Forum: Wissenschaft
Satellitenbild der Woche: Wie der Mensch die Erde zersiedelt
DLR

Radarsatelliten haben zwei Jahre lang die gesamte Erdoberfläche erfasst. Das Ergebnis ist die bisher präziseste Karte von Siedlungsmustern. Sie zeigt: Der Anteil bebauter Flächen wird unterschätzt.

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krautrockfreak 28.06.2014, 08:17
1. Der Mensch zerstört seine Lebensgrundlage...

langsam aber sicher selbst, indem er sich weiter ungebremst vermehrt und alle wichtigen Ressourcen rücksichtslos ausbeutet. Das war mir vor 30 Jahren schon klar. Das Problem ist leider, dass viele Menschen Meister im Verdrängen sind und die Politik, die vielleicht noch was dagegen machen könnte, null Interesse hat, weil es ja vor allem um eines geht: Wachstum. Dies betet ja unsere eigene Regierung auch täglich vor.
Das Problem ist nur, dass alles, was unbegrenzt wächst, immer (!) sich selbst dabei zerstört.
Es gäbe nur eine Lösung: sofortige weltweite Familienplanung, max. 1-2 Kinder pro Paar, und selbst dann würde der Effekt viele Jahrzehnte auf sich warten lassen. Da aber in den Entwicklungsländern eher 5 Kinder die Regel sind (oder das Doppelte), wird sich dieser Trend weiter fortsetzen und solange der Papst der Meinung ist, wir Menschen sollen uns schön weiter vermehren, wird alles noch schneller im Chaos enden. Denn nur er hätte vielleicht noch Einfluss in diesen Ländern.

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beatbox 28.06.2014, 08:25
2. Unverhältnismäßig

Die optische Gewichtung verzerrt die Wahrnehmung .
Auf der Darstellung erscheinen auch Gebiete im Verhältnis zur Großstadt stark besiedelt, wo in Wirklichkeit kaum Menschen wohnen.
Auch mehrgeschossige Bebauung wird davon nicht erfasst. Die herkömmlichen Satelitenbilder spiegeln meines Empfindens nach die Wirklichkeit erheblich besser wieder..Aber für irgendwas müssen die Forschungsgelder ja raus....

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papayu 28.06.2014, 08:26
3. Manila ist wieder mal nicht dabei!!

Also googeln Sie mal. Da sollen ueber 20 Millionen leben!!

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AnnaLena77 28.06.2014, 08:39
4. Tja

Und was zeigt uns das? In Europa und der Welt gibt es zuviele Menschen.
Lösung: weniger Kinder und weniger Zuwanderung in überfüllte Regionen.

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lalito 28.06.2014, 08:47
5.

Treffen sich zwei Planeten, sagt der eine: "Wie siehst du denn aus?"

Sagt der andere Planet: "Ich hab Mensch!"

Meint der Erste "Oioioi, aber mach dir nix draus - geht schnell vorbei."

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bernhardt1 28.06.2014, 09:01
6. Geldverschwendung

Das sind ja wirklich unglaubliche Neuigkeiten!. Wer hätte schon vermutet, dass der Rhein dichter besiedelt ist als das Umland? Und an den S-Bahnlinien auch. Wahnsinnige Erkenntnisse...

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s342 28.06.2014, 09:01
7. optional

Das schwarz-weiße Titelfoto erinnert mich ein wenig an einen histologischen Schnitt durch Krebsgewebe. Ein Herd im Zentrum mit invasivem Wachstum in die Umgebung...

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Gluehweintrinker 28.06.2014, 09:02
8. Anteil menschlichen Einflusses wird geleugnet

"Klimaschwankungen gab es immer schon", so lapidar und inhaltsleer kommt die Antwort von den Leugnern des Klimawandels daher, dabei ist das nur eines von vielen Problemen, welche die Übernutzung des Systems Erde mit sich bringt. Wir haben uns einfach zu breit gemacht auf unserem Heimatplaneten und der Natur inzwischen so viel Raum entzogen, dass die Ökosysteme längst vielerorts die Grenzen ihrer Regenierungsfähigkeit verloren haben.

Mittlerweile stehen mehr als die Hälfte aller leicht zugänglichen Landflächen unter dem Einfluss der menschlichen Nutzung. Selbst die wenigen zusammenhängenden großen Ökosysteme wie der Regenwald Brasiliens sind bedroht. In vielen Entwicklungsländern ist es eine Frage des Überlebens, ob man der staubigen Scholle noch irgendeine magere Frucht abringen kann und ein paar dürre Sträucher zum Verfeuern findet, jedoch sind wir in der "Ersten Welt" eher aus Prestigegründen bereit, die Natur weiter zurückzudrängen. Wer kennt nicht das fatale Statement: "Meine Kinder sollen nicht in der Großstadt aufwachsen." (Jawoll, offensichtlich fällt der größte Teil aller Stadtkinder der Drogen- und der Konsumsucht und der Verwahrlosung anheim - allein durch den Wohnort bestimmt und weniger durch eventuell fehlende elterliche Fürsorge, nicht wahr?)

Da wird auch noch das letzte Randwäldchen einer bereits in die Landschaft hineinmäanderten Kommune als Baugrund geopfert, damit der Traum vom Häuschen auf dem Lande für die junge Familie wahr werden kann. Selbige findet sich dann pendelnd in gestauten Blechlawinen auf der Autobahn wieder, denn, welch blöder Zufall, der Arbeitsplatz liegt in der Stadt. Und spätestens ab der Pubertät ihrer Sprösslinge müssen Mama und Papa Fahrdienste leisten, wenn die Lieben Kleinen ihre Teenie-Events besuchen wollen. Mit 18 wird dann, welch eine Erleichterung, ihnen jeweils ein PKW spendiert inklusive Führerschein, und dann stehen da schon drei bis vier Blechschüsseln vor der Tür, für welche natürlich weitere Oberflächenversiegelung zu erwarten ist - denn: man muss ja schließlich etwas gegen den Verkehrsinfarkt tun.

So lange wir Previligierten so leichtfertig mit der Natur umgehen, und das aus geradezu egoistischen Gründen, die man nicht als notwendig bezeichnen kann, haben wir den Ernst der Lage nicht begriffen. Statt jedoch den Status Quo als so großen Luxus anzuerkennen, wie er zuvor niemals und wohl auch in Zukunft allein aus Ressourcenmangel nie wieder verfügbar sein wird, wird auf allerhöchstem Niveau gejammert, wie schlecht es uns doch ginge. Daraus kann man nur schlussfolgern, dass Mensch jedes Maß verloren hat.

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götzvonberlichingen_2 28.06.2014, 09:31
9. Glücklicherweise

Zitat von beatbox
Die optische Gewichtung verzerrt die Wahrnehmung . Auf der Darstellung erscheinen auch Gebiete im Verhältnis zur Großstadt stark besiedelt, wo in Wirklichkeit kaum Menschen wohnen. Auch mehrgeschossige Bebauung wird davon nicht erfasst. Die herkömmlichen Satelitenbilder spiegeln meines Empfindens nach die Wirklichkeit erheblich besser wieder..Aber für irgendwas müssen die Forschungsgelder ja raus....
Glück gehabt. Glücklicherweise gibt es hier noch echte Experten, die die unnützen und ungenauen Forschungsergebnisse von Pseudowissenschaftlern ins rechte Licht rücken....

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