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RWTH Aachen über Stickoxid-Studie: "Wir haben das nicht hinterfragt"
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Die RWTH Aachen verteidigt ihre Stickoxid-Studie an Menschen: Durchführung und Publikation seien wissenschaftlich korrekt gelaufen. Kritisch sehe man heute die Finanzierung durch die Autoindustrie.

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strixaluco 02.02.2018, 14:08
1. Ein Armutszeugnis

Wissenschaftler sind dafür da, Dinge zu hinterfragen. Wer das in diesem Job nicht macht, hat ihn verfehlt. Oder er hat vor lauter befristeten Mitteln und Arbeitsverträgen verlernt, eine eigene Meinung zu haben.
Liebe Leute, wehrt Euch endlich!!! Im Grundgesetz ist die Freiheit von Forschung und Lehre festgeschrieben. Praktiziert werden kann sie in diesem Land aufgrund mangelnder Grundmittel und weiträumiger Befristungen nicht mehr ernsthaft.

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jjcamera 02.02.2018, 14:24
2. Schädlich oder nicht?

Um als Leser die Zusammenhänge zu bewerten, wäre eine kurze Zusammenfassung über das Ergebnis der Studie wertvoll. Wurden Schäden am Menschen bei den Probanden nachgewiesen oder nicht? Und wenn ja, in welchem Umfang? Stimmen die Grenzwerte mit dem Ergebnis überein? Das wäre das wirklich Interessante an dem ganzen Vorgang und nicht, wer die Studie finanziert hat. Jede Studie wird von irgendjemand finanziert.

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opinio... 02.02.2018, 14:28
3. Nä, wa, Armutszeugnisse sehen anders aus

Zitat von strixaluco
Wissenschaftler sind dafür da, Dinge zu hinterfragen. Wer das in diesem Job nicht macht, hat ihn verfehlt. Oder er hat vor lauter befristeten Mitteln und Arbeitsverträgen verlernt, eine eigene Meinung zu haben. Liebe Leute, wehrt Euch endlich!!! Im Grundgesetz ist die Freiheit von Forschung und Lehre festgeschrieben. Praktiziert werden kann sie in diesem Land aufgrund mangelnder Grundmittel und weiträumiger Befristungen nicht mehr ernsthaft.
Wissenschaftler müssen sehen, wo das Geld für Forschung herkommt. Auch das ist eins der Ergebnisse von 12 a Merkel. Weniger Geld vom Staat bedeutet Ökonomisierung des Hochschulbetriebs. Gut ist erst einmal das, was Geld bringt, en Laden laufen zu lassen.
BOLOGNA reform war das. Nicht die RWTH, sondern Merkel und Co!
Wenn es nicht weh tut und Geld bringt, dann kann man es doch machen oder. Wissenschaftler sind sollten keine Bürokraten sein, sondern Wissenschaft betreiben.

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joejoejoe 02.02.2018, 14:28
4. Kaum Bezug zur Dieselproblematik.

Das Studiendesign scheint weder ethisch noch wissenschaftlich problematisch zu sein.
Nur eins wird in diesem Zusammenhang viel zu wenig betont:
Die Studienergebnisse lassen keine Rückschlüsse darauf zu, wie sich die Dauerbelastung mit Stickoxiden an stark befahrenen Straßen auf die Gesundheit und Lungenfunktion der Bewohner auswirkt.

Es war gar nicht das Studiensiel, das herauszufinden.

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joerbi 02.02.2018, 14:32
5. Schizophrenie der Forschungsfinanzierung

Heute wird Drittmitteleinwerbung erwartet und vorausgesetzt. Dass diese auch von Vertretern gewisser Interessensgruppen kommen ist doch eigentlich klar. Solange diese Drittmittel transparent gemacht werden und entsprechende Studien über die erforderlichen (Ethik-)Kommissionen genehmigt werden ist mE dagegen nichts einzuwenden.

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gosol 02.02.2018, 14:44
6. Eine tolle Ausrede für ein Gefälligkeitsgutachten?

„25 Freiwille hatten dabei drei Stunden geringe Mengen NO2 inhaliert. Laut RWTH sollte die Belastung an Arbeitsplätzen untersucht werden. “. Ein plausibler "Forschungsansatz" wenn man zwanghaft die Unschädlichkeit von NO2 beweisen will, denn ein normaler Arbeitstag dauert allgemein länger als 3 Stunden. Und was ist eine geringe Menge? Drei Stunden über welchen Zeitraum? Wie wäre es mit einem Link auf die Studie!

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Referendumm 02.02.2018, 14:48
7.

Zitat von strixaluco
Ein Armutszeugnis Wissenschaftler sind dafür da, Dinge zu hinterfragen. Wer das in diesem Job nicht macht, hat ihn verfehlt. ...
Ja, Sie haben recht - besonders pikant wird es, wenn man bedenkt, dass z.B. der von den USA per Haftbefehl gesuchte Ex-VW-Topmanager Heinz-Jakob Neußer nicht nur an der RWTH Aachen Maschinenbau studiert und dort promovierte hatte und zwar bei Professor Franz Pischinger. Pischinger wiederum ist Gründer der Motorenentwicklungsfirma FEV GmbH in Aachen. Im Anschluss daran übernahm Neußer von 1986 bis 1996 bei der FEV GmbH verschiedene Positionen.

Sowohl die Aachener-Zeitung als auch das Handelsblatt hatte über diese "Aachen-Connection“ bzgl. FEV mit VW und speziell die mit dem berühmt berüchtigten VW-Dieselmotor EA189 einmal ausführlicher berichtet gehabt.

Bis heute wundert mich, warum man diese Verbindung: FEV und VW in Bezug auf Dieselmotorenentwicklungen nicht intensiver verfolgt hat. Höchstwahrscheinlich, weil man es nicht will, man könnte wohl zu viel Dreck finden. Also, lieber Schwamm drüber. Wie nennt sich das passende italienische Wort dazu: Omertà, oder?

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helmut.alt 02.02.2018, 14:50
8. Vom wissenschaftlichen Standpunkt

ist an einer solchen Studie nichts auszusetzen. Sie wurde korrekt durchgeführt; noch dazu vor dem Dieselskandal.

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YoRequerrosATorres 02.02.2018, 14:50
9. So ein Unfug!

Die Ziele der Affenstudie waren ganz andere als die der Freiwilligen, die an der medizinischen Hochschule untersucht wurden. Die Methoden waren andere, die Finanzierung war unterschiedlich und der zeitlich, inhaltliche und technische Rahmen total verschieden.
Das Ergebnis ist dann auch unterschiedlich. Die RWTH hat da einfach einen sehr guten Job gemacht. Für die Affen wars wahrscheinlich doof. Sind aber auch keine Menschen, sondern eben Affen.....

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