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Psychologie: Warum Männer anders eifersüchtig sind als Frauen

Eifersucht befällt Männer und Frauen, doch die Unterschiede sind groß: Frauen finden emotionales Fremdgehen als schlimmer, Männer den Sex. Lange vermuteten Forscher evolutionäre Ursachen dafür. Ein Irrtum, wie eine neue Studie nahelegt.

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Lokin 27.01.2010, 18:26
1. Titel

Ich zitiere: "dass der Entstehung von Eifersucht vor allem kulturelle und soziale Mechanismen zugrunde liegen und die Evolution eine weitaus geringere Rolle spielt als bisher angenommen."

So ein Unsinn. Das hieße doch, dass die Evolution mit der Entstehung kultureller und sozialer Mechanismen nichts zu tun hat. Besser wäre hier die Frage zu stellen, welche evolutionäre Vorteile die Unterschiede im Paarbindungsverhalten gehabt haben oder auch haben.

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ErekoseSK 27.01.2010, 18:42
2. Wenn ich

eine enge emotionale Bindung zu meinem Beziehungspartner pflege, dann stört es mich nach meiner Logik mindestens genauso sehr, wenn sie mir sexuell fremd geht.

Ich meine ich bin ihr ja sehr nahe und vertraue ihr auf 100 %. Da ist es doch egal ob sie sexuell oder seelisch fremd geht.
Ich denke beides tut genauso weh.

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yast2000 27.01.2010, 18:52
3. Praktikanten-Arbiet?

Sorry, aber im verlinkten Artikel steht, dass die Art der Seitensprünge und ihre Stimmungsauswirkungen in Korrelation zu der Art der Beziehung (emotional eng, emotional nicht so eng) untersucht wurden.

Es ist eben nicht verwunderlich, dass emotional sich nahestehende Paare heftiger auf emotionale Zurückweisung reagieren als Leute, die emotional weiter entfernt eine Beziehung führen (also mehr sexbasiert) und daher auch heftiger auf sexuelle Seitensprünge reagieren.

Das Ganze ist eine Tautologie und hat weder etwas mit Wissenschaft, noch hat der Artikel mit seinem halbverstandenen Evolutionsgeschwurbel etwas mit Journalismus zu tun.

Sorry. War ein netter Versuch... War das ein Intelligenztest a la "Welches Gefühl gehört nicht dazu?"

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Witwe Bolte 27.01.2010, 18:57
4. Ach nee,

wenn das man nicht pure Junk-Wissenschaft ist, Nachtigall, ick hör dir trapsen.

1. Was ist das Interesse der Psychologen? Weg von der evolutionären Festverdrahtung hin zum soziologisch-psychologisch Verhandelbaren, ihrer Domäne.

2. Wo sind hier genau die Prämissen definiert? Also, was sucht der Mann primär, was die Frau? Wie haben sich Männer auf dieses Spiel eingelassen, wie Frauen? Was männlich ist, was weiblich, was dafür zu tun ist, was dafür auch so alles an Fakes veranstaltet wird, das hat vermutlich ganz tiefe Wurzeln und nährt daher schon länger so manchen Wirtschaftszweig.

3. Wenn Männer und Frauen stillschweigend als diskrete Entitäten untergejubelt werden, dann ist es da schon mit der Wissenschaftlichkeit vorbei. Da ist ein volles Kontinuum unterwegs. Von Männern mit XXY-Chromosomen bis hin zu Frauen mit einem eingerührten Y-ähnlichem Fragment zur Standart XX-Ausstattung, die Kombinationsmöglichkeiten noch multipel steigerbar.

4. Wenn man die längst erkannte Verweiblichung des Mannes hinzunimmt, via Zivilisation, via Plastikzeugs mit hormoneller Wirkung, pipapo, ja potzblitz, dann geht es in der Tat sehr bald durcheinander. Und erst recht mit der vermeintlichen Wissenschaftlichkeit.

Oder so rum: auf so eine vermeintlich wissenschaftliche Fragestellung kann man natürlich auch gleich vom bereits festgelegten Ergebnis her kommen, dann nämlich wenn die aufstrebenden Damen und Herren Jungwissenschaftler Kinder der Zeit sind und eine Medien-Chimäre wie den metrosexuellen Mann als reale Entität gegeben sehen.

Ein bisschen sortierte Denkdisziplin schadet selten, allerorten.

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meatthezoo 27.01.2010, 19:08
5. ich kann es langsam nicht mehr ertragen =(

Unsinn ist die gesamte evolutionäre Biologie.
Unsinn sind auch die ganzen Artikel, wie unser Verhalten angeblich in der Steinzeit geprägt wurde und durch unsere Gene bis heute nachwirken soll.
Unsinn ist zu behaupten, dass Frauen schlecht einparken, weil ihre Gehirne anders sind (was sie nicht sind) oder Männer nicht zuhören, weil sie mehr Testosteron haben.
Das ist alles populärwissenschatlicher Nimbus, den sich Leute wie Richard Dawkins (der übrigens nie Studien zu seinen Vermutungen gemacht hat..) ausgedacht haben, um mit ihren Büchern Millionen zu verdienen. Theorien, die schon mit einfachster Logik entlarvt werden können. Trotzdem erfreuen sich solche Artikel einer unglaublichen Beliebtheit, weil es ja so schön einfach und einleuchtend scheint, nur mit Wissenschaft hat es nix zu tun.


Beispielsweise:
"Das Verhalten führten die Wissenschaftler früher auf die Rollenbilder der menschlichen Frühgeschichte zurück"

aha, und wer kennt bitte die Rollenbilder der menschlichen Frühgeschichte? Kann man aus Lucys Knochen ablesen, ob sie die Kinder aufgezogen hat, oder ihr Mann, oder ob das in Gemeinschaft des gesammten Stammes geschah? Oder ob sie überhaupt in einem Stamm lebte und Partner hatte monogam, polygam , hetero-, homo- oder gar bisexuell mit ihnen verkehrte?
Achja: und welche Wissenschaftler denn? Tatsächlich erfreute sich die Idee der evolutionären Begründung unseres Partnerverhaltens nie wirklicher Beliebtheit in der Wissenschaft, um so mehr fand sie aber in den Zeitungen und der Öffendlichkeit Beachtung. (zu Unrecht)

"Demnach sei es für den Mann evolutionär von großer Bedeutung gewesen, dass seine Frau ihm sexuell treu bleibt - denn nur so habe er sicher sein können, dass das Kind, für das er sorgt, wirklich von ihm ist. Frauen wiederum haben nach diesem Erklärungsmuster vor allem Interesse an der emotionalen Treue des Partners, damit er als Versorger erhalten bleib"

Toll, liest sich wie die Wertevorstellung konservativer Christen und hat mit denen auch mehr gemeinsam als mit unserer Steinzeit.

"Die Psychologen halten diese Ergebnisse für einen deutlichen Hinweis, dass der Entstehung von Eifersucht vor allem kulturelle und soziale Mechanismen zugrunde liegen und die Evolution eine weitaus geringere Rolle spielt als bisher angenommen."

Das ist eine Binsenweisheit, denn Menschen werden durch ihre Sozialisierung geprägt und nicht durch ihre Gene. Wenn dem nicht so wäre, müssten ja unsere Rollenverständnisse überall auf der Welt gleich sein.


In dem Sinne hoffe ich mal, dass die Spielerredaktion aufhört Populärwissenschaft als "Erkentnisse" wiederzugeben. Letztendlich ist diese Thematik nicht ungefährlich, denn wer behauptet, es geben einen genetisch bedingten Unterschied im Verhalten von Mann und Frau kann auch ganz schnell sagen, dass ein Geschlecht an den Herd gehört oder bestimmte sexuelle Ausrichtungen "genetisch pervers" sind, das nur mal so als Denkanreiz.

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Rainer Helmbrecht 27.01.2010, 19:42
6. Titel verweigert!

Zitat von meatthezoo
Unsinn ist die gesamte evolutionäre Biologie. Unsinn sind auch die ganzen Artikel, wie unser Verhalten angeblich in der Steinzeit geprägt wurde und durch unsere Gene bis heute nachwirken soll......
Hallo meatthezoo,

ich weiss nicht, wie Sie Mensch und Tier einordnen. Ich halte die für ziemlich vergleichbar. Da fällt mir z.B. auf, dass bei Hunderassen etwas vererbt wird. Bewegungsfreude, Jagdtrieb, Eigenschaften eines Wasser-Jagdhundes, der z.B. als Neufundländer ganz anders ist, als einer der Enten jagt.

Diese Informationen werden per Veranlagung (Gene?) weitergegeben und wer z.B. einen Boxer hat, wird da Veranlagungen wiederfinden, die aus der "Steinzeit" dieser Rasse stammen. Der Jagdhelfer bei der Sau-, oder Bärenjagd, der Metzgerhund, der z.B, ohne Ausbildung, bei einem Pferd, oder einer Kuh immer versucht in das Bein zu zwicken, welches belastet ist und mit dem das Tier nicht ausschlagen kann.

Oder einen Wachtelhund, der Vögel noch aus der Luft in 1 1/2 bis 2 Mtr. Höhe fängt. Das ist in diesen Tieren drin, ohne, dass sie es gelernt hätten.

MfG. Rainer

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vhf 27.01.2010, 19:53
7. Re: ich kann es langsam nicht mehr ertragen =(

Zitat von meatthezoo
Unsinn ist die gesamte evolutionäre Biologie. Unsinn sind auch die ganzen Artikel, wie unser Verhalten angeblich in der Steinzeit geprägt wurde und durch unsere Gene bis heute nachwirken soll.
Wie rum der kausale Zusammenhang ist, weiss ich natuerlich nicht, aber dass Maenner im Schnitt 25% mehr Muskelmasse als Frauen haben, kann man nachmessen. Das das auch die Arbeitsteilung im Stamm beinflusst, sollte also klar sein. Zum Aepfelpfluecken (geht auch ohne viel Kraft) kannst Du ein kleines Kind mitnehmen, zum Nashornjagen eher nicht. In einer der letzten Ausgaben der Spektrum der Wissenschaften war uebrigens ein recht schoener Artikel ueber das Aussterben der Neanderthaler, wo das Thema am Rande mit vorkam.

Von da auf eine Papa/Mama/Kind-Idylle mit Seitenspruengen zu schliessen, ist allerdings tatsaechlich eher gewagt. Noch dazu, wo es durchaus auch heut noch Kulturen gibt, bei denen es voellig anders laeuft.

Zitat von meatthezoo
Unsinn ist zu behaupten, dass Frauen schlecht einparken, weil ihre Gehirne anders sind (was sie nicht sind)
Sind sie schon, genauer gesagt, man kann heut im MRT sogar den Trainingesffekt sehen, wenn sich jemand Muehe gibt. Hat allerdings daher auch keine genetischen Ursachen, sondern kulturelle.

Meine persoenliche Erfahrung ist, dass es eher am Interesse als an der Faehigkeit mangelt. Ich fahr z.B. ziemlich viel Taxi, mit Fahrern beiderlei Geschlechts und als TaxifahrerIn hat man natuerlich kein Problem mit Autofahren. Interessanterweise kann ich bei denen auch die ganze Multitasking-Geschichte ad acta legen. Beide Fahrertypen sind auf den Verkehr konzentriert, mit beiden kann man ein wenig reden, beide bauen Mist, wenn man sie im falschen Moment ablenkt.

Zitat von meatthezoo
oder Männer nicht zuhören, weil sie mehr Testosteron haben.
Also ich hoer nicht zu, weil ich immer warte, bis sie endlich auf den Punkt kommen. :-)
Ist das jetzt eine testosterongetriebene Macho-Aussage?

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Rainer Helmbrecht 27.01.2010, 19:54
8. Titel verweigert!

Zitat von Witwe Bolte
.... Oder so rum: auf so eine vermeintlich wissenschaftliche Fragestellung kann man natürlich auch gleich vom bereits festgelegten Ergebnis her kommen, dann nämlich wenn die aufstrebenden Damen und Herren Jungwissenschaftler Kinder der Zeit sind und eine Medien-Chimäre wie den metrosexuellen Mann als reale Entität gegeben sehen. Ein bisschen sortierte Denkdisziplin schadet selten, allerorten.
Hallo liebe Witwe,

es gibt aber doch Unterschiede die trotz aller Genderforschung einfach Tatsachen sind. Steffi Graf hat mal erzählt, dass sie gegen Männer, so bei 80-120 in der Weltranglisten liegen würde. Vielleicht ist auch der körperliche Unterschied von Männer und Frauen ein Ergebnis der Evolution. Das hat nichts mit besser oder schlechter zu tun, sondern mit der Unterschiedlichkeit der Lebensbedingungen.

Bei der Forschung mit Affen hat man auch Unterschiede bei den verschiedenen Geschlechtern festgestellt. Die lassen sich durch Fachliteratur nicht beeinflussen.

MfG. Rainer

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Sheherazade 27.01.2010, 20:04
9. Rassentheorien

Zitat von Rainer Helmbrecht
Hallo meatthezoo, ich weiss nicht, wie Sie Mensch und Tier einordnen. Ich halte die für ziemlich vergleichbar. Da fällt mir z.B. auf, dass bei Hunderassen etwas vererbt wird. Bewegungsfreude, Jagdtrieb, Eigenschaften eines Wasser-Jagdhundes, der z.B. als Neufundländer ganz anders ist, als einer der Enten jagt. Diese Informationen werden per Veranlagung (Gene?) weitergegeben und wer z.B. einen Boxer hat, wird da Veranlagungen wiederfinden, die aus der "Steinzeit" dieser Rasse stammen. Der Jagdhelfer bei der Sau-, oder Bärenjagd, der Metzgerhund, der z.B, ohne Ausbildung, bei einem Pferd, oder einer Kuh immer versucht in das Bein zu zwicken, welches belastet ist und mit dem das Tier nicht ausschlagen kann. Oder einen Wachtelhund, der Vögel noch aus der Luft in 1 1/2 bis 2 Mtr. Höhe fängt. Das ist in diesen Tieren drin, ohne, dass sie es gelernt hätten. MfG. Rainer
Das ist aber eine gewagte Theorie, wenn Sie das so auf Menschen übertragen. Wurde ja schon gemacht, da hiess es dann so in etwa, der Afrikaner sei gut für schwere körperliche Arbeit geeignet, während der Weisse eher die intellektuellen Aufgaben übernehmen soll...

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