Forum: Wissenschaft
Rosetta-Mission: Hier singt Tschuri
ESA/ Rosetta/ NavCam

Wie klingt ein Komet? Die Raumsonde "Rosetta" hat zufällig Klicklaute in der Nähe des Kometen Tschuri aufgenommen. Was die Geräusche auslöst, verrät der Gesteinsbrocken allerdings nicht.

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Emmi 12.11.2014, 15:42
1. Ergibt keinen Sinn...

"Im Original bewegen sich die Schwingungen im Magnetfeld mit einer Frequenz von 40 bis 50 Hertz. Damit liegen sie weit unterhalb des für den Menschen hörbaren Bereichs von 20 bis 20.000 Hertz. Also haben die Forscher die Frequenzen von Tschuris Gesang um das etwa 10.000-fache erhöht."

Das wären dann 400.000 bis 500.000 Hertz. Das hört KEIN Mensch. Mit einem Radio mit Lang- bzw. Mittelwellenempfänger könnte man es aber empfangen...

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Thorsten_Barcelona 12.11.2014, 16:26
2. Geräusche?

Geräusche werden durch Schall übertragen, Dichteschwankungen in einem Medium wie Luft, und sollten daher im Vakuum des Alls nicht hörbar sein.
Der Verweis auf Schwingungen im Magnetfeld deutet daraufhin, dass es sich um elektromagnetische Schwingungen handelt, zu denen auch Licht gehört, und das mit Geräusch ist einfach eine Analogie.

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Hagenruck 12.11.2014, 16:46
3. -

Sind das jetzt elektromagnetische oder akustische Wellen? Letzteres kann ich mir nicht vorstellen, da akustische Wellen ja ein Übetragungsmedium benötigen.
Wenn es sich aber um elektromagnetische Wellen handelt ist es falsch von "Geräuschen" zu sprechen. Elektromagnetische Wellen kann man nichtmal theoretisch hören.

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Zitrone! 12.11.2014, 17:02
4.

Oh, bitte - so ein Artikel ist ja ganz nett, aber warum so irreführend?

Zunächst ist das kein Geräusch oder Gesang im üblichen Sinn, es handelt sich nämlich nicht um akustische Schwingungen, schon gar nicht um solche in Luft - letztere gibt's da nämlich nicht.

Es handelt sich um Schwingungen des Magnetfelds um den Kometen, und insoweit ist das auch keine Theorie, sondern schlicht das, was gemessen wurde: Mit einem Gerät, das Magnetfelder misst. Woher diese Schwingungen kommen, darüber wird allerdings noch spekuliert.

Diese Schwingungen kann man aufzeichnen und als akustische Schwingung wieder abspielen, wie das jeder Lautsprecher macht. Nur sind in diesem Fall, wie im Artikel ganz richtig geschrieben, die Frequenzen viel zu niedrig (die Schwingungen zu langsam), um für uns hörbar zu sein. Also spielt man sie einfach beschleunigt ab, hier mit dem Faktor 10000.

Die angegebenen Frequenzen von 40 - 50 mHz bedeuten, dass eine einzige Schwingung 20 - 25 Sekunden dauert - dies nur, um die Anschauung ein wenig zurechtzurücken.

Interessant finde ich diese deutliche Grundfrequenz, dies ratternde Geräusch, wie ein Trommelwirbel. Wenn ich mal schätze, dass das 4 oder 5 Hz sind, entspräche das einer Schwingungsdauer (unbeschleunigt) von 30 - 40 Minuten. Vielleicht die Eigenrotation den Kometen?

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cosy-ch 12.11.2014, 17:05
5. ich verstehe nur Bahnhof

ich glaubte bis heute, um Schall wahrzunehmen braucht es einen Träger. Z.b. Luft ..oder Metall.. folglich dürfte es sich hier um eigene Schwingungen handeln (z.b. Servomotoren ) und nicht um Geräusche vom Kometen.

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gray_hound 12.11.2014, 17:11
6. Geräusche im Vakuum...

..gibt es nicht. Geräusche sind Druckwellen die in irgendwelchen Materien (z.B. Luft) ausbreiten aber definitiv nicht im Vakuum. Innerhalb des Kometen oder an der Oberfläche wären sie möglich. Schwingungen des Magnetfeldes die nach Modulation hörbar gemacht werden sind auch keine Geräusche des Kometen, es fliegt eben todstill.

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sebastian.grs 12.11.2014, 17:20
7. Genie am Werk

Hallo Emmi!
Du solltest deine Zehnerpotenzen überprüfen!
0,05Hz x 10.000 sind nämlich 500Hz. Die kann ich für meinen Teil super hören.

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tobias_P 12.11.2014, 23:13
8. Kunst-Projekt eines Künstlers

Zur Aufklärung:

Es handelt sich lediglich um eine Vertonung der Messdaten des Magnetfeldes um den Kometen.

Also es wurden schlichtweg die Messwerte etwas bearbeitet und Tönen mit unterschiedlichen Höhen, Tiefen, Lautstärken und Stereo-Klang-Richtungen zugewiesen. Daraus entsteht dann dieses Trommelnde Geräusch.

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tobias_P 12.11.2014, 23:18
9. Den Wissenschaftlern

ist auch nicht die Art der Akustischen Signale, sondern die Schwingungen in den Daten, welche der Vertonung zugrunde liegen. Demnach verändert sich das Magnetfeld des Kometen kontinuierlich, aus welchen Gründen auch immer... (Ein Grund könnten z.B. Partikel sein, die aus dem Kometen ausgasen und somit das Magnetfeld stören)

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