Forum: Wissenschaft
Studie: Fast 40 Prozent der Europäer sind psychisch krank

Die Zahl ist alarmierend: Mehr als 160 Millionen*Europäer leiden an einer psychischen Krankheit, nur eine Minderheit wird laut einer aktuellen Studie rechtzeitig behandelt. Den Schaden für die Volkswirtschaften*schätzen die Forscher auf eine dreistellige Milliardenhöhe - pro Jahr.

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dwg 05.09.2011, 16:55
1. .

Zum einen sind es 38% innerhalb eines Jahres bei einem sehr
weit gefaßten Krankheitsbegriff...

...und zum anderen laufe ich in der Regel schreiend weg, wenn
ich den Begriff Metastudie höre.

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wolffm 05.09.2011, 17:00
2. Wo Ärzte sind, gibt es auch Kranke

war das nicht Hypokrates?
Man könnte auch sagen: "Wo Psychologen suchen, werden sie auch finden..."
Deshalb habe ich trotz Privatversicherung auch nie einen augesucht. Der würde mir ganrantiert mein letztes bischen Glück durch das herausfinden einer Reihe von Defiziten gnadenlos zerstören.

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MonaM 05.09.2011, 17:04
3. .

Zitat von dwg
...laufe ich in der Regel schreiend weg,...
"Am häufigsten sind Angststörungen,..."

Sehen Sie!

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Questions 05.09.2011, 17:11
4. Kein Wunder...

Unser westlicher Lebensstil ist geprägt von Hektik und Glotze, volle Terminpläne oder Erwachsene, die nichts mit sich anfangen können, schon im Elternhaus. Ellenbogengesellschaft will auch früh gelernt sein, die Schulzeit lässt grüssen. Möglichkeiten für schlechte Erfahrungen gibt es somit schon ab frühester Kindheit. Wer später nicht ins Raster der Erwachsenenwelt passt, wird gnadenlos ausgegrenzt. Kein Wunder, dass die Zahl der Erkrankten so hoch ist, derweil man es von den Einzelnen meist nicht weiß. Hilfe bringen da irgendwann keine Pillen mehr, sondern nur ganzheitliche Behandlungen, die der körperlichen Symptomatik genauso viel Beachtung schenken wie den dahinter liegenden seelischen Erscheinungen. Führend ist hier z.B. die Anthroposophische Medizin, die gerade auch bei chronischen Erkrankungen sehr gute Erfolge erzielt, wie die AMOS-Studie zu 2 Dutzend Krankheitsbildern auch nachgewiesen hat. Eine Übersicht der Publikationen dazu gibt es hier:

http://www.ifaemm.de/B10_AMOS.htm

Die Anthroposophische Medizin arbeitet traditionell mit zusätzlichen Therapien wie der Heileurythmie, Kunsttherapie und Rhythmischen Massage. Diese wirken ergänzend zu den Medikamenten und regen innere Prozesse an. Heileurythmie ist ja in der Regel wenig bekannt, aber gerade für diese Störungen prädestiniert – eine der ausführlichsten Darstellungen der Therapie finden sich auf diesen Seiten (Wiki gibt zur Therapie nichts her):

http://www.liebe-zur-erde.eu/heileur...s_ist_das.html

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1jemand 05.09.2011, 17:18
5. Kein Wunder, wenn es überall nur ums Geld geht...

Ängste, Depressionen, Burnout... und worum sorgt man sich? Um den Arbeitsausfall und die Kosten für die Volkswirtschaft! Was sind denn die Ursachen? Dazu wird in dem Artikel nichts gesagt. Es kann doch nicht darum gehen, immer mehr Menschen in psychologische Behandlung zu schicken, damit sie länger/besser durchhalten. Und bei solchen Zahlen ist wohl klar, dass es sich nicht mehr um "Modeerscheinungen" handelt.
Wohl dem, der aus dem inzwischen verrückten Kreislauf aussteigen und sein eigenes Tempo, seinen eigenen Rhythmus leben kann.

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Werner M. 05.09.2011, 17:18
6. Noch einer...

Zitat von dwg
...und zum anderen laufe ich in der Regel schreiend weg, wenn ich den Begriff Metastudie höre.
...und damit per definitionem belastet mit psychischen Problemen: Verweigerungshaltung, mangelndes Vertrauen gegenüber Autoritätspersonen, unzureichende Selbstkontrolle. Und widersprechen Sie dieser Diagnose nicht - sonst marginalisieren Sie Ihre Probleme und stigmatisieren andere mit ähnlichen Symptomen, so wie z.B. mich!

Ich bin nur gespannt, ab wann diejenigen behandlungsbedürftig sind, die "keinen an der Waffel" haben...

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maximillian64 05.09.2011, 17:23
7. Gut das ich jetzt endlich weiss was mit mir los ist

2 von 5 Deutschen habens an der Waffel. Beim Lesen solcher Text werde ich ad hoc auch krank.

Wo gehts zum Amt? Muss mich mal schnell arbeitsunfähig melden und dann gehts zur Therapie auf die Antillen. Warum hat mir das keiner früher gesagt.

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rijukan 05.09.2011, 17:34
8. Psycho-Gedöns

Ich empfehle das sehr gute Buch "Lexikon der Psycho-Irrtümer" jedermann zur Lektüre. Zusammenfassung: die Psycho-Indostrie ist weitgehend moderne Quacksalberei. Es gibt, anders als im Artikel behauptet, keinerlei Qualitätsstandards, keinerlei evidenzbasierte Forschung. Die einzelnen Schulen widersprechen einander oft diametral, während keine von ihnen Behandlungseffekte nachweisen kann, die über den Placeboeffekt hinausgehen. Nonsens-Therapien erweisen sich als genauso effizient wie "etablierte" Verfahren. Alle guten, evidenzbasierten Untersuchungen kommen zu diesem Ergebnis. Studien, die angeblich irgendwelche Effekte belegen, kranken hingegen regelmäßig an den wissenschaftlichen Mindestanforderungen; für eine "Metastudie" gilt das erst recht.

Die Zunahme psychischer "Erkrankungen" hat im Wesentlichen damit zu tun, daß dieser Schamanismus von den Krankenkassen bezahlt werden muß. Die Zahl von 40% "Psychisch Kranker" ist Wunschdenken von Leuten, die gern diese 40% auf unser alle Kosten therapieren würden. Wenn die Atomindustrie behauptet, ihre Anlagen seien sicher, hat sie wenigstens ein paar brauchbare Argumente and er Hand!

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diff.view 05.09.2011, 17:44
9. Psyche

.....wie sagen die Psychologen doch so schön :
Eine berentete Neurose ist inkurabel !
Wäre interessant zu erfahren, wieviel Patienten übrig bleiben, wenn der Geldhahn zugedreht wird...

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