Forum: Wissenschaft
Menschheitsgeschichte: Das Experiment sind wir
imago/ Ikon Images

Auf den ersten Blick haben sie nichts miteinander zu tun. Doch der Fall Cambridge Analytica, der Uber-Unfall und ein obskurer Fachartikel zeigen: Wir erleben etwas menschheitsgeschichtlich Einzigartiges.

Seite 1 von 16
Frank Klipp 25.03.2018, 12:32
1. Noch nicht vollständig

Guter Artikel. Es fehlt noch die Ergänzung, dass facebook &co. mittlerweile aus Online-Verhalten, Physiognomie u.a. nicht vermeidbaren Verhalten bzw. Eigenschaften zutreffende Psychogramme erstellen. Der Mensch ist in diesem Spiel die Manipulationsmasse, eine aus Maschinensicht unzulängliche, aber steuerbare Komponente. Diese Entwicklung lässt sich weder aufhalten, noch wirksam steuern. Zwei Szenarien scheinen zunehmend realistisch: 1. wir sind ohne KI nicht mehr überlebensfähig. 2. Kriege drehen den Stand der Entwicklung wieder zurück. Beides kann parallel oder sequentiell stattfinden. Wir werden dies weder aufhalten noch wirksam steuern.

Beitrag melden
unky 25.03.2018, 12:41
2. Höchste Zeit

"Wir, die wir in dieser menschheitsgeschichtlich einmaligen Versuchsanordnung leben, täten gut daran, uns endlich eine Strategie für den Umgang damit zu überlegen."
Ja, und das sollten wir schnell angehen, denn sonst werden wir eines Tages überrascht feststellen, dass eine hochentwickelte KI beschließt, die Menschen als Irrweg der Natur anzusehen - weil sie diese täglich vernichten anstatt für deren Schutz zu arbeiten - und die Menschheit eliminieren.

Beitrag melden
lesseworld 25.03.2018, 12:41
3. Unsinn

Die Produktivitätsgewinne der Industrialisierung waren im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter um ein Vielfaches größer. Die maschinelle Landwirtschaft hat zu einer Ausbreitung des Homo sapiens geführt, die in der Geschichte ihresgleichen sucht.

Dagegen sind *ALLE* technischen Erfindungen der jüngsten Vergangenheit Peanuts; absolut zu vernachlässigen. Sie alle haben quasi keinerlei Auswirkungen auf Geburten- / Sterberaten resp. das Lebensalter der globalen Mensscheit. Da hatten und haben vermeintlich profane Dinge wie der Zugang zu sauberem Trinkwasser oder Schutzimpfungen einen bedeutend größeren Einfluss.

Alle Erfindungen der Neuzeit sind nichts weiter als Gimmicks - im Vergleich zu den Veränderungen des 18./19. Jahrhunderts.

Beitrag melden
himone 25.03.2018, 12:41
4. interessant aber doch zu viel des guten

Es ist sicherlich richtig, dass wir in einer Zeit extrem schneller Veränderung Leben. und es ist auch richtig, dass wir uns keine Exponentialfunktionen vorstellen können. Aber das einzige Beispiel vom Autor ist Moore Gesetz, ansonsten beruht die gesamte Argumentation mehr auf dem Gefühl "abgehängt" zu werden als auf Fakten.
ich persönlich finde einen Vergleich zu Industrialisierung passender. Während bislang noch viele Jobs und Arbeitsweisen den vor 15 Jahren gleichen, sind am Horizont doch schon die ersten Veränderungen zu erkennen. sicherlich werden Computer Forschungsaufgaben, wie im Artikel geschrieben übernehmen. Allerdings gab es vor 200 Jahren auch noch nicht den Industriearbeiter - so dass selbst wenn diese Aufgaben von Computern gesteuert werden, auch bei uns Aufgaben entstehen die es noch zu finden gilt.
und ähnlich wie die Sozialgesetze ende des 18. jh. und Regelungen der Arbeitsbedingungen besteht gerade hier noch extremer Handelsbedarf. im Moment ist das Internet noch ein fast rechtsfreier Raum in dem Entwicklungen auch deshalb mit einer ungeheuren Geschwindigkeit vonstatten gehen. dieses muss sich über die nächsten Jahrzehnte sukzessive ändern.

Beitrag melden
Newspeak 25.03.2018, 12:41
5. ...

Der Umgang damit, wenn es die negativen Folgen betrifft, ist, sein lassen. Es gibt keine Naturgesetzlichkeit, dass wir jeden technischen Fortschritt auch in die Tat umsetzen. Seit 30 Jahren gibt es die Möglichkeit der genetischen Manipulation des Menschen. Aber um diesen Punkt wurde ein Tabu aufgebaut, das erstaunlich mächtig ist. Nicht einmal konsequente Provozierer wie Nordkorea tun das (soweit man weiss). Warum erforscht nieman weltweit, was im Augenblick des Todes wirklich passiert? Weil der Tod die stärksten Tabus mit sich bringt. Entgegen der Behauptung von manchen, der Mensch mache immer alles, was möglich ist. Nein, tut er nicht. Natürlich, sobald Geld zu verdienen ist, oder Macht zu erlangen, was eigentlich auch dasselbe ist, sehen die Dinge anders aus. Man kann das aber auch nutzen. Macht die Dinge, die nicht passieren sollen, so teuer, dass es sich nicht lohnt, sie zu tun.

Beitrag melden
Fuscipes 25.03.2018, 12:42
6.

Exponentiell wie die Anzahl der Menschen auf diesem Planeten, die das Maximum bald erreicht haben könnte.
Limitierende Faktoren
Lebenszeit, Nahrung und Wasser, Klima, Krankheiten, Katastrophen, Kriege…
Wieviel Mensch verträgt diese Erde? das weiß ich nicht, aber ich glaube, wir sollten das nicht experimentell ausprobieren, wenn ein wenig Lebensqualität erhalten bleiben soll.

Beitrag melden
mw12 25.03.2018, 12:46
7. Die richtige Frage

"Wir, die wir in dieser menschheitsgeschichtlich einmaligen Versuchsanordnung leben, täten gut daran, uns endlich eine Strategie für den Umgang damit zu überlegen."

1. Wer macht sich Gedanken dazu und entwirft ein Konzept?
2. Wie verifiziert man die Sinnhaftigkeit dieses Konzepts?
3. Wie überzeugt man die anderen Menschen?

Die Interessen der Einzelnen sind individuell und daher unterschiedlich. Manche werden technologische Fortschritte skrupellos zu ihrem eigenen Nutzen verwenden.

Insofern geschieht erst einmal das, was schon seit langem geschieht: nicht der Mensch steuert den technologischen Fortschritt, sondern der technologische Fortschritt treibt den Menschen vor sich her. Zwar nicht mit exponentiell wachsender, aber dennoch wachsender Geschwindigkeit.

Beitrag melden
53er 25.03.2018, 12:56
8. Die Exponentialfunktion

scheint auch in den Köpfen der Nerds des Silicon-Valley herumzuspucken. "Mach es schnell und mach was kaputt", ist das Motto der "Zuckerbergs". Ja, KI hat das Zeug zum Exponential, ob positiv oder negativ gesehen, wird sich noch zeigen. Wir stehen, was KI betrifft, in der exponentiellen Aufwärtsbewegung, aber warum etwas erschaffen, was bereits da ist und nur genutzt werden muss? Es scheint so, daß die Geister vom S-V ihrem eigenen Verstand ncht mehr trauen, weil er zu analog ist und sie lieber einen Verstand des Digitalen erschaffen wollen. Sie wollen es schnell machen und machen dabei was kaputt: Auf lange Sicht stellen sie die menschliche Existenz und damit auch sich selber in Frage, auf mittlere Sicht spalten sie die Gesellschaft. Digitalisierung hat rechnerische Löcher die es zu interpolieren gilt, es gibt unendlich Vieles zwischen 0 und 1, das sich digital nur mit Rechenoperationen, aber niemals zu 100% darstellen läßt. Da ist der menschliche Verstand schon sehr viel weiter, nur digitale Nerds erkennen das nicht, schlimmer wollen es nicht erkennen. Es gibt eine Wissenschaft, die sich dem digitalen gänzlich verschließt, sie hat über alle menschlichen Errungenschaften hinweg die Welt geprägt, die Philosophie. Philosophisch sind die knallharten Optimisten des Silicon-Valley leider eher nicht bewandert, sonst würden sie manchmal innehalten und darüber nachenken, was sie da gerade tun. Das "Mach es schnell" verhindert jede Möglichkeit, nachzudenken und zu erkennen, dass Menschen sich nur sehr ungern durch KI bevormunden lassen werden. Die Spaltung wird irgendwann zum tiefen Riss in der Gesellschaft führen und mit verheherenden Folgen das erzeugen, was niemand wollte. Darum nochmals die Frage:
Warum etwas erschaffen was bereits existiert? KI wird exponential nicht zum Wohle des Menschen führen, sondern zu seinem Untergang.

Beitrag melden
lalito 25.03.2018, 12:57
9. Anspruch und Wirklichkeit

Die Fehlbehandlung unseres Nachwuchses in den ersten zehn, zwanzig Lebensjahren durch institutionell begründeten Schwachsinn aus dem vergangenen Jahrhundert, machen die Auswirkungen erst so bittersweet.

Professor Hüther hat es kürzlich gnadenlos auf den Punkt gebracht:

https://www.youtube.com/watch?v=FACRRrNwj4A

Beitrag melden
Seite 1 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!