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Rheinland-Pfalz: Raubgräber entdeckt Barbarenschatz
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Gold, Silber, Schmuck: In der Südpfalz hat ein Raubgräber einen Schatz aus der Spätantike entdeckt. Vermutlich hatten plündernde Germanen im fünften Jahrhundert die Kostbarkeiten an der einstigen Römerstraße hastig verscharrt.

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gog-magog 18.02.2014, 16:21
1.

Zitat von sysop
Gold, Silber, Schmuck: In der Südpfalz hat ein Raubgräber einen Schatz aus der Spätantike entdeckt. Vermutlich hatten plündernde Germanen im fünften Jahrhundert die Kostbarkeiten an der einstigen Römerstraße hastig verscharrt.
Ich bin auch gegen Raubgrabungen, aber mit dem Urteil wird man der Wissenschaft eher schaden als nützen, denn was lernen zukünftige Hobby-Gräber daraus? Erst einschmelzen, dann verkaufen. Das kann ja wohl nicht das Ziel der Archäologie sein.

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Mertrager 18.02.2014, 16:34
2. Raubgräberei

... ist immer dann häufig, wenn der Staat den Finder ungerecht behandelt. Vielleicht sollten die Verantwortlichrn einmal darüber nachdenken. Es wäre doch für alle Beteiligten besser, wenn der Finder eine gerechte Vergütung bekommt und deshalb bemüht ist, den Anforderungen der Archäologen gerecht zu werden. Auch eine namentlich Nennung des Finders beim Zurschaustellen der Exponate könnte geregelt werden. Warum veruscht man bei uns alles immer nur mit Strafen ?

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Methados 18.02.2014, 16:46
3.

Zitat von sysop
Gold, Silber, Schmuck: In der Südpfalz hat ein Raubgräber einen Schatz aus der Spätantike entdeckt. Vermutlich hatten plündernde Germanen im fünften Jahrhundert die Kostbarkeiten an der einstigen Römerstraße hastig verscharrt.
RAUBgräber.
Typisch Spon - nachdem Jahrelang das Unwort RAUBkopierer von den Verwertern ohne nachzudenken übernommen wurde, nun das neue falsche Wort in Hinblick auf RAUB.

für SPON die definition von RAUB: Als Raub bezeichnet man in Kriminologie und Rechtsvergleichung einen Deliktstypus, bei dem ein Vermögensdelikt durch Gewaltanwendung begangen wird
Wurde hier Gewalt angewandt ? wohl nicht. genausowenig wie Gewalt angewandt wird, wenn jemand einen Song runterlädt.
Aber was will man von heutigen Journalisten noch erwarten....

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collateral 18.02.2014, 16:48
4.

Zitat von Mertrager
... ist immer dann häufig, wenn der Staat den Finder ungerecht behandelt. Vielleicht sollten die Verantwortlichrn einmal darüber nachdenken. Es wäre doch für alle Beteiligten besser, wenn der Finder eine gerechte Vergütung bekommt und deshalb bemüht ist, den Anforderungen der Archäologen gerecht zu werden. Auch eine namentlich Nennung des Finders beim Zurschaustellen der Exponate könnte geregelt werden. Warum veruscht man bei uns alles immer nur mit Strafen ?
Damit die Archäologen im nachhinein so tun können, als wäre es ihr Verdienst das sog. Schätze ans Licht kommen. Die Finder schön kriminalisieren, die bei ihrem Hobby viel Zeit und Mühe investieren. Meistens gehen ja solchen Funden auch gründliche Recherchen vorher.

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oljako 18.02.2014, 16:51
5.

Zitat von sysop
Gold, Silber, Schmuck: In der Südpfalz hat ein Raubgräber einen Schatz aus der Spätantike entdeckt. Vermutlich hatten plündernde Germanen im fünften Jahrhundert die Kostbarkeiten an der einstigen Römerstraße hastig verscharrt.
wie beraubt man eigentlich ein loch? reicht da schon die androhung von gewalt, wird geprügelt oder gar scharf geschossen?

immer wieder traurig, gerade wegen der zerstörung des fundortes und der verlorenen geschichte. mich würde die dunkelziffer interessieren, ich vermute sie ist hoch.

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felixbonobo 18.02.2014, 16:57
6. das neue unwort?

Als raubgräber würde ich die tunnelbauer in die bank bezeichnen, aber bitte doch keinen hobby-schatzsucher, die zufällig mal etwas finden. Bei allem verständnis kulturgüter schützen zu wollen, mit solchen "raubgräber"-vorwürfen, sorgt man höchstens dafür das kein finder seinen fund meldet. Hier sollte eine regelung vorsehen, das der finder einen anteil des schätzwertes zusteht, und es erst dann zum staatseigentum wird.

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DonCarlos 18.02.2014, 17:04
7. Nicht der Finder ist der Räuber sondern das Schatzregal

Das Schatzregal raubt dem Finder seinen Fund ohne irgendwelche Vergütung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schatzregal

Zitat von Mertrager
... ist immer dann häufig, wenn der Staat den Finder ungerecht behandelt. Vielleicht sollten die Verantwortlichrn einmal darüber nachdenken.
Wie viele Fundstücke wurden nur deswegen in Bayern gefunden, weil Bayern das einzige Bundesland ist, dass nicht so genadenlos den Fund einzieht?

Es wäre angemessen die Finder zu entlohnen gerade damit frühzeitig eine Fundstelle archäologisch ausgewertet werden kann. Hier frist die Staatsgier die Geschichte.

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_rasenmäher 18.02.2014, 17:07
8. Irrtum

Einige Foristen hier sehen die Dinge zu einfach. Das (strafrechtlich relevante) Problem ist keineswegs der "Fund" an sich oder die Suche zuvor, sondern die im Text ausdrücklich erwähnte Tatsache, dass dabei die Fundstelle "zerstört" wurde. Dem Archäologen geht es weniger darum Goldmünzen zu zählen, sondern die Umstände aufzudecken die zum Vergraben führen und die Auswertung der Fundstelle. Dies machen diese Dilettanten mit ihrer von Gier getriebenen Suche zunichte und das wird letztlich zurecht als strafwürdig gesehen. Ein Finderlohn oder dergleichen würde hier sogar noch einen (falschen) Anreiz schaffen.

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spiegelfechte 18.02.2014, 17:09
9. Ordnungswidrigkeit

"Die Suche mit einem Metalldetektor sei in Rheinland-Pfalz eine Ordnungswidrigkeit..."
Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!

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