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Speicher für Windenergie: So funktioniert die größte Batterie der Welt
REUTERS

Riesige Salzkavernen in Norddeutschland könnten schon bald Strom aus Windkraftanlagen speichern - in der größten Batterie der Welt. Seine Bewährungsprobe im Labor hat das revolutionäre Prinzip bestanden.

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dweik01 23.11.2017, 10:07
1. Und jetzt sollen mir bitet CDU und Grüne erklären...

.... weshalb sie dieses Problem nicht zuerst gelöst haben, BEVOR sie eine Energiewende machen. CDU & Grüne handeln hier laufend wie ein Reiter, der sein Pferd am Schwanz aufzäumt!

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hambas 23.11.2017, 10:15
2. Chemie

Zum Thema Oxidation / Reduktion: Es ist genau anders herum. Das "herausreißen" des Sauerstoffs ist die Reduktion, das "Hinzufügen" die Oxidation...

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rkinfo 23.11.2017, 10:15
3. Bedarf an min. 25h x 40 GW

Man muss einen beträchtlichen Teil des deutschen Strombedarf von 60-80 GW über fast einen Tag speichern können, um nicht allzu häufig Ersatzkraftwerke bei geringen Wirkungsgrad am Laufen zu haben.
Statt 20-Megawattstunden-Speicher also eher insgesamt 20.000-Megawattstunden-Speicher.
Nachdem man von 2 Zyklen und 25 Jahre ausgeht sind die mehrfachen, täglichen Schwanken nur durch Pumpspeicherwerke kompensierbar, deren Bau auch noch aussteht.

Power-to-Gas wird aber im Rahmen der Effizienzsteigerung der Biomassevergasung ein Thema sein um störendes (Bio)-CO2 zu Methangas für die Speicherung herzustellen. Zudem benötigen wir außer Strom auch noch Möglichkeiten der Wärmeerzeugung im Rahmen KWK - Nah-/Fernwärmenetze, wie es die EU-Energieeffizienzrichtlinie vorgibt.

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eule_neu 23.11.2017, 10:20
4. Windernergie technisch umsetzen und speichern

Mich irritiert die Aussage in dem Artikel, dass Wasserstoffgas als verfahren nicht besonders effizient sei. diesen Satz kann ich nicht nachvollziehen. Hier zeigt sich, dass die Elektrowerke lieber E-Autos fördern, als andere Techniken, wie die "kalte Verbrennung" zusammen mit der Auto-Industrie zu fördern. Die Bodenschichten als Speicher zu missbrauchen, ohne eine Garantie abzugeben, dass es dann keine Schadensfälle gibt, für die die Energiewerke Schadensersatz leisten oder eine Leistungsgarantie abgeben, sollte öffentlich diskutiert und die betroffenen Bürger der entsprechenden Region sollten ein Einspruchsrecht erhalten, vielleicht auch eine bindende Bürgerabstimmung.
Japanische Autofirmen machen es vor und beschäftigen sich mit Energieantrieb durch die "kalte Verbrennung". Vielleicht sollte SpOn auch über diese Technik berichten ...

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b20a9 23.11.2017, 10:23
5. Lithium-Nachfolger?

Klingt höchst interessant. Wäre es mit der Technik möglich, heute übliche Lithium-Akkus zu ersetzen? Das könnte die E-Mobilität revolutionieren und zum Durchbruch verhelfen, weil es das Reichweitenproblem löst. Einfacher Austausch der Flüssigkeit an der Tankstelle, und schon kann man weiter fahren. Wiederaufgeladen werden kann die Flüssigkeit dann mit überschüssigem Strom an der Tankstelle. Bitte berichtet mal mehr zu den "neuartigen Polymeren", die bei der Technik zum Einsatz kommen. Woraus bestehen die denn? Sind die einigermaßen gefahrlos zu handhaben? Sind die im großen Stil und preiswert herstellbar? Es steht und fällt vermutlich auch mit der Energiedichte. Ist diese zu niedrig, taugt das Verfahren dafür wohl nicht. Die Batterien/Tanks können ja nicht beliebig groß und schwer sein.

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RedOrc 23.11.2017, 10:23
6. Die Frage stelle ich mir...

Zitat von dweik01
.... weshalb sie dieses Problem nicht zuerst gelöst haben, BEVOR sie eine Energiewende machen. CDU & Grüne handeln hier laufend wie ein Reiter, der sein Pferd am Schwanz aufzäumt!
Bei Kernkraftwerken schon immer: Warum hat man das noch vollkommen ungelöste Problem der Endlagerung von Atommüll nicht zuerst gelöst bevor man die Teile gebaut hat? Und es wird ernsthaft diskutiert neue Anlagen zu bauen, weil ach so CO2-neutral?

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günter1934 23.11.2017, 10:24
7. Kosten

Wenn man liest:
"Die Kosten der Redox-Flow-Batterie seien vergleichbar mit denen anderer Batterien oder denen von Pumpspeicherkraftwerken"
dann kann man wie immer, wenn solche Projekte vorgestellt werden, nur den Kopf schütteln.
Zwischen den Kosten von Batterien und Pumpspeichern liegen Welten.

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syracusa 23.11.2017, 10:26
8.

Zitat von dweik01
.... weshalb sie dieses Problem nicht zuerst gelöst haben, BEVOR sie eine Energiewende machen. CDU & Grüne handeln hier laufend wie ein Reiter, der sein Pferd am Schwanz aufzäumt!
Unsinn.

Erstens stellt sich das Problem der Speicherung von EE-Strom erst bei sehr hohen EE-Anteilen von weit über 50%. Heute, bei 37% EE-.Anteil, werden keinerlei Stromspeicher benötigt. Erst mal müssen Leitungen gebaut werden, um regionale EE-Überschüsse zu verteilen.

Zweitens gab und gibt es für die Stromspeicherung seit jeher verfügbare Technologien. Wenn jetzt neue Stromspeicher wie RedoxFlow-Akkus o.ä. ins Spiel kommen, dann nur, weil man eben immer weiter forscht, und weil es großen Bedarf für Stromspeicher auch bei anderen Anwendungen gibt.

Solche RedoxFlow-Akkus könnten v.a. geeignet sein, das Problem der übersaisonalen Speicherung von Strom zu verbilligen. Diese Langzeitspeicherung wird bei EE-Anteilen oberhalb 80% nötig, und sie ist für eine Versorgung aus 100% EE nötig. Bislang stand da nur die ineffiziente und teure Speicherung von EE-Überschüssen via Power2Gas und der Rückgewinnung von Strom in Gaskraftwerken zur Verfügung. Wenn die aufgeladenen RedoxFlow-Flüssigkeiten tatsächlich keine Selbstentladung aufweisen, dann könnten die auch ziemlich kostengünstig über längere Zeit gespeichert werden.

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muttis_liebling_13 23.11.2017, 10:27
9. Ein sehr interessantes Projekt

das mal wieder sehr gut veranschaulicht, wie wichtig und positiv politischer Druck für technische Innovationen ist. Ohne die politisch gewollte Energiewende würde solche Innovationskraft höchstwahrscheinlich niemals entstehen. Leider WOLLEN oder können das einige einfach nicht erkennen.

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