Forum: Wissenschaft
Ostsee-Fangquoten: Lachs und Scholle werden geschont
AFP

Die EU-Fischereiminister haben sich auf neue Fangquoten für die Ostsee geeinigt. Deutsche Fischer dürfen kommendes Jahr unter anderem weniger Heringe aus dem Meer holen. Umweltschützern reicht das nicht.

Epsola 10.10.2017, 17:44
1.

Die ständigen Verhandlungen gehen vollkommen am Problem vorbei, suggerieren das ein Kollaps kompromissbereit sei und basieren auf der falschen Grundlage. Es sollte einfach ein dauerhafter Mechanismus vereinbart werden, wonach man 30% von dem fangen darf, was an Bestand in einem Jahr hinzugekommen ist, berechnet durch eine unabhängige Stelle, fertig. Geht eine Fischart zurück => automatisches Fangverbot. Die gesparte Verhandlungszzeit kann man dann investieren um den echten Raubrittern auf den Pelz zu rücken, die über Quoten nur lachen und ungeniert die Meere dieser Welt in Wüsten verwandeln, im Glauben außerhalb jeder Kontrolle zu stehen.

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wetzer123 10.10.2017, 18:21
2. Gerade das mit dem Aal ist tragisch

Der ist zwar wahnsinnig lecker und deshalb auch wirtschaftlich so spannend, aber er ist nun einmal menschengemacht vom Aussterben bedroht und nicht zur Zucht geeignet. Es sollte ein Fangverbot geben und zwar nicht in der Ostsee sondern weltweit wie auch bei Walen.

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feld01 10.10.2017, 19:13
3. Die richtige Antwort ist nicht Quote und Verbote, sondern Economics

Denn nur wenn man die ökonomischen Anreize richtig setzt, kann man die Fischbestände nachhaltig schützen. Sind Austern gefährdet? Nein, denn sie funktionieren wie Eigentum, und damit lohnt sich die private Investition in ihren Erhalt. Was ist also die Lösung? Fischbestände verpachten, vielleicht sogar mit vererbbar machen und das Problem ist gelöst. Man kann dann auch alle EU-Fischereiminister entlassen und es gäbe einen Grund für Brexit weniger.

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Knossos 11.10.2017, 08:50
4.

Weder sind Bürokraten soweit, zu Akzeptieren, daß weltliche Realität wie jene der Natur wegen irgendwelcher Wirtschaft keine Kompromisse an den Tag legt; noch verrohte Fischersleut, die inzwischen vielleicht verstanden hätten, daß man auf einen Haufen gequetschter Fische im Todeskampf nicht auch noch zu zweit draufsteigt.

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