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"San Juan": Atomtest-Wächter könnten verschollenes U-Boot aufgespürt haben
CTBTO

Ein weltweites Messsystem gegen Atomtests könnte den entscheidenden Hinweis auf das Schicksal des verschwundenen U-Boots ARA "San Juan" geliefert haben. Wie funktioniert die Fahndung unter Wasser?

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Olaf 24.11.2017, 13:11
1.

Eine solch heftige Explosion lässt wenig Raum für die Hoffnung auf Überlebende. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass man noch welche findet.

Mein Mitgefühl den Angehörigen, das Warten und die Ungewissheit müssen schrecklich sein.

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hydrazin 24.11.2017, 13:36
2.

Müsste man mit dieser Methode dann nicht auch den Ort rekonstruieren können, an dem ein Flugzeug (MH370) auf dem Wasser aufschlägt - zumindest ungefähr?

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Olaf 24.11.2017, 13:43
3.

Zitat von hydrazin
Müsste man mit dieser Methode dann nicht auch den Ort rekonstruieren können, an dem ein Flugzeug (MH370) auf dem Wasser aufschlägt - zumindest ungefähr?
Offensichtlich hat diese Explosion unter Wasser stattgefunden, sonst wäre sie nicht so weit zu hören gewesen.

Der Aufschlag eines Jets auf die Wasseroberfläche trägt nicht so weit und hat wohl auch viel weniger Wucht, als diese Explosion.

Aber es gab damals auch den Versuch Aufzeichnungen aus diesem System zu nutzen, wenn ich mich recht erinnere.

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christoph.seidler 24.11.2017, 13:49
4.

Zitat von hydrazin
Müsste man mit dieser Methode dann nicht auch den Ort rekonstruieren können, an dem ein Flugzeug (MH370) auf dem Wasser aufschlägt - zumindest ungefähr?
Das habe ich Herrn Zampolli auch gefragt. Er war da eher skeptisch. Einer der Punkte war aus seiner Sicht, dass Sofar-Kanal und Ort einer möglichen Katastrophe weit auseinander liegen könnten. Außerdem sei auch nicht geklärt, ob es im Fall des Flugzeugs tatsächlich eine Explosion vergleichbarer Wucht gegeben habe.

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ch.weichberger 24.11.2017, 13:49
5. batterie probleme

laesst den schluss zu ...wasserstoffexplosion..die fallen auch besonders heftig aus in der regel

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DerPotsdamer 24.11.2017, 13:55
6. @hydrazin

Das ist zwar ein Gedanke, der sich aufdrängt, aber dies wir eher nicht funktionieren. Die Wasseroberfläche des Meeres ist ja einem ständigen Brechen der Wellen ausgesetzt und dies an unzähligen Orten in unterschidelicher Stärke. Demzufolge ergibt sich eine Art Rauschen und aus reiner Intuition schätze ich, dass ein Aufprall eines Flugzeugs da untergeht, vorallem dann wenn zwischen Detektor und Unfallort viele hunderte Kilometer liegen. Müssen natürlich nicht, aber die Wahrscheinlichkeit, dass MH370 nahe eines solchen Detektors aufgeschlagen ist, geht wohl leider gegen null :(

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permissiveactionlink 24.11.2017, 15:02
7. Treffer !

Wie ich bereits in einem früheren Beitrag berechnet habe, befand sich das U-Boot auf einem Orthodromkurs von Cabo San Diego nach Mar del Plata. Auf diesem Großkreiskurs mit der kürzesten Entfernung findet man einen Wegpunkt nach 554 sm Strecke bei 46°07'45"S und 60°07'36"W. Die im Text genannte Position der Explosion befindet sich lediglich 0,8 sm östlich dieses Wegpunktes. Es ist also ziemlich klar, dass der erfahrene Skipper den Kurs mit der geringsten Strecke gefahren sein muss. Der Untergangspunkt befindet sich somit nordwestlich der Falklandinseln. Ich möchte noch auf eine traurige Möglichkeit hinweisen, die den Schrecken dieser Havarie noch vergrößern könnte : Bei der zweiten Explosion kann es sich auch um die Implosion des Bootskörpers handeln, als dieser beim unkontrollierten Absinken womöglich nicht mehr zu stoppen war.

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permissiveactionlink 24.11.2017, 15:15
8. Ergänzung

Leider ist mir ein Fehler unterlaufen : Der gemessene Untergangspunkt liegt 15,1sm östlich vom idealen Kurs, und noch 0,8 sm. Immer noch erstaunlich genau, wenn man bedenkt, dass die Messstationen tausende Kilometer entfernt liegen.

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dgbmdss 24.11.2017, 15:28
9. Respektable Leistung

ich bezweifele, dass es wegen der vielen anfallenden Daten eine permante Aufzeichnung gibt, sondern die Aufzeichnung wird über die Schallamplitude getriggert. Das reicht, da das Schallevent wie hier eine Sekunde lang war, bei Atomtest sicher noch stärker und länger. Schraubengeräusche, Einschläge und Brandung oder Walschreie können sicher belauscht werden, werden aber nicht dauernd aufgezeichnet. Daher ist das hier ein Glückstreffer, der mit viel manueller Arbeit von Hintergundgeräuschen getrennt wurde.

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