Forum: Wissenschaft
Rote Liste: Fast ein Drittel der Wildpflanzen gefährdet
Detlev Metzing / Bundesamt für Naturschutz / dpa

In den letzten 20 Jahren hat sich der Zustand vieler Wildpflanzen in Deutschland massiv verschlechtert. Das geht aus der neuen Roten Liste des Bundesamts für Naturschutz hervor. Für Probleme sorgt auch die Landwirtschaft.

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L_P 05.12.2018, 17:25
1. Bauer Ulrich sagt

Wenn die Unkräuter doch nur so empfindlich wären, wie die Pflanzen auf der roten Liste.

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xc20 05.12.2018, 17:50
2. Preise werden steigen

Ich lese diese Beiträge immer sehr interessiert und habe auch den verlinkten Artikel nochmal überflogen.
Was mir dabei als Landwirt jedes Mal auffällt:

Wenn schon eine naturverträglichere Wirtschaftsweise gefordert wird, dann sollte man der Bevölkerung auch mal mitteilen wie teuer der Spaß wird. Dazu liest man überraschend wenig in den Medien.
Denn sind wir mal ehrlich, eine solche Wirtschaft wäre global nicht mehr konkurrenzfähig. Also müsste sich die EU/Deutschland nach außen abschotten und nur noch Importe zulassen, die ebenfalls den entsprechenden Standards entsprechen, oder die landeseigene Versorgung wird an die Wand gefahren.
Denn wie viele Menschen in Deutschland könnten sich überhaupt die so produzierten Lebensmittel leisten? Und wie viele würden weiterhin auf die billige Variante zurückgreifen und so die Schäden einfach nur auslagern?

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halverhahn 05.12.2018, 17:57
3. Autofahrer sind irgendwie an allem schuld!!

Wie auch hier wieder...
Ohne die genauen Zahlen oder prozentualen Aufteilungen zu kennen, hier werden sie ja auch nicht näher aufgedröselt. Aber jede Wette: Die Industrielle Landwirtschaft ist der absolute Hauptverursacher des Artensterbens bei Pflanzen als auch bei den Insekten. Monokultur, Überdüngungen durch künstliche Düngemittel (auch durch Gülle wird das Grundwasser verunreinigt (Thema Nitrat und Phosphat)), zu wenig Freiflächen für Hecken und Co. an den Rändern von landwirtschaftlich genutzten Flächen, wo sich „Wildwuchs“ zumindest auf eng begrenzen Flächen mal ausbreiten könnte und und.
Würde man da mal rangehen, sähe die Welt direkt ganz anders aus.
Und mal nebenbei: durch den Klimawandel, egal ob jetzt menschlich verursacht oder „natürlicher Wandel“, wird sich eh die Flora und Fauna bei uns noch radikal verändern. Bestimmte Arten werden dann eh komplett verschwinden, andere dafür hinzu kommen. Also eine Art Selektion...

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xc20 05.12.2018, 18:37
4. @Halverhahn

Sicher ist die Landwirtschaft eines der anzugehenden Gebiete. Aber doch bitte bei Leibe nicht das einzige.
40% der Stickstoffemissionen stammen aus Verkehr und Industrie und werden somit flächenungebunden überall eingetragen. Entsprechend gibt es am einigen Naturschutzstandorten Probleme bei angestrebten Nährstoffverknappungen, da ständig neuer Eintrag erfolgt.

Auch die angesprochenen "wilden Ecken" dürfte es mittlerweile in der Landwirtschaft sogar schon deutlich häufiger geben als in den glattgebügelten Siedlungsbereichen, wo es nahezu kein insekten- und vogelfreundliches Biotop mehr gibt. Der tägliche!!! Flächenverbrauch liegt noch immer bei etwa 60ha. Da werden also etwa 180 landwirtschaftliche Betriebe pro Jahr komplett zubetoniert.

DAS kann nicht gut für Artenvielfalt und Umwelt sein.

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richey_edwards 05.12.2018, 18:39
5. Das kennt man doch

schon lange, genauso beim Artensterben und dann tauchen sie plötzlich wider auf die angeblich ausgestorbenen Arten und Pflanzen.

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tyll.spiegel 05.12.2018, 18:51
6. Keiner war´s...

Jetzt zeigen Landwirtschaft, Verkehr, Industrie und Städtebau wieder auf alle anderen und keiner war es gewesen... Was will uns das sagen? Richtig, ALLE dieser Gruppierungen sind am Niedergang der "Naturlandschaft" und damit am Artensterben beteiligt und an ALLEN Fronten muss dringend etwas passieren.
Es wird Zeit für eine Partei, die Umwelt und Naturschutz wirklich ernst nimmt und weniger lobbyhörig ist...

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tyll.spiegel 05.12.2018, 19:16
7. Selbstverarschung

Zitat von richey_edwards
schon lange, genauso beim Artensterben und dann tauchen sie plötzlich wider auf die angeblich ausgestorbenen Arten und Pflanzen.
Der gute Richey übt sich mal wieder in Selbstverarschung: Natürlich sterben in D reihenweise Pflanzen- und Tierarten aus (s. das Insektensterben). Und natürlich kommen die meisten niemals wieder. Arten wie Wolf und Luchs sind die Ausnahmen von der Regel.
Richey erinnert mich an einen Titanic-Passagier der an der Reling steht und gebetsmühlenartig "Das Wasser steigt doch gar nicht!" murmelt...

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MrSchliepi 05.12.2018, 21:12
8. Sehr einseitiger Bericht

Mal wieder ein sehr einsichtiger Bericht - sowohl von SPON als auch vom BfN. Schuld an allem sollen mal wieder u.a. die Landwirtschaft sein. Das der deutsche Bürger mal sein eigenes Handeln und die daraus entstehenden Folge überdenkt, wird nicht angesprochen.
Es wird kein Wort von der Bodenversiegelung durch Straßenbau, Hausbau, Anlegen von Industriegebieten oder Bau von Logistik- und Einkaufszentren am Stadtrand erwähnt. Durch diese Bodenversiegelungen werden täglich über 100 ha verdichtet und der Natur (und den Gräsern) als Lebensraum entzogen (https://www.umweltbundesamt.de/daten/flaeche-boden-land-oekosysteme/flaeche/siedlungs-verkehrsflaeche#textpart-1). Aus meiner Sicht einer der größten Verursacher der Vernichtung der Lebensräume der bedrohten Pflanzen.
Zudem geht der Artikel überhaupt nicht auf die fehlende Pflanzenvielfalt in den Parks, Gärten und Städten ein. Es wird mal wieder die einseitige Meinung des Stadtvolks bedient. Schade.

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wernerz 05.12.2018, 21:59
9. Interessant!!

Zitat von richey_edwards
schon lange, genauso beim Artensterben und dann tauchen sie plötzlich wider auf die angeblich ausgestorbenen Arten und Pflanzen.
Könnten Sie Ihre Behauptung eventuell an einigen Beispielen belegen?

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