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Region Halle-Leipzig: Mini-Erdstöße machen Forschern Sorgen
DPA

Mehr als eine Million Menschen leben in der Region Leipzig-Halle. Geoforscher haben dort kleinere Erdstöße untersucht und warnen: Auch schwerere Erdbeben sind möglich.

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quark2@mailinator.com 17.05.2018, 20:03
1.

Tja, Plattenbauten sind da weniger ein Problem, wenngleich so oft sinnlos gescholten. Persönlich bin ich westlich der Elbe immer wieder irritiert von den Pappmacheé+Holz-Konstruktionen+Ytong. Was man halt so gewohnt ist. Wäre aber schon ne Überraschung, wenn es in Halle plötzlich wackeln würde, wobei ich mich entsinne, das ca. 1985 dort mal gemerkt zu haben. Hoffen wir das Beste :-).

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dunnhaupt 17.05.2018, 21:14
2. Ziegelbauten sind immer am meisten gefährdet

... was sich schon in San Francisco erwies. Und Ziegelbauten sind nun mal die normaler Bauweise in der bedrohten deutschen Gegend.

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Augustusrex 17.05.2018, 22:57
3. Das einzige Erdbeben

an welches ich mir erinnere, war das vom Mai 1976 im Friaul in Norditalien. Da haben bei uns im Haus die Deckenlampen geschaukelt. Das Haus ist ein Fachwerkbau und der Ort ist ca. 30 Km südlich von Leipzig.

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celebraler_kortex 17.05.2018, 23:18
4. Komplizierte Angelegenheit

Ich erinnere mich da noch an ein Zitat, das ich vor ca. 20 Jahren in meiner Diplomarbeit aufgeführt habe: "earth quake resistent design is a matter where you can drown in information and starve for knowledge."
Will sagen, es ist ganz sicherlich nicht so wie der Laie sich das vorstellt - "stabil gebaut und gut ist". Je nach Dauer, Intensität und Vertikal- bzw. Horizontalbeschleunigungskomponente werden hohe Gebäude mit ungünstigen Massenschwerpunkt oder z.B. über(!)bemessenen Stahlbetonelementen u.U. stärker zerstört als leichte und flexible Flachbauten. Die Energie muss nämlich irgendwo hin.

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Oberleerer 18.05.2018, 07:14
5.

Bei Fachwerk sollte wohl der Putz herunterfallen, aber das Holzgerüst selber schätze ich als hinreichend flexibel ein. Oder reißen da schnell die Zapfen an den Balkenverbindungen ob und alles klappt zusammen?

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murksdoc 18.05.2018, 08:34
6. Ciao Bonn, Tschüss Köln

Laut geologischem Gutachten 2001 des Instituts für Geowissenschaften der Universität Jena Jena (Seiten 19 - 22, siehe unten) sind solche "Schwarmbeben" seit 1552 bekannnt, sehr häufig und kamen in einer der beiden noch aktiven Vulkangegenden in Deutschland, ca. 100 km südlich von Halle, zwischen August und Oktober des Jahres 2000 über 10 000 Mal vor. 200 km westlich liegt im zweiten Vulkangebiet Deutschlands der größte noch aktive Supervulkan Europas, der Laacher See, dessen Ausbruch überfällig (!) ist, der zehnmal so stark wäre, wie der Vulkanausbruch des Mount St. Helens und in etwa dem des Pinatubo entsprechen würde. Beim letzten Ausbruch des Laacher See Vulkans vor 15 000 Jahren kam es zu einem Aufstau des Rheines auf 20m Wasserspiegel bei Andernach, der Bruch des Dammes führte zu einem Tsunami, der alles links- und rechtrheinische Leben bis in etwa der Höhe von Köln zerstörte. Katastrophenplanungen für diesen Fall gibt es nicht, weil Katastrophen diesen Ausmaßes nicht planbar sind. Immerhin zog der Deutsche Bundestag zwei Monate nach Abgabe des Gutachtens von Bonn nach Berlin. https://is.gd/LJrscT

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audaxaudax 18.05.2018, 09:37
7. Gebirgsschlag

ist sicher ein weiterer Auslöser dieser Minibeben. Können die Herren Geophysiker das von tektonischen Beben unterscheiden. Die Region um Halle ist im Untergrund voller Hohlräume vom Salz- und Kupferschieferabbau, teils bergmännisch Aufgefahren teils durch solende Gewinnung schon vor hunderten von Jahren entstanden.

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knuty 18.05.2018, 10:09
8.

Zitat von audaxaudax
ist sicher ein weiterer Auslöser dieser Minibeben. Können die Herren Geophysiker das von tektonischen Beben unterscheiden. Die Region um Halle ist im Untergrund voller Hohlräume vom Salz- und Kupferschieferabbau, teils bergmännisch Aufgefahren teils durch solende Gewinnung schon vor hunderten von Jahren entstanden.
Der Bergbau geht aber bestimmt nicht bis in Tiefen von 30 Kilometer, also dort, wo die Beben ihren Ursprung haben.

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Lord Menial 18.05.2018, 13:08
9.

Zitat von murksdoc
liegt im zweiten Vulkangebiet Deutschlands der größte noch aktive Supervulkan Europas, der Laacher See,
Der größte noch aktive Supervulkan Europas? In der Eifel?

"Die Phlegräischen Felder liegen etwa 20 Kilometer vom Vesuv entfernt, ....Unter der Oberfläche brodelt Europas einziger Supervulkan."
- https://www.welt.de/kmpkt/article164632683/Europas-einziger-Supervulkan-koennte-bald-aktiv-werden.html

"Europas Supervulkan rumort ... - der Supervulkan Phlegräische Felder in Italien wird unruhig."
- http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/phlegraeische-felder-in-italien-europas-supervulkan-rumort-a-1126321.html

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