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Studie: Kann Biolandbau die Menschheit ernähren?
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Ist es möglich, die komplette Landwirtschaft weltweit auf Biolandbau umzustellen? Ja, errechnen Forscher - allerdings unter unrealistischen Bedingungen.

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Jor_El 14.11.2017, 17:55
1. Wichtig:

Koordinierter Rückgang der Weltbevölkerung-auch in Industrieländern. Ziel maximal 2 Milliarden, ansonsten sind alle Vorschläge zu Naturschutz, Konfliktbewältigung und Welternährung umsonst.

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Grün? Besser nicht 14.11.2017, 18:14
2. Der Artikel ...

...enthält einen klassischen Fehlschluss: Selbstverständlich düngen die Biobauern auch mit Stickstoff, der kommt halt aus den Ausscheidungen der Tiere und wird, wenn zur falschen Zeit ausgebracht genauso ausgewaschen wie konventioneller Stickstoffdünger. Um die erforderlich pflanzliche Biomasse zu erhalten muss also entsprechend viel Stickstoff (neben anderen für die Entwicklung der Pflanzen notwendigen Ionen auf den Acker gebracht werden. Woher soll dieser Stickstoff kommen, wenn es weniger Nutztiere sein sollen? Dann bleibt noch das Problem mit den fehlenden Flächen und Ernteausfällen durch Schaderreger, die im Biolandbau kaum vernünftig bekämpft werden können. SO ist eine Vorsichtsmassnahme gegen Pilzinfektionen im Biolandbau eine geringere Bestandsdichte, um eine bessere Durchlüftung der Felder zu bekommen, was ein Grund für die geringeren Erträge ist. Wie man es dreht und wendet: Der Ausweg ist eine nachhaltige Intensivierung auf Gunstflächen.

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joernthein 14.11.2017, 18:18
3. Umgekehrt sollte die Frage lauten.

Ist die konventionelle Landwirtschaft in der Lage die Menschheit zu ernähren? Eine Landwirtschaft die ihre Grundlagen - ihre Böden verbraucht - kann bald nichts mehr produzieren.

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mullah_nd 14.11.2017, 18:27
4. Die Ernährung umstellen...

und die Supermärkte abschaffen.

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karwal 14.11.2017, 18:44
5. Klassischer Fehlschluss?

Eine Anzahl der Betriebe im Ökolandbau kommt völlig ohne tierische Stickstoffquellen aus. Sie nutzen die Fähigkeit von Leguminosen, den Luftstickstoff als Stickstoffquelle zu nutzen und pflanzenverfügbar zu machen. Eine entsprechende Fruchtfolge bestehend aus einem Kleegrasgemisch mit anschliessendem Getreideanbau kann leicht 200 kg/ha und Jahr Stickstoff bereitstellen...

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max_schwalbe 14.11.2017, 18:48
6. Prioritäten setzen!

Mich nervt an der Bio-Debatte, dass essentielle Fragen mit Wohlfühl-Wünschen westlicher Wohlstandsmenschen vermischt werden. Man muss doch mal Prioritäten setzen. Will man den Verderb und Verlust von Lebensmitteln verringern? Ja? Dann darf man doch nicht auf Konservierungsstoffe verzichten, weil diese nicht "bio" seien! Will man nährstoffarme Böden zur Bewirtschaftung nutzen? Dann darf man doch nicht konsequent gegen Dünger und Gentechnik sein! Will man ertragreiche Getreide anbauen? Dann darf man Pestizide und Getechnik nicht verteufeln! Und was den Fleschkonsum betrifft: Es wird gerne vergessen, dass man ein Vielfaches an pflanzlichen Produkten essen muss, um den Nährgehalt tierischer Nahrung zu erreichen. Von 400 Gramm Rindfleisch kann man einen ganzen Tag halbwegs satt und genährt sein, von 400 Gramm Gurke hingegen wohl kaum. Bei Fleisch ist das Übermaß´des Konsums das Problem, ein maßvoller Fleischkonsum hingegrn wäre - auch gesundheitlich - der richtige Weg. Dass die Menschen aber nicht freiwillig wenig Fleisch essen, heißt aber nicht, dass keine handlungsmöglichkeiten bestünden. Wenn man die durch Fleischkonsum entstehenden Kosten auf die Fleischproduzenten gesetzlich umlegt, würde Fleisch deutlich teurer und damit weniger stark nachgefragt sein. Problem: Dazu müsste man erst mal die soziale Spaltung der gesellschaft überwinden, sonst könnten sich dann die ärmeren kein Fleisch mehr leisten während Reiche weiter viel Fleisch essen - was sozialer Sprengstoff wäre.

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wilam 14.11.2017, 18:56
7. du liebe Zeit

eine Biowelt! Und wo bleiben der Feind, der Krieg und der Glaube?
Wenns denn Einsicht gäbe, gut, dann könnten auf diesem Planeten so etwa eine Milliarde überleben. Aber Sieben oder der Irrsinn von Zehn, die werden der natürlichen Dichteregelung durch Krieg usw anheimfallen - und dabei die Biosphäre mitnehmen. Tatsächlich besteht die Rettung in sofortiger strikter künstlicher Dichteregelung, wobei man uns liebe Altchen vergessen müsste. (Immer noch besser, als wenn wir alle zur Hölle fahren.)
Die Rechnung mit den Flächen da ist ja noch naiver als Malthus. Das Problem ist doch neben allem anderen die Administration und die Technik der Verteilung, an denen schon der Sozialismus gescheitert ist.

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smellslikegreenspirit 14.11.2017, 19:00
8. falsch interpretiert

da hat mal wieder jemand ökologischen Landbau mit dem biologischen verwechselt. Für alle, die sich besser informieren wollen als mittels schlecht recherchierter SPON-Artikel, empfehle ich die Lektüre " Food Crash" von Felix zu Löwenstein.

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tempus fugit 14.11.2017, 19:06
9. Wenn es zutrifft, dass...

...rund 50% der Lebensmittel in die Mülltonne fliegt, dann ist doch schon sehr sehr viel gesagt...

Leider wird hier gekauft und 'gefr...en' was die
Lebensmittelkonzerne als modisch und teils auch
gesund aufbinden wollen - Kochen kann man sehr gut und leicht und preiswert und geschmackvoll und
gesund mir relativ wenig Geld und nicht mal viel
Zeitaufwand.
Und nicht umsonst gilt der Spruch: Friss die Hälfte..

Täte eigentlich allen gut - nur der Wegwerflebens-mittelindustrie nicht und den Fleischtierfabriken
nicht...

Also weiter dieses nach nichts schmeckende Kunstfleisch voller Hormone und Arzneimittel und
Antibiotika...

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