...

Einen Nobelpreis gibt es aus diesem Erkenntnisgewinn sicher nicht, oder vielleicht doch?

Hängt ja ein Stück an der Intelligenz des Komitees oder vielleicht doch am Geld sprich Lobby-Arbeit des Landes z.B. USA...

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webersa 07.10.2014, 09:38
8. Ups...

...das passt ja nun mal gar nicht in unsere vom Streben nach political correctness geprägte Welt.
Andererseits muss es auch sonst schon jedem klar gewesen sein, dass nicht in jeder Person das Potential eines Albert Einstein steckt. Ebenso kann die Konsequenz aus der Studie nicht sein, dass jedwede Förderung Bildungsferner sinnlos ist, denn dabei ging es schon immer nicht darum, diese Leute "intelligenter" zu machen, als vielmehr darum, schlummerndes aber vorhandenes Potential zu heben.

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syracusa 07.10.2014, 09:41
9.

Zitat von Bundesinnenminister
findet mal jemand heraus, was ich schon immer vermutete. So viel zum Thema Bildungsgerechtigkeit. Kinder aus bildungsfernen Schichten sind hauptsächlich deswegen benachteiligt, weil sie eben Gene von bildungsfernen Eltern haben. Und eben nicht weil sie nur in sozialen Brennpunkten aufwachsen. Und deswegen können wir jetzt aufhören herum zu jammern, dass nur Akademikerkinder es bis zur Uni schaffen. Man kann versuchen da gegen zusteuern. Aber die geforderte Chancengleichheit wird man nie hinbekommen, außer man lässt Monsanto bei der Zeugung mitmischen.
Sie konstruieren da was, Was aus der Studie Bildungsgerechtigkeit schließen. Intelligenz gibtgar nicht hervorgeht. Deutsche Ingenieure habenDeutsche Ingenieure haben einen IQ von 115, aber nicht jeder Deutsche mit einem IQ von 115 hat die Bildungschancen, Ingenieur werden zu können. Dass Intelligenz Voraussetzung für den Bildungserfolg ist, lässt in keiner Weise auf Bildungsgerechtigkeit schließen. Intelligenz gibt's auch im Prekariat, und hat dort geringere Entfaltungsmöglichkeiten.

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