Forum: Wissenschaft
Raketenpläne von Elon Musk: In 60 Minuten um die Erde
AFP

Wagen, was sich sonst niemand traut - das ist Elon Musk. Jetzt hat der SpaceX-Chef seine Pläne für eine Besiedlung des Mars konkretisiert. Und: Seine neue Rakete soll auch Blitz-Fernreisen auf der Erde ermöglichen.

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Cugel 29.09.2017, 19:05
50. Endlich sagt es mal einer

Zitat von aschie
Sorry das ich schon wieder der Mismacher bin aber Raketentechnik ist aus dem letzten Jahrhundert was ist daran eigentlich so unglaublich fortschrilich?
Alle Achtung, dann verzichten Sie vermutlich auf das Auto-, Rad- und Bahnfahren? Denn das beruht ja auch alles auf einer Erfindung aus dem vor-vor-vor-vorigen Jahrtausend, dem Rad, und ist sowas von Old School (ich wage mir gar nicht Ihren Frust vorzustellen, wenn Sie Berichte von der IAA lesen, da beruht ja auch alles auf dieser altertümlichen Erfindung).

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frenchie3 29.09.2017, 19:16
51. Die Auswahl einer Mannschaft zum Mars ist leicht

Muß leidensfähig sein, an ein Ziel glauben, auf den Nächsten Rücksicht nehmen. Erste Wahl: irgendeine Glaubensgemeinschaft. Ganz normale Leute, vielleicht sogar Wissenschaftler, muß man mit soliden Kragen wegschicken wenn die sich nach ein paar Wochen an selbigen gehen

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Cugel 29.09.2017, 19:23
52. Keine Phantasie

Zitat von Ossifriese
Sehe ich ähnlich. Ich bin eigentlich ein technikgläubiger Mensch. Ob allerdings eine solche Aufgabe von einem einzelnen - wenn auch superreichen - Industriellen geleistet werden kann, wage ich zu bezweifeln. Denn im Hintergrund steht trotz aller zur Verfügung stehenden Milliarden doch die Frage: rechnet sich das? Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Besiedlung des Mars mit den heute vorhandenen Techniken wirklich machbar ist. Man kann sicher eine oder zwei bemannte/befraute Raketen zu diesem Planeten schicken - aber wozu? Schlichte Forschung wird sich privatwirtschaftlich kaum lohnen.
Wäre es nicht möglich, dass es EM gar nicht um Profit geht, sondern er einfach nur seine Träume zu verwirklichen sucht? Jeder, der ihm Geld gibt, weiß um das Risiko.
Die Frage, ob eine "Besiedlung" des Mars sinnvoll ist oder nicht, ist völlig irrelevant, solange es genug Menschen gibt, die die nötigen Ressourcen und die nötige Begeisterung aufbringen um daran mitzuarbeiten oder sogar mitzufliegen.

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RenegadeOtis 29.09.2017, 19:32
53.

Zitat von irukandji
wo sind denn unsere Klimafetischisten. Habt ihr vor lauter Jubel mal an die Schadstoffausbringung in die Stratosphäre und darüber gedacht, wenn unsere Superreichen so um die Erde jetten? Denksperre?
Vermutlich weniger als ein kerosinbetriebener 24hrs-Flug.

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geotie 29.09.2017, 20:05
54.

Zitat von lobro
Der Mars ist und bleibt für die Besiedlung für Menschen absolut ungeeignet und jeder Cent für Marsmissionen ist auf der Erde besser angelegt. Jeder noch so unwirtliche Ort auf der Erde (Antarktis, Sahara, Wüste Gobi usw.) ist millionenfach eher für menschliches Leben geeignet als der beste Platz auf dem Mars. Dort gibt es weder ein Magnetfeld, das kosmische Strahlung und Sonnenstürme abhält noch gibt es eine für Menschen atembare Atmosphäre und wird es auch niemals geben. Bemannte Marsmissionen zur Forschung sind bei der heutigen Robotertechnik absolut überflüssig und außerdem viel zu teuer. Das Geld wäre hier auf der Erde besser angelegt. Man hat immer mehr den Eindruck, es geht, wie seinerzeit bei den Mondlandungen nur darum, zu beweisen, dass man es kann bzw. der erste dort ist, egal, ob es Sinn macht oder nicht.
Der Mond würde für einen Außenposten sich so wieso besser eignen als so ein weit entfernter Planet. Von dort könnte man eher eine Niederlassung errichten als auf dem Mars. Aber brauchen wir das wirklich?

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wallaceby 29.09.2017, 20:32
55. Dieser "Dritte scoop"....

wäre auf jeden Fall von einem auf den anderen Tag beendet, wenn auch nur ein einziger verheerender Unfall passieren würde und auf einen Schlag sämtliche Passagiere tot wären! Musks Visionen mögen sich ja für multimedial aufgepushte Präsentationen super eignen, aber was hier erschreckend zu kurz kommt, ist die absolute Gefährlichkeit, die diese ganzen interplanetarischen Spinnereien ganz einfach beinhalten! Bei der NASA z.B. waren seit den Fünfzigern ja auch nicht gerade kleine unbedarfte Ahnungslose beschäftigt, die mit Mega-Budgets die Technologie für längere Weltraumaufenthalte so einigermaßen für die Astronauten sicherstellend weiterentwickelten. Trotzdem waren aber menschliche Kollateralschäden alle paar Jahre mitinbegriffen! Challenger, Columbia... alles noch in guter Erinnerung! Es ereigneten sich ja trotzdem in schöner Regelmäßigkeit diese Unfälle, die auch durch sehr unscheinbare und vom Menschen vorher nicht erkennbaren Gründen passiert sind, und dann für die großen Katastrophen sorgten! Kümmert sich Musk eigentlich auch um die anscheinend seiner Ansicht nach "vernachlässigbaren Folgen" für Menschen, die sich bei längeren Aufenthalten in der Schwerelosigkeit ergeben? Tut mir leid, aber mit diesem Thema überhebt er sich meiner Meinung nach komplett! Er kann nicht einfach Fakten, an denen sich bisher ja nicht nur die Amerikaner oder Russen, sondern auch die Europäer, Japaner und sonstigen neuen Raumfahrtnationen bisher die Zähne ausgebissen haben, nur mittels ein paar "verwegener Hochglanz-Präsentationen" ausser Kraft setzen! Ein Elektro-Auto auf den Markt zu bringen hat doch eigentlich überhaupt NICHTS mit Innovation oder neuen Errungenschaften zu tun! Er hat es nur verstanden, die richtigen Leute um sich zu versammeln, die es zustande brachten ein hochpreisiges und zuverlässiges Elektroauto auf den Markt zu bringen, das bei den Kunden für Begehrlichkeiten gesorgt hat, anstatt nur belächelt zu werden, wie alles vorherige in dieser Richtung. Er hat keinen E-Motor erfunden, oder neue Batteriespeicher..., er hat einfach so gut wie Nichts an Wissen neu geschaffen. In der Raumfahrt geht es aber ausschließlich um immer neues Wissen, das man dann in die Praxis umsetzen muß! Aber möglichst ohne menschliche Verluste! Und wenn man es mit sogar hunderten Milliarden an Budget nicht schafft, nur ein paar wenige absolute Spezialisten unter den Astronauten hundertprozentig sicher dort rauf und auch wieder runterzubringen, dann kann man sich auch vorstellen, wie groß das Risiko dabei wäre, als Tourist bei so einer "Raum-Vergnügungsreise" nicht mehr lebend nach Hause zu kommen! Er mag ja ein absolut frei denkender Unternehmer sein, aber mit so einem Thema ist der Mann so ca. 50 bis sogar 100 Jahre zu früh dran!

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zeichenkette 29.09.2017, 20:42
56.

Zitat von geotie
Der Mond würde für einen Außenposten sich so wieso besser eignen als so ein weit entfernter Planet. Von dort könnte man eher eine Niederlassung errichten als auf dem Mars. Aber brauchen wir das wirklich?
Nein, brauchen tun wir das nicht. Was man braucht, ist Luft, Wasser, Nahrung und im Winter gerade genug Kleidung, um nicht zu erfrieren. Auch auf der Erde. Alles darüber hinaus ist Luxus und Willkür und Neugier und "Hey, klingt interessant, lass uns das mal probieren!". Die Tatsache, dass Sie da wahrscheinlich gerade bei elektrischem Licht sitzen, verdankt sich nichts anderem. Von allem anderen in ihrem Leben über das bloße Überleben hinaus, einschließlich diesem Forum hier, mal gar nicht zu reden.

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shechinah 29.09.2017, 20:57
57. Großartige Aussichten

Durchschnittlich minus 55 Grad, und eine Atmosphere aus CO2 - für immer in irgendeinem Gebäude, nie mehr raus gehen können. Klingt mehr nach lebenslang in einem Gefängnis. Ist mir völlig unverständlich, warum jemand da hin will. Die Antarktis oder die Mitte der Sahara ist ein angenehmerer Ort.

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salomohn 29.09.2017, 21:11
58. Na, Ihr Miesepeter?

Keine Visionen in Deutschland mehr? Schade! Muss bei der Globalisierung auch nicht mehr sein. Machen eben andere die neuen Entwicklungen. Und ich freue mich, wenn ich nach 500 km immer noch viel Batterie (Ökostrom) übrig habe. Was habt Ihr damals gezweifelt und gemeckert! Mein Tipp: Leiht Euch einmal einen Tesla für einen Italienurlaub. Ihr werdet garantiert nichts anderes mehr wollen und erkennen: Musk hat es drauf!

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Bernd.Brincken 29.09.2017, 21:12
59. Mond vs Mars

Zitat von geotie
Der Mond würde für einen Außenposten sich so wieso besser eignen als so ein weit entfernter Planet. Von dort könnte man eher eine Niederlassung errichten als auf dem Mars. Aber brauchen wir das wirklich?
Oeh, noe. Auf dem Mars herrscht eine größere und daher Menschen-freundlichere Schwerkraft. Dann gibt es eine Atmosphäre, die CO2 liefert (s.o. Sabatier-Prozess). Sie vermindert auch die Temperatur-Gefälle, streut das Licht, was Gewächshäuser eher ermöglicht.
Der (leichte) Atmosphärendruck macht das Arbeiten dort in vielerlei Beziehung einfacher als im Vakuum des Mondes. Er ermöglicht auch Fluggeräte, Drohnen, Ballone u.ä.
Dann gibt es gute Anzeichen für Wasser auf dem Mars.
Und nicht zuletzt ist die Hoffnung, dort Fossilien aus früheren Phasen der Entwicklung zu finden, noch nicht begraben.

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