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Medikament: Dritter Pharmakonzern scheitert an Alzheimer-Arznei
AP/ CorTechs Labs

Erneuter Rückschlag bei der Suche nach einem Medikament gegen Alzheimer: Innerhalb eines Monats hat der dritte Pharmakonzern in Folge eingeräumt, bei der Entwicklung einer Arznei gescheitert zu sein. Der Wirkstoff hatte sich in der Erprobung als weitgehend wirkungslos erwiesen.

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denkdochmalmit 24.08.2012, 16:12
1. Kokosöl..

Zitat von sysop
Erneuter Rückschlag bei der Suche nach einem Medikament gegen Alzheimer: Innerhalb eines Monats hat der dritte Pharmakonzern in Folge eingeräumt, bei der Entwicklung einer Arznei gescheitert zu sein. Der Wirkstoff hatte sich in der Erprobung als weitgehend wirkungslos erwiesen.
Hier mal ein interessanter Artikel über den Einfluß der Ernährung auf Alzheimer:
Kokosöl bei Alzheimer

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forkeltiface 24.08.2012, 16:36
2.

Dadurch wird vielleicht klar, dass Pharma Firmen - ähnlich wie alle Unternehmen, die extrem viel investieren müssen, bevor sie auf den Markt gehen - eben auch solche Milliarden-Flops gegenfinanzieren müssen und deswegen nicht jedem Land sofort teure Medikamente als Generika nachwerfen können.

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wdiwdi 24.08.2012, 16:37
3. Und nicht vergessen...

In einem Medikament, dass wie das von Eli Lilly in der letzten Erprobungsphase scheitert, stecken einige 100 Millionen Euro Entwicklungskosten. Die sind dann komplett weg.

Nur zum Bedenken vor dem nächsten Posting mit einer flammenden Anklage, wenn ein Pharmahersteller wieder einmal seine Produkte unverantwortlicher/unmenschlicher/megakapitalistischerweise nicht zu den reinen Produktionskosten abgeben will...

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spon-facebook-10000234700 24.08.2012, 16:46
4.

Zitat von wdiwdi
In einem Medikament, dass wie das von Eli Lilly in der letzten Erprobungsphase scheitert, stecken einige 100 Millionen Euro Entwicklungskosten. Die sind dann komplett weg. Nur zum Bedenken vor dem nächsten Posting mit einer flammenden Anklage, wenn ein Pharmahersteller wieder einmal seine Produkte unverantwortlicher/unmenschlicher/megakapitalistischerweise nicht zu den reinen Produktionskosten abgeben will...

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a.b. surd 24.08.2012, 16:52
5. Gleich zu Beginn zwei Bitten

Zitat von sysop
Erneuter Rückschlag bei der Suche nach einem Medikament gegen Alzheimer: Innerhalb eines Monats hat der dritte Pharmakonzern in Folge eingeräumt, bei der Entwicklung einer Arznei gescheitert zu sein. Der Wirkstoff hatte sich in der Erprobung als weitgehend wirkungslos erwiesen.
1. Bitte keine singulären Hilfetipps wie "Kokosöl" und andere Dinge. Deren positive Wirkung auf so manches will ich ja gar nicht in Frage stellen. Allerdings sehe ich den Foren hier immer wieder, wie hochkomplexe Probleme mit Standardeinfachlösungen "behandelt" werden. Wenn´s so einfach wäre, wie die "Experten" hier daherreden, kann man eigentlich nur noch zu dem Schluss kommen, dass für alle wirklich wichtigen Probleme der Menschheit zwar Lösungen bekannt sind, aber von irgendwelchen ungeheuer einflussreichen Menschen oder Gruppierungen systematisch zurück gehalten werden. Das mag ja gelten für Energiesparlampen und sparsamen Automotoren. Aber Leute - bitte! Wir reden hier über andere Probleme.

2. Dieses "Ergebnis" der Wirkungslosigkeit ist meines Erachtens wichtiger einzustufen als die meisten der Meldungen im medizinischen Bereich. Es werden Effekte suggeriert, die es so nicht oder nur unter spezifischen Umständen einstellen. Bei dieser Inflation der segensreichen Meldungen - oder besser: dieser Inflation der Wirkungsüberbewertungen - ist es nur gut, dass auf die Bremse getreten wird. Einerseits deshalb, weil dieses Innehalten ermöglicht, sich noch einmal zu vergegenwärtigen, dass einfache Ursache-Wirkungsmodelle zur Erklärung komplexer Systeme nicht ausreichen, zum anderen aber auch, weil sie den Menschen selbst in seinem Machbarkeitswahn auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Ich schreibe dies als jemand, der naturwissenschaflich orientiert ist und auch so arbeitet. In den Wissenschaften findet sich übrigens erheblicher Druck, gefälligst Forschungsergebnisse zu produzieren, die statistisch signifikante EFFEKTE von irgendwas auf irgendwas demonstrieren. Es ergibt sich von ganz allein ein erheblicher Druck, auch unwichtige Unterschiede als bedeutsam herauszustellen.

Es lebe die Falsifikation!

Zitat von denkdochmalmit
Hier mal ein interessanter Artikel über den Einfluß der Ernährung auf Alzheimer:
Der Link verweist auf eine Webseite, die durchaus kritisch diskutiert wird. Wenn Sie sich das "Wir über uns" durchlesen, werden sie auf eine "Neosmart Consulting AG" stoßen. Informieren Sie sich bitte selbst.

Der gesunde Menschenverstand allein sollte einem sagen, dass die Ernährung insgesamt einen positiven Einfluss ausübt - wie so vieles andere auch. Damit aber singulär irgendetwas zu erklären greift selbst beim Übergewicht zu kurz. Sie wissen, dass es Menschen gibt, die essen können was sie wollen - sie halten ihr Normalgewicht auch dann, wenn sie sich nicht besonders viel bewegen.

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afa1981 24.08.2012, 17:02
6. Ja, es ist schlimm....

Zitat von forkeltiface
Dadurch wird vielleicht klar, dass Pharma Firmen - ähnlich wie alle Unternehmen, die extrem viel investieren müssen, bevor sie auf den Markt gehen - eben auch solche Milliarden-Flops gegenfinanzieren müssen und deswegen nicht jedem Land sofort teure Medikamente als Generika nachwerfen können.
Ist schon ne grausame Welt. Um hunderte Milliarden Gewinn zu machen, muss man vorher auch ein paar Milliarden investieren. Wie ungerecht.

Eli Lilly and Company hat einen Jahresumsatz von 22 Milliarden Dollar. Die Pharmakonzerne (Top 10) zusammen haben mehr Jahresumsatz als das BIP von EU Ländern wie Finnland ausmacht. Also, vielleicht bin ich auch krank - aber bei mir wollen einfach keine Tränen fließen...

Pharmaunternehmen

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a.b. surd 24.08.2012, 17:09
7. Na ja ...

Zitat von wdiwdi
In einem Medikament, dass wie das von Eli Lilly in der letzten Erprobungsphase scheitert, stecken einige 100 Millionen Euro Entwicklungskosten. Die sind dann komplett weg. Nur zum Bedenken vor dem nächsten Posting mit einer flammenden Anklage, wenn ein Pharmahersteller wieder einmal seine Produkte unverantwortlicher/unmenschlicher/megakapitalistischerweise nicht zu den reinen Produktionskosten abgeben will...
... gerade angesichts Ihrer Argumentation kann man sich dann ja fragen, warum die Pharmakonzerne nach wie vor mehr für Marketing und Vertreib als für Forschung ausgeben. So knapp kann´s dann ja wohl nicht kalkuliert sein.

Oder eben doch knapp kalkuliert. Nicht deshalb, weil die Forschung selbst so teuer ist oder sein kann. Sie wissen hoffentlich, dass ein nicht unerheblicher Teil der angeblich so teuren Medikamentenstudien darin besteht, dass bereits für bestimmte Krankheitsbilder zugelassene Medikamente "nur" erneut hinsichtlich einer anderen Erkrankung auf Wirksamkeit getestet werden. Das ist verglichen mit Neuentwicklungen wirklich preisgünstig zu machen. Darüber hinaus aber werden permanent Präparate auf den Markt gebracht, die die Welt nicht braucht. In der Werbung werden sie angepriesen, in den Drogerien und Apotheken unters Volk gebracht. Da geht bei Fehlkakulationen auch mal eine Investition, die vom Nutzen fürs Volk her gesehen ohnehin überflüssig ist, voll den Bach runter. Klar, das muss aufgefangen werden. Mit Kapitalismus hat das natürlich überhaupt nichts zu tun. Ja nee is klar.

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sltgroove 24.08.2012, 17:14
8. Naja, Max Planck Gesellschaft schuf das Institut

... für Forschung der Nerodegenerativen Krankheiten. In 20 Jahren wird schon was rauskommen . ( Schönheitsfehler ist die Geldentzug für die Nano-Technologie ). Aber, was solls, man kann in den Raum Frankfurt-Wiesbaden gehen und das Geld schnorren. Da gibbets genügend alte Reiche denen man von der AD zwitschern kann und dabei noch paar Kröten aus den Rippen leiern.

Die Leute die sich damit auskennen, und die die mehr als 15 Jahren eine gigantische Forschung betrieben haben, ( fellows of Harvard Medical School, Departement of Neuropathology ), hocken Heute in eigenen Labors, verstreut über die ganze US of A. Mitt Romney hat denen noch 2003. die Finanzierung torpediert , in dem er University Of Massatchussets auseinander genommen hat als Gov. ( Das gleiche hat er mit dem Ausschlachtung der soliden Firmen gemacht ).

Pharma Konzerne forschen nicht. Punkt. Die lauern auf interessante Papers, jagen "Talente" mit schon fertigen Projekten, sonnst permutieren die Substanzen des alten Schrotts und verpacken neu. Die haben keinen Grund zu forschen .WTO sorgt für Strafen für alle Länder die sich waagen irgendwas neues auf den Markt zu werfen, notfalls kann man 'ne Cruise Missile abschiessen ( Khartum). Rubel rollt, ab und zu sind , wie in den letzten 4 Jahren, paar Hunderte Mrd. $$$ an die SECs fällig ... doch das wird aus der Porto-Kasse bezahlt. Investitionen der Pharma in R&D von den Gewinnen nach Steuern < 4 %...
ZBsP : Pharma hat 50 Mrd. Gründen jährlich um mit dem HIV nicht so eilig zu haben. :-P

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soisses1 24.08.2012, 17:25
9. Noch interessant,

der Kurs von Eli Lilly ist heute bis jetzt um 4% gestiegen bzw. war schon höher. Vielleicht liegt es daran, dass die Alzheimer News dort mit "... drug remains alive ... some promise in study ... drug shows potential ..." oder mit "... did significantly slow the disease in some patients ..." veröffentlicht wurden. Sicher nicht die Heilbringung für jeden Betroffenen, aber ein Schritt. Und trust me, wäre da ein absolutes Fragezeichen mit null statistischer Signifikanz, hätte es sicher keine steigenden Kurse gegeben. Details unter:

http://finance.yahoo.com/news/propthink-hope-llys-alzheimers-drug-143001524.html

etc.
etc.

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