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Smog in Brasilien: Biotreibstoff steigert Ozonbelastung in São Paulo
Corbis

Smog raubt den Bewohnern von Megacities regelmäßig den Atem. Nun zeigt sich: In der größten brasilianischen Stadt São Paulo erhöht sich der Ozongehalt, wenn Autofahrer mehr Biosprit tanken.

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mcvitus 29.04.2014, 19:09
1. Wie gesagt:

nicht überall wo Bio draufsteht ist auch Bio drin bzw. kommt auch Bio raus. Aber dafür werden mal schnell landwirtschaftliche Flächen oder Regenwälder geopfert.

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mhwse 29.04.2014, 20:03
2. blöde Frage:

verwenden die Südamerikaner eigentlich Katalystoren wie im Norden? - dann sollte jedenfalls kein Unterscheid beim Abgas bestehen. Ich fahre auch mit Ethanol /alter VW ( Ethanol aus Abfällen - das garantiert der Hersteller..) bei der ASU konnte kein Unterschied festgestellt werden ..

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helmut.alt 29.04.2014, 20:19
3. optional

Der höhere Ozonanteil beim Verbrennen von Ethanol im Automotor scheint auf die gleichzeitig höhere NO2-Bildung zurückzuführen sein. Offenbar steuert die Lamdasonde nicht zuverlässig genug die Luftzufuhr beim Motor, wenn von Benzin (hoher Brennwert) auf Alkohol (niedrigerer Brennwert) umgestellt wird.

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gorchus 29.04.2014, 20:27
4. optional

Wo ist bitteschön hier ein wissenschaftlicher Hintergrund? Anhand von Befragung wird plötzlich festgestellt, dass Ethanol für mehr Bodennahes Ozon verantwortlich ist? Kann mir das ein Chemiker bitte mal erläutern? Ich stell mal eine ähnlich age Behauptung auf: In Zeiten von mehr Bierkonsum ist die Luftqualtität in den Städten am besten, weil da weniger Autos fahren. So.

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guki 29.04.2014, 20:28
5. Die haben keinen kat, klar?

Das ist in BR Luxusfahrzeuge vorbehalten,sind aber wirkungslos.

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BettyB. 29.04.2014, 20:39
6. Tanken erhöht Smogbelastung?

Das ist ein Ding, ich dachte immer, es geschehe nicht durchs Tanken, sondern beim Fahren...

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Johann König 29.04.2014, 21:50
7. Lambdasonde. Mit b.

Zitat von helmut.alt
Der höhere Ozonanteil beim Verbrennen von Ethanol im Automotor scheint auf die gleichzeitig höhere NO2-Bildung zurückzuführen sein. Offenbar steuert die Lamdasonde nicht zuverlässig genug die Luftzufuhr beim Motor, wenn von Benzin (hoher Brennwert) auf Alkohol (niedrigerer Brennwert) umgestellt wird.
Die Lambdasonde wird's nicht sein, da diese - unabhängig vom Brennwert des Kraftstoffs - lediglich den Partialdruck des Restsauerstoffs im Abgas (genaugenommen das Verhältnis von oxidierbaren zu reduzierbaren Gasen) misst. Ändert sich dieses aufgrund des verschobenen stöchiometrischen Verhältnisses im Ethanolbetrieb, gibt die Sonde der ECU dementsprechend das Signal zum Anfetten, bis Lambda wieder bei ~1,00 liegt. Und der Wirkungsgrad des 3W-Kats ist bei Lambda=1 immer am höchsten, weil hier die meisten meisten oxidierbaren/reduzierbaren Gase miteinander in Reaktion gebracht werden können, unabhängig vom eingesetzten Kraftstoff.

Den gleichen Effekt haben Sie auch, wenn sich der Luftdruck im angesaugten Gemisch ändert. Wenn Sie z.B. von der Dalsnibba runter zum Geirangerfjord fahren (1500 Höhenmeter Unterschied), wird Ihre Lambdasonde der ECU mitteilen, dass 20% mehr Kraftstoff einzuspritzen ist.

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rkinfo 29.04.2014, 21:51
8. Der Gewinner ist: Auto mit KAT !!!

Und 20% Ozon verträgt der Körper während unverbrandtes Benzin schädigen kann.
Übriges ist aktuell die Weltzuckerernte wieder hoch was Biosprit begünstigt in Brasilien. Afrikas Bauern hingegen leiden untet den niedrigen Preisen und sind weit entfernt von den alten Anbaumengen. Dafür wird teuer Benzin importiert - wird zahlen per Entwicklungshilfe (die liefernden Ölscheichs mit).
Fazit: No Biosprit - no fun !

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w.nordmann 29.04.2014, 22:48
9. Ja, alle Autos haben Kat

São Paulo ist die Stadt, in der ich mit Unterbrechungen seit 1992 wohne. Ja, alle Neuwagen haben geregelten KAT. Dies Gesetzgebung zur Abgasreinigung PROCONVE folgt mit Abstand den EU Richtlinien. Zur Zeit gilt gerade EURO4. Die Luftqualität hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verbessert. 1992 konnte man den Smog mit bloßen Auge in den Straßen sehen und wudnerte sich beim Naseputzen über geschwärzte Taschentücher. Das ist alles Geschichte.
Die Studie kommt mir irgendwie suspekt vor. Biosprit ist ja gerade außer Mode. Die günstige Ökobilanz kommt ja von mas ganz anderen, nämlich der nahezu ausgeglichenen CO2 Bilanz. In Brasilien läuft der Etanolsprit schon seit 1979 flächendeckend. Die Flexfueltechnik ist bislang aber noch nicht sehr überzeugend, weil die Effizienz zu niedrig ist. Sowohl mit Etanol als auch mit Benzin ist der Verbrauch zu hoch. Bis 2006 hatt ich einen Wagen mit reinem Etanolmotor, der war sparsamer. Heute braucht ein Kompakt-PKW in der Stadt schon mal 18l, bei Preisen von € 0,60 pro Liter.
Schlußendlich ist wohl noch interessant, das Brasilien ca. 1% der Anbaufläche für die Etanolproduktion verwendet und damit Weltmarktführer ist.
Die Fle

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