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Medikamententests: Forscher basteln am menschlichen Computer-Dummy
Wyss Institute

Hirn, Leber, Niere: Wissenschaftler bauen menschliche Organe als Computerchips nach. Die Miniaturen sollen Tierversuche bei Medikamententests überflüssig machen - und dabei helfen, Depression, Alzheimer oder Parkinson zu besiegen.

TICKundTOOF 26.02.2014, 12:20
1. Engstirnigkeit

Ob das mit der bisherigen Engstirnigkeit mancher Mediziner funktioniert?
Ich bin kein Mediziner aber mangels engstirniger Mediziner zu einem halben geworden. Mir hat man nach wenigen Wochen pychische Probleme diagnostiziert, nach über 10 Monaten hatte ich aber erst die richtigen Ärzte und die richtige Diagnose, obwohl ich von Anfang auf eine mögliche Ursache hingewiesen habe (Zeckenstiche). Kennt sich aber fast niemand damit aus, und teilweise von einem selbsternannten Spezialisten falsch-negativ diagnostiziert worden...
Depressionen sind für mich zum großen Teil Symptome anderer Krankheiten. Mich hat man in die Klapse geschickt, dort wurde mir gesagt, die Borrelien hätten soooo viele Symptome, das diagnostizert man immer wenn man nichts mehr weiß und ich hätte das "garantiert" nicht. Minuten später wird einem die Depression erklärt, mit soooo vielen Symptomen - übrigens genau denselben wie bei der Borreliose; nur ist bei der Borreliose die Depression noch ein Symptom.
Schon früher wusste man bei der Syphilis - ganz ähnlicher Erregerstamm wie die Borrelien - dass die Menschen eine Wesensveränderung bei einer Infektion durchmachen - es also direkt in die Psyche einschlägt.
Es gibt Untersuchungen von Toxikologen, die haben verstorbene Alzheimerpatienten untersucht - meiner Erinnerung nach hatten von 400 bis auf 2 alle Borrelien im Hirn. Googelt man nach Borrelien Infektionen USA und MS-Tote USA tauchen 2 identisch Karten auf - MS als Fehldiagnose einer Borreliose? Möglich. Ich bin kein Arzt, aber die meisten Ärzt haben anscheinend zu viel zu falsch gelernt um nicht engstirnig zu sein.
Laut Techniker Krankenkasse gibt es ca. 60000 HIV Infektionen im Jahr, rund 400000 neue Krebsfälle im Jahr und 700000 Borrelieninfektionen im Jahr (Hochrechnung aufgrund der eigenen Daten) in Deutschland. Bei Borrelien wird die Dunkelziffer weitaus höher sein, denn es gibt noch keine zuverlässigen Bluttests, die Ärzte testen falsch und schließen voreilig aus, haben zu wenig Ahnung und die Krankenkassen zahlen kaum die Tests. Die chronische Form der Borreliose ist keine Krankheit laut IDC.
Ärzte, die sich damit auseinandersetzen sprechen von der Seuche des 21. Jahrhunderts.
Und jetzt wollen Spezialisten einen Körper nachbauen, Behörden involviert, die nichts anderes als Profit im Kopf haben, und der Menschheit helfen? Was kann uns schlimmeres passieren?

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karlsiegfried 26.02.2014, 12:23
2. Sonst noch was?

In 100 Jahren gibt es nur noch Menschen aus der Retorte. Das ist sicher. Die sogenannte Wissenschaft macht's möglich.

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lexik 26.02.2014, 13:03
3. Wenig überraschend

"Viel zu oft scheitern Arzneien, die bei Maus oder Ratte zu wirken scheinen, beim Test am Menschen kläglich."
Hier auf SpOn gab es irgendwann mal einen Artikel, in dem es darum geht, wie ein Team von Wissenschaftlern versucht hat, die Forschungsergebnisse anderer Wissenschaftler zu reproduzieren. Dabei ging es auch um medizinische Forschung. Die Fehlschlagrate war gigantisch. Um die 90% oder höher, wenn ich mich richtig erinnere.
Es ist also nicht verwunderlich, wenn Medikamente, die in einem Versuchsdurchlauf bei Nagern Ergebnisse zeigten, beim Menschenversuch dies nicht tun.

Die Arbeit könnte man sich sparen, wenn man gleich versuchen würde, alle Teilerfolge mehrmals zu wiederholen. Anscheinend macht das aber bisher keiner.

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jeeves_guitar 26.02.2014, 14:15
4. Gibt´s auch hier

Man sollte nicht unterschlagen, dass es auch in Deutschland bereits eine Arbeitsgruppe gibt, die seit mehreren Jahren an einem ähnlichen Projekt arbeitet. Z.B. hier ca. ab der Hälfte des Textes erwähnt:
http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/1779644

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disposable 26.02.2014, 14:41
5.

Schon bisschen traurig wenn man in Forschung, die zu besseren Medikamenten und weniger toten Tieren führen soll den Weg zu menschlichen Klonen o.Ä. sieht...

Wer sich für die Technik hinter dem Thema im Artikel interessiert, "Lab on a Chip" genannt, kann sich ja z.B. mal diesen Beitrag angucken: http://www.medicalnewstoday.com/articles/232041.php

"Lab on a chip" ist gerade eine von den Technologien, die den ärmsten Ländern helfen kann und bisher zu teure/komplizierte Diagnosemethoden erschwinglich und einfach macht.

Und übrigens: Forschungsergebnisse anderer Forscher im eignen Labor zu reproduzieren und Forschungsergebnisse von Ratten auf Menschen zu übertragen ist so gut vergleichbar wie zu versuchen einen Picassogemälde selbst nachzumalen vs ein Picassogemälde als 3D-Installation aus Pappmaché zu konstruieren. Beides kann mit genügend Übung und Wissen gelingen, aber es stellen sich ganz andere Herausforderungen und Probleme in den Weg.

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lexik 26.02.2014, 16:38
6. Reproduktion

Zitat von disposable
Forschungsergebnisse anderer Forscher im eignen Labor zu reproduzieren und Forschungsergebnisse von Ratten auf Menschen zu übertragen ist so gut vergleichbar wie zu versuchen einen Picassogemälde selbst nachzumalen vs ein Picassogemälde als 3D-Installation aus Pappmaché zu konstruieren.
Üblicherweise sollten in einem Forschungsbericht alle Elemente aufgeführt sein, die zum Ergebnis führten. Es könnten welche fehlen, wie vielleicht die Fütterungszeiten der Mäuse und ob der Käfig in einem Labor mit Fenster nach Süden, nach Norden oder ohne Fenster stand, Art der Messgeräte, haben sich die Forscher liebevoll um die Versuchstiere gekümmert oder einfach nur mit dicken Handschuhen gegriffen und ihre Substanzen injiziert ...
Wenn einer dieser scheinbar unwichtigen Faktoren den Unterschied zwischen Fehlschlag und Erfolg ausmachte, dann stimmt etwas mit der ursprünglichen Ergebnisinterpretation nicht.

In diesem Fall wird aber auch der Menschenversuch mit Sicherheit misslingen.

Der Sinn einer Reproduktion durch andere Forscher in eigenen Laboren ist es ja gerade, dass solche Faktoren ausgeschlossen werden können und man am Ende sicher sein kann, dass die betreffende Substanz so wirkt wie beschrieben.

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