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Pharmakritiker Sawicki: "Es gibt zu viele Medikamente, die schädlich sind"
DPA

Sein Rauswurf als Chef der Arzneimittelbehörde war umstritten: Der streitlustige Peter Sawicki war der Pharmaindustrie ein Dorn im Auge. Jetzt meldet er sich zurück und kritisiert die Flut sinnloser und gefährlicher Medikamente, die in Deutschland verschrieben werden.

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kuac 19.08.2013, 13:19
100.

Zitat von holde
.... Es ist leicht, Menschen GEGEN etwas aufzubringen, sehr viel schwerer FUER etwas! XXXLLOL.
Das stimmt. Es ist sehr schwierig Menschen FUER 50000 Medikamente zu gewinnen.
Ich frage mich immer, warum der Rest der Menschheit ohne diese 50000 Medikamente noch nicht ausgestorben sind?

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gfh9889d3de 19.08.2013, 13:22
101.

Zitat von Spiegelleserin57
eine Studiendurchführung aus allernächster Nähe miterlebt hätten würde Ihr Kommentar mit Sicherheit anders ausfallen. Mehr möchte ich dazu nicht veröffentlichen. Ihr Kommentar erscheint mir als hätten Sie mit Insidern nie Kontakt gehabt.
Dafür gibt es Metastudien.

Und anstatt mit von realen Menschen erzeugten und damit potenziell unsauberen Daten zu arbeiten, überhaupt nicht zu messen, d.h. die Leute irgendeinen im besten Falle wirkungslosen Müll schlucken zu lassen halten Sie für zielführender?

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bewe28 19.08.2013, 13:23
102.

Zitat von harryblack
Da sitzt endlich mal einer an der Spitze eines Gremiums und da er nicht im Sinne des Geldes und den dahinter agierenden Raffgeiern arbeitet, argumentiert und handelt, wird er abgesägt. Und viele reden es sich schön mit schielendem Blick auf das steigende Bankkonto, PFUI!!! Auf Kosten des Patienten, DOPPEL PFUI!!! Ein Medikament auf den Markt zu bringen, welches für den Menschen unter Umständen ungesünder oder schlechter zu vertragen ist, als dass es hilft, die Testergebnisse wohlmöglich zu fälschen oder gänzlich unter den Tisch fallen zu lassen, in was für einer geldgeilen Drecksgesellschaft leben wir hier? Und das wird auch noch ohne Scham in die Öffentlichkeit getragen. Was für ein korruptes System! Widerlich!!!
Lesen Sie mal den Beitrag weiter vorn über Analoginsuline. Herr S. arbeitet keinesfalls "nicht im Sinne des Geldes" , er wird interessengesteuert - also als Lobbyist - für die Krankenkassen tätig. Wieviele Patienten nach entprechenden Sparmaßnahmen erst gesundheitliche Probleme bekommen haben wird natürlich nicht debattiert. Hauptsache man hat einen Schuldigen gefunden.

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tiansworld 19.08.2013, 13:24
103. Ohnmächtig?

Man könnte so viel tun.....

Patienten:
- Verkneifen Sie sich nach einer guten und ausführlichen Untersuchung und Beratung den dummen Satz "Und was verschreiben Sie mir jetzt?"
- Übernehmen Sie endlich mehr Eigenverantwortung anstatt wegen jedem kleinen Dreck zum Doc zu rennen.
- Hören Sie endlich auf sich "funktionsfähig" zu spritzen, 'dopen' oder sonstwie kaputt zu machen, nur um Ihr Ich-habs-geschafft-Image gegenüber den Nachbarn zu bewahren. Less is more...
- Haben Sie endlich den Mut auch IHREN Arzt offen und klar zu kritisieren, wenn Sie ein schlechtes Gefühl bei der Behandlung haben.
- Hören Sie auf daran zu glauben, dass Papa Staat dafür zuständig wäre, die Dinge zu richten. SIE ändern mit Ihrem Handeln und Ihrem Bewusstsein das System nicht die Politiker oder sonst irgendeine anonyme Instanz
- Pharmaunternehmen sind gesetzlich verpflichtet den maximalen Profit zu erwirtschaften. Wer diese wegen Menschenunfreundlichkeit moralisch verurteilt, WILL die Realität einfach nicht kapieren.

Ärzte
- Geben Sie Ihre Approbation zurück, wenn Ihnen Ihre Patienten egal sind.
- Organisieren Sie sich berufspolitisch und knacken Sie endlich den KV-Filz
- Hören Sie enfdlich mit der Einzelkämpfermentalität auf und haben Sie den Mut das System von innen heraus zu verändern - auch wenn oder gerade weil erst Ihre Kinder davon profitieren werden.
- MEZIES.DE => Setzen Sie klare Signale nach außen!!!
- ARZNEI-TELEGRAMM.DE => Transparenz gibt es schon seit Jahrzehnten. Man muss es halt nur lesen (wollen).

Politik & Industrie => sind machtlos, wenn die Menschen sich in o.a. bewegen.

Allein, das resignierende typisch deutsch-autoritätshörige Achselzucken ist enttäuschend...


sich durch Medikamente



Die Pharmaindustrie ist wichtig, wir brauchen nur eine bessere. Und eine Politik, die dies auch umsetzt.

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irreal 19.08.2013, 13:25
104. Allein die Frage von spiegel-online

Zitat von sysop
Sein Rauswurf als Chef der Arzneimittelbehörde war umstritten: Der streitlustige Peter Sawicki war der Pharmaindustrie ein Dorn im Auge. Jetzt meldet er sich zurück und kritisiert die Flut sinnloser und gefährlicher Medikamente, die in Deutschland verschrieben werden.
"SPIEGEL ONLINE: Machen Sie es sich nicht sehr einfach? Hätten Sie sich als Direktor des IQWiG nicht Verbündete suchen können?"

bedarf keiner großen Phantasie, weil wer hätte denn Verbündeter sein können außer die MEDIEN!

Was wird eigentlich von den Medien erwartet? Dass ein Mensch ALLEINE gegen die Interessen einer gewinnorientierten Firma aufbegehrt und die Medien zuschauen was passiert?

Ich mein nur mal entsprechend der medialen Verantwortung mit absolutem SCHUTZ der Journalie durch unser deutsches GG sollten Sie auch bei spiegel-online eine Informationsquelle FÜR das Volk sein und keine Printmasseninfo via BILD demonstrieren, nach dem Motto, mal schaun wer "geköpft" wird von denen nämlich, die da Ihren Job machen tun.

Natürlich werden die Menschen vollgestopft, mitlerweile ja die ganzen angeblich hyperaktiven Kinder, mit richtig heftigen Medikamenten und wer schaut zu? Die Medien und dann berichten sie auch noch über die "Ergebnisse" von kaputten Menschen die eigentlich auch der medialen Desinformation ihre Opfer sind, als Täter. Besser kann es die BILD gar nicht tun.

Ja es gibt viel zu tun um Menschen wie Herrn Sawicki zu unterstützen.

Und immer würde ich Euch alle darin unterstützen. Medien das wichtigste Standbein einer Demokratie. Absolut.

MFG

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clemensbarono 19.08.2013, 13:35
105. Wie Pharmakonzerne die Ärzte ködern

Von Ärzten habe ich mal erzählt bekommen, wieviel Einladungen sie mit Ihren (Ehe-) partnernInnen zu kostenlosen "tollen Wochenenden in Luxusherbergen" erhalten bzw. sie wahrnehmen könnten... Gewiß es gibt auch Vorträge zu den jeweiligen Medikamenten?! Die Zeche zahlt der Patient!

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Speratus 19.08.2013, 13:35
106. Cui bono?

Ein unerträgliches, abstoßendes Interview!

„Die Pharmaindustrie ist also mal wieder an allem schuld?“
„Das klingt ehrlich gesagt mehr nach großer Verschwörungstheorie als nach fundierter Kritik.“

Was ist denn mit diesem Interviewer los? Was will er (oder sie)?
Greift er doch ohne sichtbaren Grund an, gibt mit seinen Fragen schon antizipierend das eigene Weltbild zum Besten.

Man merkt die Absicht und - ist verstimmt (Goethe)!

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mikus9 19.08.2013, 13:35
107. Viele Naturprodukte werden nicht anerkannt

ja leider werden immer mehr neue Medikamente auf den Markt geworfen, an denen die Pharmaindustrie und die Apotheker mehr verdienen, als an Naturmitteln. Ich hatte Fibromyalgie ( Weichteilrheuma ) sodass ich so starke Schmerzen hatte und nicht mehr aufstehen konnte. Der Arzt sagt, es gibt kein Mittel gegen diese Krankheit, man kann es nur lindern mit Schmerzmitteln. Im Herbst 2009 hörte ich vom Heilmittel gereinigtes Petroleum G 179. Die Beschreibung war so beeindruckend und die Aussage " Immunsystem stärkend" hat mich dann dies probieren lassen. Es war der Herbst der Schweigrippe und ich wollte mir keine Spritze geben lassen. Nach 14 Tagen der Einnahme schwollen meine Finger ab, die Scherzen gingen weg und ich habe eine 6-wöchige Petroleumkur dann durchgehalten. Seitdem mache ich jedes Jahr 1 - 2 6wöchige Kuren mit Petroleum und habe seit dem Herbst 2009 keine Schmerzen mehr, fühle mich topfit, bin jeden Tag 8-10 Stunden durchgehend im Geschäft und das mit 75 Jahren. Es geht also auch anders. Mittlerweile konnte ich vielen Menschen mit der Empfehlung Petroleum helfen. Es hat übrigens bis in die 60iger Jahre im deutschen Arzneibuch gestanden und wurde durch die Apotheker und die Phrmaindustrie entfernt mit dem Argument "Wirkung nicht nachweisbar". Meine Apotheke besorgt es mir und vielen anderen Menschen. Aber ich habe schon von Menschen gehört, die es in ihrer Apotheke nicht bekamen. Wir sollten vielmehr mit natürlichen Mitteln umgehen, aber die bringen der Pharmaindustrie und den Apotheken nicht so viel Geld ein.

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DocMoriarty 19.08.2013, 13:38
108.

Der Korruptionssumpf der zu Entlassungen von fähigen und Bürgerorientierten Beamten und Politikern wie Sawiki führt kann nur dadurch trockengelegt werden, dass man mal nicht Gebetsmühlenartig immer die gleiche Politmafia wählt. Daher werde ich mit Sicherheit die AfD wählen, damit die Sawiki's dieser Welt wieder eine Chance haben.

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spiegelleser_12345 19.08.2013, 13:42
109. Es ist nicht so einfach

Zitat von ruhepuls
Peter Sawicki hat seinen Job ernst genommen. Es ging ihm um den Nutzen für Patienten. Das hat ihm das Genick gebrochen. .
So scheint es nach außen, was wirklich alles vorgefallen ist, wissen wir nicht.

Zitat von ruhepuls
Immer mehr Medikamente haben keinen wirklichen Nutzen, aber jede Menge Nebenwirkungen. Solche Medikamente gehören vom Markt genommen.
Es gibt keine Medikament ohne Wirkung. Gerade Krebsbehandlungen sind sehr individuell. Wenn ein Medikament in 5 von Hundert Fällen eine Linderung bringt, ist es für fünf von hundert Menschen ein Segen. Das es für 95% alles andere als ein Segen ist, ist dann das Problem. Es liegt darum auch an den Ärzten, Medikamente schnell wieder abzusetzen. Aber auch damit schadet man Patienten psychisch enorm. Es ist darum sehr schwer zu beurteilen, wo ein Medikamenten anfängt und wo aufhört.

Zitat von ruhepuls
Generell sollte die Medikamentengläubigkeit vieler Patienten und leider auch vieler Ärzte kritisch hinterfragt werden. Man kann nicht alles "wegschlucken" - das ist eine Illusion. Eine Gefährliche für den Einzelnen und eine teure für die Gesellschaft, die den teuren Mist bezahlen muss.
Naja, Plazebos wirken wunderbar, vor allem, wenn sie teuer sind. Jeder benötigt andere Methoden. Im wesentlichen regelt unser Immunsystem das meisten. In dem Fall hilft, Schlaf, Ruhe, gesunde Ernährung oder eben ein teures Plazebo. Sobald Medikamente aber wirken müssen, wie es jedes Antibiotikum tut, sieht die Welt anders aus. Und genau da sind wir im Bereich von "Medikamenten", die nur bei einem Bruchteil der Patienten wirken.

Ich persönlich bin für eine Positivliste der Krankenkassen. Damit würde gerade völlig überteuerte Krebsmittel mit zweifelhafter Wirkung nicht mehr über die Sozialkassen bezahlt. Den Aufschrei der Patienten würde aber keine Partei überleben. Das Thema ist leider völlig emotionalisiert und schwer zu lösen. Sie werden sofort der "Zweiklassenmedizin" bedächtigt werden, obwohl alleine der Name lächerlich ist, da wir jetzt schon ca. sieben Kallen von Patienten haben. Von Armen ohne Versicherung, über Privatversicherte mit sehr hoher Selbstbeteiligung, über den durchschnittlichen Patienten mit und ohne Geld und mit und ohne private Versicheurngen hin zu den ganz Reichen, die jede beliebige Behandlung aus der Portokasse bezahlen.

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