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Schnelsen: Erster Wolfsriss in Hamburger Stadtgebiet
DPA

In Norddeutschland streifen derzeit ungewöhnlich viele Wölfe umher. Ein Jungtier hat nun ein Schaf im Hamburger Stadtteil Schnelsen gerissen.

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womo88 08.08.2018, 18:57
1. Ein Wolf hat also ein Schaf gerissen ...

Bei uns im Schlachthof werden täglich 100 - 120 Schweine geschlachtet.
Deutschlandweit werden jährllich 1.085.000 Schafe geschlachtet, 3.244.000 Rinder und 58.350.000 Schweine, 37.700.000 Puten, 627.941.000 Hühner. Das ist ok, weil es Menschen machen!

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wrkffm 08.08.2018, 19:07
2. Ja und... ?

Ein Wolf ist halt ein fleischfressendes Raubtier. Im Gegensatz zu Pitbullrisse in vielen Deutschen Städten, sind diese Wolfrisse gemäß der Natur.

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herwescher 08.08.2018, 19:22
3. Muss eine Zeitungsente sein ...

Wie schon etliche Studien von Umweltschutzorganisationen nachgewiesen haben, töten Wölfe nur alte und kranke Tiere und halten damit den Gleichgewichtszustand der Natur aufrecht ...

Oder der Schäfer züchtet halt aus Profitgier alte und kranke Tiere ...

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KingTut 08.08.2018, 19:22
4. Und dennoch schützenswert

Erst einmal begrüße ich es sehr, dass die Wöfe in der EU streng geschützt sind. Das ist die richtige Entscheidung, denn wir waren es, die ihnen den Lebensraum geraubt haben. Dass Wölfe ihre traditionellen Beutetiere reißen ist ja keine Überraschung und kein Grund zur Aufregung. Ich bin sicher, dass ein Vielfaches and Nutz- und Wildtieren anderweitig ums Leben kommen, z.B. durch den Straßenverkehr - Wölfe übrigens auch.
Und dann gibt es für die Besitzer der Nutztiere ein Entschädigungsprogramm oder irre ich mich da?
Insofern sind diese Vorgänge zwar berichtens- aber in keiner Weise verurteilenswert. Wölfe müssen auch künftig geschützt werden, wenn wir ihr Aussterben verhindern und ihre genetische Vielfalt bewahren wollen.

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quark2@mailinator.com 08.08.2018, 19:50
5.

Tja, die Kommentare scheinen mir von Nichtbetroffenen zu kommen. Rein abstrakt finde ich Wölfe auch toll. Ich finde auch Löwen toll. Sollten die hier also rumlaufen, falls es sie vor einiger Zeit hier gab ? Na, mir würden Löwen oder Giftschlangen das Wandern und Pilzsammeln versauen, insbesondere, weil man ja nicht mal n längeres Messer zur Verteidigung führen darf. Aber was machen die Wölfe denn jetzt schon ? Sie fressen Rehe und Hirsche weg, d.h. der Ertrag für die Jäger wird geringer. OK, das ist zunächst mal bloß Geld. Das Geld anderer Leute, die sich dann entscheiden werden, nicht weiter Jagdpacht zu bezahlen, was dann den Besitzer des Waldes trifft. Kann man vermutlich mit leben. Auch das wir dann weniger gesundes Wild essen können und statt dessen arme Viecher ausm Rinderstall essen müssen, geht wohl. Ach ja, wie werden sich wohl die Tiere im Wald führen, die nun plötzlich Freßfeinde haben ? Wie werden sich die Schafe, Pferde und Rinder fühlen, die nicht mehr auf die Weide kommen, sondern im Stall bleiben ? Egal, was ? OK, was ist mit den Verlusten der Bauern ? Sollen halt keine Tiere halten, is eh grausam und Fleisch essen ist sowas von 19. Jhd. ? OK. Was ist mit den Deichen, wo keine Schafherden mehr den Boden verfestigen ? Machen wir irgendwie industriell ? Vielleicht. Am Ende des Tages kommt eine Änderung erst, wenn das erste blonde Mädchen nicht mehr heim kommt. Mal sehen, was dann für Relativierungen kommen werden, egal ob nun ein Wolf oder ein Herdenschutzhund schuld ist. Ich finde das Herangehen mal wieder unausgewogen einseitig und kurzsichtig, so wie oft in letzter Zeit.

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ronald1952 08.08.2018, 19:50
6. Es ist nur der Mensch

der allen anderen Arten das Essen streitig macht weil der Mensch in all seiner Gier alles für sich Beansprucht. Kein einziges anderes Geschöpf macht dagegen uns das Essen streitig oder hortet oder schlägt Profit daraus. Die Geschöpfe die wir Tiere nennen jagen zu Ihrem Lebensunterhalt wenn Sie denn Fleischfresser sind, mehr nicht. Nicht die Tiere sind die Bösen, wir Menschen sind es die Böse und Gierig sind.
schönen Tag noch,

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elis 08.08.2018, 19:51
7. Bald schon steht er im Vorgarten und geht an den Hausmüll

Das Problem ist nicht, dass der Wolf ein Schaf gerissen hat - was in seiner Natur liegt. Sondern dass es nahe an der Stadt war und quasi eine Wiederholungstat.
Der Wolf ist ein intelligentes Tier und lernt. Nämlich, dass er a) weiter Schafe reissen kann, und b) dies in Stadtnähe tun kann. Die natürliche Scheu geht verloren und der Wolf verhält sich nicht mehr wie eine wilder Wolf.
Daher sage ist als studierter Biologe: zum Abschuss freigeben.

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hansa_vor 08.08.2018, 19:53
8. Und Zack,

da sind schon alle Baumkuschler im Fred vertreten.

Hat den Wölfen eigentlich schon wer gesagt das sie Scheu sein sollen und nicht näher an Städte gehen dürfen?

Offenbar verhalten sich die Wölfe nicht so wie immer geschrieben wird.

Aber vielleicht können die Wölfe ja auch ihre Namen tanzen, dies würde viel erklären ;)

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_betablogger 08.08.2018, 19:55
9. Es ist keinesfalls natürlich...

wenn Weidetiere in eingezäunten Bereichen ohne Fluchtmöglichkeit zu Dutzenden von Wölfen gerissen oder lebendig angefressen qualvoll verenden. Die Empathielosigkeit, die Wolfsfreunde diesen qualvoll verendenden Weidetieren entgegenbringen, finde ich erschreckend.

Durchaus natürlich ist es für Menschen jedoch, sich und ihre Haustiere vor Angriffen großer Raubtiere zu schützen.

Wer der Wolfslobby glaubt, ein wie auch immer geartetes "Zäunchen" von 1,20 oder 1,40 könne einen hungrigen Wolf abhalten, während gleich große Hunde mit Leichtigkeit 2 Meter überwinden, ist einfach nur naiv oder dumm.

Mehrere Herdenschutzhunde bieten tatsächlich wirksamen Schutz, doch geht von denen für Menschen eine nicht zu unterschätzende Gefahr aus, diese benötigen daher nicht nur erhebliche Fachkenntnis, sondern auch weitgehend menschenleere Gegenden.

Dicht besiedelte Kulturlandschaften sind kein geeigneter Lebensraum für den Wolf.

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