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Statistische Auswertung: Supervulkane brechen häufiger aus als gedacht
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Der Ausbruch eines Supervulkans könnte Millionen Menschen das Leben kosten. Im Durchschnitt passiert eine solche Mega-Eruption alle 17.000 Jahre - doch die letzte ist schon mehr als 26.000 Jahre her. Grund zur Panik?

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rational_bleiben 01.12.2017, 14:10
1.

Anders als beim Ausbleiben von Asteroiden- oder Kometeneinschlägen steigt mit dem Ausbleiben der Supererruptionen tatsächlich die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses, nur eben sehr, sehr langsam und innerhalb eines Menschenlebens nicht mit Relevanz hinsichtlich der Risikobewertung.

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Fuxx81 01.12.2017, 14:26
2. Aufschieberitis

Zitat von
Es gebe aber keinen Grund, sich auf eine Supereruption vorzubereiten. Die Menschheit habe andere wichtige Themen, die für diese und kommende Generationen wichtig seien, so Rougier.
Es gibt immer wichtigere Probleme. Bis es dann plötzlich so weit ist. Es schadet nicht, sich schon mal Gedanken zu machen, wie man als Zivilisation auf eine solche Katastrophe reagieren könnte.

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hubert heiser 01.12.2017, 14:42
3. Aufschieberitis?

Zitat von Fuxx81
Es gibt immer wichtigere Probleme. Bis es dann plötzlich so weit ist. Es schadet nicht, sich schon mal Gedanken zu machen, wie man als Zivilisation auf eine solche Katastrophe reagieren könnte.
So, wie wir derzeit mit der Erde umgehen, ist der mögliche Ausbruch eines Supervulkans wohl das kleinste unserer Probleme. Man kann sich aber wunderbar damit beschäftigen, um den unangenehmen drängenden Problemen aus dem Weg zu gehen.

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mwroer 01.12.2017, 14:57
4.

Zitat von Fuxx81
Es gibt immer wichtigere Probleme. Bis es dann plötzlich so weit ist. Es schadet nicht, sich schon mal Gedanken zu machen, wie man als Zivilisation auf eine solche Katastrophe reagieren könnte.
Das hat man. Jedes Land mit aktiven Vulkanen hat entsprechende Szenarien und in jedem Land wird Ihnen empfohlen für 2 Wochen Lebensmittel, Nahrung und Dinge die Sie für das tägliche Überleben brauchen vorzuhalten. Dann greifen die die normalen Katastrophenpläne - das reicht.

Die Welt geht nicht unter wenn ein solcher Vulkan ausbricht, es wird lediglich in einem Teil ein bisschen dunkler und ungemütlicher - für eine Weile. Mittlerweile leben wir in Häusern mit Heizung und die Konsequenzen sind für jeden der 500 Kilometer oder mehr entfernt wohnt wirklich tragbar. 18 cm dicke Ascheschichten bedeuten im schlimmsten Fall Ernteausfall und eine Übersäuerung des Bodens. Beides lässt sich kompensieren.

Ehrliche Frage, bitte spontan beantworten, wie haben Sie sich darauf vorbereitet dass heute der Strom für über eine Woche ausfällt? Gar nicht? Seltsam - denn die Wahrscheinlichkeit ist wesentlich höher als die das Sie, in Deutschland, irgendwelche Folgen durch den Ausbrauch eines Supervulkanes zu tragen haben.

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Montezuma10 01.12.2017, 15:14
5.

Zitat von hubert heiser
So, wie wir derzeit mit der Erde umgehen, ist der mögliche Ausbruch eines Supervulkans wohl das kleinste unserer Probleme. Man kann sich aber wunderbar damit beschäftigen, um den unangenehmen drängenden Problemen aus dem Weg zu gehen.
Hinzu kommt, dass wir keine Möglichkeit haben, uns auf einen Ausbruch eines Supervulkans in irgend einer Art und Weise als Menschheit oder als Individuum vorzubereiten. Das ist illusorisch. Eine solche Riesenkatastrophe wäre mit ziemlicher Sicherheit das globale Ende jeglicher Zivilisation auf einen Schlag. Etwaige Überlebende fänden sich wohl als Jäger und Sammler in einer lang anhaltenden Eiszeit wieder. Ähnliches gilt für den Einschlag eines großen Asteroiden.
Es lohnt nicht (außer für Wissenschaftler), sich darüber Gedanken zu machen, wenn aktuelle Probleme einerseits lösbar und andererseits auf lange Sicht für die Menschheit genauso bedrohlich sind. Gegen Kriege, Genozide, Atomwaffen, Seuchen, Umweltzerstörung, Klimawandel usw. könnte man bereits heute etwas tun.

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Knossos 01.12.2017, 15:38
6.

Zitat: "Es gebe aber keinen Grund, sich auf eine Supereruption vorzubereiten. Die Menschheit habe andere wichtige Themen, die für diese und kommende Generationen wichtig seien, so Rougier."

Sehr sinnige Bemerkung, die in Anbetracht manch aktuellen Fokus durchaus öfter einmal fällig wäre.

Allerdings scheint es mir, als entginge Geologen evtl. auch etwas. Meiner Beobachtung nach, ereignete sich bislang unmittelbar bis kurzfristig nach atomaren Explosionstests Erdbeben.

Man sollte denken, daß derartig freigesetzte Energien durchaus Einfluß auf die fragile tektonische Stabilität haben. Von daher mag der aktuelle Eindruck zur Häufigkeit von Eruptionen so zufällig nicht sein.

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brucewillisdoesit 01.12.2017, 15:41
7. Aehm

Zitat von mwroer
Das hat man. Jedes Land mit aktiven Vulkanen hat entsprechende Szenarien und in jedem Land wird Ihnen empfohlen für 2 Wochen Lebensmittel, Nahrung und Dinge die Sie für das tägliche Überleben brauchen vorzuhalten. Dann greifen die die normalen Katastrophenpläne - das reicht. Die Welt geht nicht unter wenn ein solcher Vulkan ausbricht, es wird lediglich in einem Teil ein bisschen dunkler und ungemütlicher - für eine Weile. Mittlerweile leben wir in Häusern mit Heizung und die Konsequenzen sind für jeden der 500 Kilometer oder mehr entfernt wohnt wirklich tragbar. 18 cm dicke Ascheschichten bedeuten im schlimmsten Fall Ernteausfall und eine Übersäuerung des Bodens. Beides lässt sich kompensieren. Ehrliche Frage, bitte spontan beantworten, wie haben Sie sich darauf vorbereitet dass heute der Strom für über eine Woche ausfällt? Gar nicht? Seltsam - denn die Wahrscheinlichkeit ist wesentlich höher als die das Sie, in Deutschland, irgendwelche Folgen durch den Ausbrauch eines Supervulkanes zu tragen haben.
Wir reden hier vom Ausbruch eines Supervulkans, nicht so ein kleines, aber noch halbwegs lokales Ereignis, wie der Mt St. Helens 1980 oder der Krakatau 1883 (der noch in einigen tausend KM Entfernung hörbar war).
Ein solches Ergebnis hätte weltweit Auswirkungen und nicht nur ein paar 100 Km run um die Ausbruchsstelle. Der Ausruch des Toba vor ca 70000 Jahren hat vermutlich fast zum Aussterben des homo sapiens geführt, das haben damals wohl nur einige 1000 Exemplare überlebt, weswegen wir den genetischen Bottleneck von damals heute immer noch mit uns herumschleppen. Globale Ernteausfälle lassen sich schlichtweg nicht kompensieren (außer durch Verhungern). Was meinen sie, was passiert, wenn welt weit plötzlich 3 Jahre lang nur noch genügend Futter da ist, um 20% aller Menschen zu ernähren ?
Die Wahrscheinlichkeit, daß der Ausbruch eines Supervulkans heute zum Ende der Spezies Homo Sapiens führt ist zwar in der Tat vergleichsweise gering, allerdings besteht eine erhebliche Chance, daß es das endgültige Ende der Zivilisation bedeutet (da durch den Abbau leicht abbaubarer Rohstoffe nachfolgend kein Wiederaufbau mehr möglich sein wird)

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brucewillisdoesit 01.12.2017, 15:53
8. Naiv

Zitat von Montezuma10
Hinzu kommt, dass wir keine Möglichkeit haben, uns auf einen Ausbruch eines Supervulkans in irgend einer Art und Weise als Menschheit oder als Individuum vorzubereiten. Das ist illusorisch. Eine solche Riesenkatastrophe wäre mit ziemlicher Sicherheit das globale Ende jeglicher Zivilisation auf einen Schlag. Etwaige Überlebende fänden sich wohl als Jäger und Sammler in einer lang anhaltenden Eiszeit wieder. Ähnliches gilt für den Einschlag eines großen Asteroiden.
Yes, wenn das Ereignis eintritt ist es tatsächlich zu spät, also muß man aktive Vorbereitungen treffen dieses zu verhindern, denn wir wissen bei beidem (großer Asteroid, Supervulkanausbruch), das das Event zwangsweise eintretten WIRD, die Frage ist nur, wie lange wir bis dahin noh Zeit haben (auchwenn das noch einige Tausend bis millionen Jahre sein kann). Kopf in den Sand stecken nachdem Motto "Ist bisher noch immer gutgegangen) ist da nicht so der schlaueste Ansatz.
Alles andere hingegen, was sie erwähnen und wovor sie so richtig Angst haben hat entweder ein erhebliche geringeres Schadpotential (Kriege, Klimawandel, Seuchen) oder tritt anders als oben genannte Events nicht mit 100%iger Sicherheit ein (Atomkrieg).
So radikal sich das anhört, aber ob 1 oder 10 oder 100 Mio Menschen an einer Seuche, Krieg oder Klimawandel sterben ist etwas anderes, als wenn es 7 Mrd tun und zusätzlich noch die Zivilisation endgültig drauf geht.

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Fuxx81 01.12.2017, 17:06
9. Rosarote Brille

Zitat von mwroer
Das hat man. Jedes Land mit aktiven Vulkanen hat entsprechende Szenarien und in jedem Land wird Ihnen empfohlen für 2 Wochen Lebensmittel, Nahrung und Dinge die Sie für das tägliche Überleben brauchen vorzuhalten. Dann greifen die die normalen Katastrophenpläne - das reicht.
Süß. Wenn z.B. die Yellowstone Caldera ausbricht, wären ca. die Hälfte der USA auf Jahre hinaus unbewohnbar. Die größte Atommacht der Erde wäre dann in Folge durch Hungersnöte und Bürgerkriege komplett destabilisiert. Dem Rest der Welt ginge es durch die Abnahme der globalen Photosyntheseleistung auch nicht gerade rosig. Von den Auswirkungen auf die globalisierte Wirtschaft will ich gar nicht erst anfangen. So ein Ereignis kann mit etwas Pech durchaus zivilisationsbeendend sein. Verhindern können wir es nicht, aber eventl. vorhersagen. Und wir können sehr wohl schon heute Konzepte entwicklen, wie wir Wissen und Technologie z.B. für eine Nachwelt bewahren, die kein Internet mehr hat, evtl. nicht mal Elektriziät, damit sie das alles wieder aufbauen kann.
Übrigens, wenn die Menschheit immer nur die dringensten Probleme lösen würde, hätten wir nie mit dem Ackerbau angefangen und würden jetzt alle jagen gehen (warum essen anplanzen, dass man erst nächstes Jahr ernten kann?).

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