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Macron auf der Weltklimakonferenz: Bei der Kohle ein Held - dank Atomkraft
REUTERS

Frankreichs Präsident sorgt auf der Klimakonferenz für Begeisterung. Er will bis 2021 aus der Kohleenergie aussteigen. Was übersehen wird: Kohle spielt im französischen Energiemix kaum eine Rolle.

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Aranea avicularia 16.11.2017, 13:19
1. Französisches Blendwerk

typisch Frankreich: Kohle spielt dort bei der Energieversorgung überhaupt keine Rolle, aber gleichzeitig lässt das Land Dutzende maroder AKW am Netz. So war es auch bei der Flüchtlingspolitik: wortgewaltige Ankündigung von Macron, Frankreich würde sie generös aufnehmen. De fact waren es dann 30.000 Handverlesene.

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klaus64 16.11.2017, 13:21
2. Die Kleinstaaterei der Welt

Die Atomkraftwerke haben am Ort der Energieerzeugung keine Emissionen. Die Herstellung der Brennstäbe schon, aber wen interessiert das.
Übrigens ist die Emissionsproblematik bei den "Batterieautos" das Gleiche.
Leider werden wir mit solcher nur punktueller Betrachtung das weltweite Klimaproblem niemals lösen.
Vor 200 Jahren behinderte die europäische Kleinstaaterei die industrielle Entwicklung. Heute behindert die weltweite "Kleinstaaterei" die Lösung weltweiter Probleme.

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nesmo 16.11.2017, 13:30
3. Umweltschutz durch Atomkraft

Da muss man halt abwägen. Saubere Umwelt mit dem "Restrisiko" der Atomkraft, oder Drecksluft mit anderen Restrisken. Theoretische Risiken der Atomkraft gegen Klimawandelrisiken durch Co2-Ausstoß abzuwägen ist zwar kaum möglich. Alternative Energien stehen noch nicht ausreichen zur Verfügung. Als Überbrückungsenergie, bis wirklich Alternativen bestehen, erscheint Atom, mit "nur" einem theoretischen Risiko gegen Kohle mit einem realen Risiko die fast bessere Variante. Möchte man lieber neben einem Atomkraftwerk in sauberer Luft leben oder ohne Atomkraftwerk im Smog?

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Hebbe29 16.11.2017, 13:33
4. Ja,

Wären wir nicht aufgrund der medial verbreiteten Panik so schnell aus der Atomenergie ausgestiegen, dann könnten wir Kohle- und Atomenergie gemeinsam auslaufen lassen und wären umweltmässig fein raus. Außerdem hätten wir noch großes Potential, andere Länder zu beraten. So aber müssen wir wegen der fluktuierenden Wind- und Solarenergie ständig einige Kohleblöcke im wenig effizienten und ungesunden Teillastbetrieb laufen lassen und blamieren uns damit jämmerlich. Panik war noch nie ein guter Ratgeber.

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Heinze 16.11.2017, 13:40
5. Was übersehen wird:

Jetzt geht sie also los, die Relativites der Deutschen Medien/Regierung. Ich hatte eigentlich gedacht, dass es erst 2020 soweit wäre, wenn sich das ganze Desaster der Deutschen Energiewende international offenbart. "Was übersehen wird" An diesen Spruch sollten wir uns schon mal gewöhnen. Es wird der neue Schlachtruf unserer weltverbessernden Eliten, wärend ihres Abstiegs aus dem Olymp der Selbstbeweihräucherung.

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bookwood74 16.11.2017, 13:44
6.

Die Zahlen: 60-80 g CO2 pro kWh für den französischen Energiemix. 600 g Co2 pro kWh für den deutschen.

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gruenerfg 16.11.2017, 13:45
7. Lobbyarbeit

Sorry, der Artikel ist doch Lobbyarbeit für Kohlekraftwerke.

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warkeinnickmehrfrei 16.11.2017, 13:50
8. Pssst....also das mit der Atomkraft,

das dürfen sie dem typischen deutschen grünen Radikalgesinnungsethiker so nicht sagen. Sonst fängt der noch an zu fordern, auch die Franzosen sollen raus , aus der Kernenergie. Und wo soll dann der Strom für die vielen neuen grünen EMobile herkommen, wenn wir Kohle und Kernkraft abgewickelt haben und der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor durchgepeitscht wurde ? Richtig ! Aus den AKW und den Kohlemeilern unserer Nachbarn. Deutschlands so genannte erneuerbare Energie ist nämlich in keinster Weise grundlastfähig, das Speicherproblem ist weder ökonomisch noch ökologisch und schon gar nicht technisch zu lösen..

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estafette77 16.11.2017, 13:50
9. Atomkraft sauber?

Zitat von nesmo
Da muss man halt abwägen. Saubere Umwelt mit dem "Restrisiko" der Atomkraft, oder Drecksluft mit anderen Restrisken. Theoretische Risiken der Atomkraft gegen Klimawandelrisiken durch Co2-Ausstoß abzuwägen ist zwar kaum möglich. Alternative Energien stehen noch nicht ausreichen zur Verfügung. Als Überbrückungsenergie, bis wirklich Alternativen bestehen, erscheint Atom, mit "nur" einem theoretischen Risiko gegen Kohle mit einem realen Risiko die fast bessere Variante. Möchte man lieber neben einem Atomkraftwerk in sauberer Luft leben oder ohne Atomkraftwerk im Smog?
Atomkraft soll sauber sein? Kein Endlager weltweit! 100000 Jahre strahlender Atommüll! Freikauf der Energiekonzerne mit lächerlichen 23 Milliarden in Deutschland! Wie lange soll das reichen? Asse säuft ab und kontaminiert eventuell das Grundwasser im Münsterland! Was soll dieser Quatsch von sauberer Energie zu reden? Allein mit den Subventionen, die die Energiekonzerne für diesen Wahnsinn erhalten haben hätte man fast alle Häuser in Deutschland mit Kollektoren ausrüsten können! Dann hätten wir heute kein Entsorgungsproblem!

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