Forum: Wissenschaft
Revolutionärer Antrieb: Wie Stephen Hawking ein Mini-Raumschiff mit Lasern zu den Ste
REUTERS

Ein Flug zum nächstgelegenen Sternsystem Alpha Centauri ist bislang Science Fiction. Doch mit mächtigen Laserstrahlen als Anschub könnte es gelingen, versprechen Stephen Hawking und Mark Zuckerberg. So soll es funktionieren.

Seite 1 von 25
themistokles 13.04.2016, 13:10
1. Theoretisch ja

... praktisch wohl leider (!) eher nicht.

Denn trotz der dort versammelten klugen Köpfe (allesamt klüger als meiner) gibt es es in der Praxis leider eine Unbekannte und eine technisch hohe Herausforderung:

- Die Unbekannte: Der Weg dorthin. Die Raumkapsel rast mit ungeheuerlicher Geschwindigkeit. Auf ihrem Weg darf nichts, auch nicht das kleinste Kieselsteinchen, sein. Bei der Entfernung eigentlich unmöglich.

- Technische Herausforderung: Das Abbremsen am Ziel. So wie ich das verstanden habe, hat die Kapsel keinerlei eigene Antriebs- bzw. Bremssysteme.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kevinschmied704 13.04.2016, 13:11
2. ja das klingt doch erstmal annehmbar.

es reicht wenn wir im ersten schritt innerhalb von 20 jahren an Alpha centauri vorbeifliegen. auf geht's!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
manicmecanic 13.04.2016, 13:18
3. seltsames Konstrukt

Selbst wenns nach Plan geht,was soll man mit diesem Ding anfangen?Unter unseren Voraussetzungen ist das doch ein Schuß ins blaue,s.o. wenns nach Plan geht mit dem Start.Welchen Nutzen kann es haben,wenn es das Ziel erreicht?Wie soll man damit kommunizieren?Es ist mit unserer Technik einfach utopisch interstellare Raumfahrt zu betreiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zapp-zarapp 13.04.2016, 13:18
4. Irritation

Irritation: Gehörte Hawking nicht zu jenen, die davor warnten, irdische Existenzbelege blind in die Galaxis zu schicken, aus Sorge um die Absichten potentieller Empfänger?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tropfstein 13.04.2016, 13:19
5. Ganz schön hohe Kräfte

In 10 Minuten auf 20% der Lichtgeschwindigkeit? Das entspräche einer Beschleunigung von 100000 m/s², also rund 10000 g (g = Fallbeschleunigung auf der Erde). Wenn die Sonde ultraleicht wäre - sagen wir 100 kg Masse, dann müssten die Halteseile eine Belastung von 1000 Tonnen Gewichtskraft aushalten. Und die Sonde müsste so stabil sein, dass ein 100-Gramm-Bauteil 1 Tonne Gewichtskraft ausüben darf. Eine schöne Herausforderung für die Ingenieurskunst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sman1983 13.04.2016, 13:21
6. Klingt spannend!

Ich sehe durchaus noch eine Punkte, die das Vorhaben letztendlich doch unmöglich machen könnten, aber ohne solche Ideen werden wir dem Ziel niemals näher kommen. Mit Entwicklung, Durchführung und Erkenntnis könnte ich vielleicht sogar in Rente noch das Ergebnis dieses Versuchs erleben :-).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mfeldtn 13.04.2016, 13:21
7. Bleiben 2 Schlüsselfragen

Wie schütze ich das wenige Gramm schwere Söndchen vor kosmischen Einflüssen á la Strahlung und Staubteilchen?

Und wie bekommt das wenige Gramm schwere Söndchen genug Energie zusammen, um sich aus Nachbarsternentfernung noch bemerkbar zu machen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Neapolitaner 13.04.2016, 13:22
8. Und wie sollen die Dinger kommunizieren?

"Mit ein paar Gramm" werden die Sendeleistungen der Mini-Raumschiffe homöopathisch sein , unter ein Watt, und dann von Alpha Centauri aus senden?

Im Grunde wären das Boten unserer Zivilisation. Wobei diese niemals irgendwo bemerkt werden können - wenn diese in eine Ökosphäre eintreten, verglühen sie. Interessant wäre es aber, mit solchen kleinen Raumschiffen die Oort'sche Wolke zu untersuchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 13.04.2016, 13:22
9.

Das Segel muß logischerweise eine Solarkomponente beinhalten. Außerdem muß es als Parabolspiegel ausgeformt sein. Denn wenn die Sonde nicht ordentlich senden kann, isses eh Essig mit Bildern und Meßwerten. Zum Glück sind Nanoröhrchen ja ein ganz nettes Material für sowas.

Der gigantische Laser muß allerdings in einer Umlaufbahn um die Erde segeln, oder ? Strom per fliegendem Atomkraftwerk, LOL.

Das mit dem Bremsen wird allerdings wirklich schwierig. Wir sollten auf jeden Fall 4..5 solche Laserstationen bauen, damit wir die Segler von anderen Zivilisationen auffangen können. D.h. als erstes brauchen wir mal bessere Radarstationen, die mit dem gigantischen Doppler klarkommen ;-).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 25