Forum: Wissenschaft
Manipulationen und Interessenkonflikte: Forscher warnen vor zweifelhaften Medizinstud
DPA

Die Versuchsmäuse verschütt, die Fallzahlen falsch, die Protokolle lückenhaft: Eine Analyse zeigt, wie schlampig medizinische Studien mit Tieren oftmals laufen. Schuld sind lasche Standards und das Wunschdenken der Forscher.

Seite 1 von 4
curly988 04.01.2016, 21:59
1.

Solche fehlerhaften Studien sind Nährboden für all die Quacksalber. Welche dann versuchen Krebs mit Quecksilber zu "heilen ", Impfungen ablehen und lieber zu Kräutertee raten

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TS_Alien 04.01.2016, 22:09
2.

Woher sollten viele Mediziner auch wissen, wie man ordentliche Forschung betreibt? Bei vielen medizinischen Dissertationen werden selbst die grundlegenden wissenschaftlichen Standards nicht eingehalten, d.h. die Doktore wissen gar nicht, was Forschung ist. Wenn sich diese Arbeitsweise später fortsetzt, ist das keine Überraschung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uta_f 04.01.2016, 22:14
3. Pure Heuchelei, gestützt und finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft etc.

Die genannten vorgeschobenen Gründe sind an Heuchelei nicht zu überbieten, alle deutschen Wissenschaftsgremien fördern aktiv Wissenschaftsbetrug. Jetzt wird ein sogenanntes Wunschdenken vorgeschoben, um die Verbrechen, die Steuergeldverschwendung, die Verbrechen an Tieren etc. zu vertuschen und Wissenschaftsindustrie mit ihren Handlangern zu schützen. Ich habe das selbst erleben müssen, wie in Deutschland ehrbare Wissenschaft zunichte gemacht wird - übrigens gemeinsam mit der Presse, z. B dem Spiegel!
Solche Artikel dienen nur dazu, von den Verbrechen abzulenken. Ich kenne soviele Beispiele aus den sogenannten Neurowissenschaften - Wissenschaft heute ist eine Schande und das liegt an dem pervertierten System und nicht am Wunschdenken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
realist4 04.01.2016, 22:19
4. Nichts Neues

Jeder der sich auch nur ein bischen in Statistik auskennt, hat längst bemerkt, dass die Mehrzahl aller Studien im medizinischen und ernährungstechnischen Bereich eigentlich in die Tonne gekippt werden müssten. Die analysierte Menge ist meist lächerlich klein und erlaubt kein repräsentatives Resultat. Noch schlimmer sind die Veröffentlichungen der diversen OMGs, welche sich dann zusätzlich noch nur die ihnen genehmen Aspekte herauspicken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
erlemann - forscher 04.01.2016, 22:53
5. Bekanntes doch ignoriertes Problem

Ich arbeite seit einigen Jahren im Auftrag internationaler Firmen an der Entwicklung neuer Medikamente. Es passiert recht haeufig dass wir Studies extern, also in Auftragsforschungsunternehmen (CROs), wiederholen lassen um sicherzustellen, dass weitere Investitionen in das jeweilige Medikament ueberhaupt angebracht sind.

Oft stehen die Rohdaten aus akademischen Gruppen nicht zur Verfuegung, womit die Auswertung nur noch informellen Charakter hat. Haeufig fehlen die entsprechenden Kontrollen oder wurden nachgeschoben, aber nicht parallel durchgefuehrt. Und dass Tiere 'verschwinden' sieht man haeufiger als erwartet.

Bei anerkannten CROs kann es zwar ebenfalls zu Problemen kommen, die allerdings in den Berichten dokumentiert sind (bei jedem Versuch geht mal was schief). Und dann wird die Datenenauswertung spannend...
In einem Fall waren wir nicht in der Lage, den positiven Effekt des neuen Stoffes experimentell zu belegen. Schlimmer noch, offensichtliche Nebenwirkungen wurden in den akademischen Studien nicht beschrieben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ishibashi 04.01.2016, 22:54
6. sehe schwarz

mit der Forderung nach einer besseren Ausbildung. Ich habe mal ein paar Jahre versucht Medizinstudenten wissenschaftliches Denken beizubringen. Zu der Zeit versteht kaum ein Student wozu das gut sein soll, sie wollen schließlich ja nur Arzt werden und haben Null Motivation wissenschaftliches arbeiten zu lernen. Später kommen dann doch einige auf die Idee an Medizinstudien zu arbeiten aber dann die Grundlagen freiwillig nachzuholen verbietet sich von selbst, schließlich ist das Ego dann schon so ausgeprägt, dass es ein Mediziner doch nicht mehr nötig hat Statistik zu büffeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ftb7 05.01.2016, 23:36
7.

Haha Wunschdenken des Wissenschaftlers - das herausnehmen von Tieren nicht wie "gewünscht" reagieren ist glatter Betrug, nix anderes. Aber was will man von einem Land erwarten im dem der Bildungsministerin der Doktortitel aberkannt wird weil sie nicht richtig zitieren kann. Die Wissenschaft in Deutschland ist leider nicht mehr so wie es sein sollte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fragel 05.01.2016, 23:55
8. Also doch Tierquählerei

Die Tiere werden krank gemacht und dann verschwinden sie, damit ein Erfolg gemeldet werden kann.
Nun hat dieser Bericht aber auch einen Vorteil !!!
Genauso0 verfälscht wurden die Raucherstudien.
Wer den Angaben dieser Studien glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.
Lest euch durch, wie die Ergebnisse nach Wunschdenken verfälscht werden.
Ich glaube das spricht Bände.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
christiewarwel 05.01.2016, 00:42
9. Sein oder Nicht sein

Publish or Perish

Solange Sein oder Nicht Sein (respektive Professur oder Harzreise) der Wissenschaftler an der Showqualität ihrer Ergebnissen hängen, wird sich nichts ändern.

Wie schlimm es wirklich ist, kann sich inzwischen ohnehin keiner mehr vorstellen, der das nicht erlebt hat. Leider nur fallen die paar Wissenschaftler wahlstimmentechnisch nicht ins Gewicht.
Und wenn man erst mal Beamter ist ... sieht das alles ohnehin viel entspannter aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4